Chinas Streitkräfte sollen verdeckt russische Soldaten für den Ukrainekrieg ausgebildet haben. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die »Welt« unter Berufung auf Dokumente westlicher Geheimdienste. Demnach soll die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) an mehreren Standorten Trainingsprogramme durchgeführt haben, an denen Hunderte russische Soldaten teilgenommen hätten.
Ein Teil der Ausgebildeten sei anschließend bei Kampfhandlungen in der Ukraine eingesetzt worden, darunter auch Spezialisten für Drohnenoperationen. Im Zentrum der Ausbildung sollen demnach unbemannte Systeme, elektronische Kriegsführung sowie moderne Gefechtssimulationen gestanden haben. Die Teilnehmer hätten sowohl an virtuellen Simulatoren als auch praktisch trainiert – etwa auf Drohnenparcours in Hallen.
Laut Reuters soll die Militärkooperation in einer zweisprachigen russisch-chinesischen Vereinbarung festgehalten worden sein, die am 2. Juli 2025 in Peking offenbar von hochrangigen Offizieren beider Seiten unterzeichnet wurde. Darin seien Ausbildungsorte wie Peking und Nanjing genannt worden. Zugleich habe das Dokument strikte Geheimhaltung verlangt, inklusive eines Verbots der Medienberichterstattung und der Weitergabe an Dritte. Die Ausbildungskooperation läuft den Angaben zufolge zudem in beide Richtungen. Auch chinesische Soldaten seien in Russland ausgebildet worden, etwa in den Bereichen Bereichen Panzertruppen, Artillerie, Pionierwesen und Flugabwehr.
Enthüllungen könnten Druck auf China erhöhen
Die »Welt« berichtet unter Berufung auf dieselben Dokumente, dass nach Abschluss der operativ-taktischen Ausbildung ab Anfang 2026 Dutzende der in China geschulten Russen an Einsätzen in der Ukraine beteiligt gewesen seien, teils in führenden Funktionen. Unter den Teilnehmern hätten sich demnach auch Angehörige der russischen Elite-Drohneneinheit Rubicon befunden.



