+++ Ukraine-Krieg +++: Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

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Ukraine: Laut Selenskyj nicht alle Raketen bei Angriff auf Kiew abgefangen

Live-Blog Russland: Drohnenangriff auf Region Jaroslawl +++ Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat +++ Merz und Macron verurteilen russische Oreschnik-Raketen-Angriffe +++ Der Newsblog.
25.05.2026 – 02:14 Uhr Artikel anhören

Raketenangriffe in Kiew: Am Sonntag ist die Stadt Kiew massiv angegriffen worden. Foto: IMAGO/ZUMA Press

Russland: Drohnenangriff auf Region Jaroslawl

Die russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau wird nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen. Dies teilt Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer „starken Antwort an den Aggressor“ aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). 

Sybiha warf Russland vor, mit der „barbarischen Raketenattacke“ in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

„Putin versucht, die Ukraine einzuschüchtern, indem er Zivilisten angreift und Wohngebäude, Museen, Schulen sowie kritische Infrastruktur zerstört“, sagte Außenminister Sybiha. Die internationale Gemeinschaft müsse reagieren, meinte Sybiha. „Wir fordern unsere Partner nachdrücklich auf, entschlossene multilaterale Maßnahmen zu ergreifen, um Russland abzuschrecken und es zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden zu bewegen“, betonte der Minister.

Russland meldet Toten nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Russland ist nach Angaben örtlicher Behörden ein Zivilist getötet worden. Der Angriff traf demnach am Sonntagmorgen die Stadt Graiworon in der Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht zum Sonntag seien 33 ukrainische Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört worden. Betroffen gewesen seien unter anderem die Region Moskau, Gebiete im Westen und Südwesten Russlands sowie die von Russland besetzte ukrainische Halbinsel Krim.

Laut Selenskyj nicht alle Raketen bei Angriff auf Kiew abgefangen

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei dem russischen Großangriff im Raum Kiew nicht alle ballistischen Raketen abfangen können. Die meisten Einschläge hätten die Hauptstadt getroffen, das Hauptziel des Angriffs, sagte Selenskyj.

Die offenbar gescheiterten Abfangversuche verdeutlichen den anhaltenden Mangel der Ukraine an Luftabwehrraketen, die ballistische Flugkörper abschießen können. Kiew ist dabei stark auf US-Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot angewiesen. Eine eigene Alternative aus ukrainischer Produktion zu entwickeln, ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums inzwischen eine der wichtigsten Prioritäten. Dafür braucht das Land allerdings Zeit und zusätzliche Finanzierung.

Ukraine meldet Drohnenangriff auf russische Öl-Pumpstation

Der ukrainische Geheimdienst SBU greift nach eigenen Angaben mit Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Wladimir an. Die Anlage sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Weiterleitung von Ölprodukten nach Moskau und in die Umgebung, teilt der SBU in den sozialen Medien mit. Sie versorge große Öllager rund um die Hauptstadt sowie die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo mit Treibstoff. Nach dem Angriff sei ein Feuer auf einer Fläche von 800 Quadratmetern registriert worden.

Zahl der Toten nach Angriff auf Wohnheim steigt auf 21

Nach einem mutmaßlich ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ukraine ist die Zahl der Toten nach Angaben russischer Behörden auf mindestens 21 gestiegen. Mehr als 40 weitere Menschen seien verletzt worden, hieß es am Samstagabend. Die von Moskau eingesetzten Behörden in Luhansk ordneten eine zweitägige Trauer um die Opfer an.

Brantner fordert europäische Friedensinitiative für Ukraine

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew eine europäische Friedensinitiative für die Ukraine gefordert. „Deutschland muss gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, Polen und unseren weiteren europäischen Partnern ein verlässliches Verhandlungsformat aufbauen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Parallel zu einer diplomatischen Initiative müsse Europa den Druck auf Moskau weiter erhöhen. Sie nannte weitere Sanktionen, härtere Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte und eine Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine.

Merz verurteilt russische Angriffe mit Oreschnik-Raketen

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die russischen Attacken auf die Ukraine scharf. Er bezeichnet die Angriffe und den Einsatz des Oreschnik-Raketensystems in einem Beitrag auf der Plattform X als rücksichtslose Eskalation. „Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine.“

Wadephul und Macron verurteilen russischen Raketenangriff auf Kiew

Außenminister Johann Wadephul verurteilt den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine. „Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation“, schreibt der CDU-Politiker auf der Plattform X. Dies bestärke ihn darin, die beim Nato-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen. Nur eine starke Ukraine werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken bewegen können. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron äußert sich auf X und verurteilt den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und den Einsatz der Hyperschall-Rakete. Dies bedeute eine Eskalation und zeige die Sackgasse des russischen Angriffskrieges auf. Er bekräftigt zudem die Unterstützung Frankreichs für die Ukraine.

Russischer Raketenangriff ist „nukleares Säbelrasseln“, laut Kallas

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wirft Russland wegen der jüngsten Raketenangriffe auf die Ukraine „nukleares Säbelrasseln“ vor. Der mutmaßliche Einsatz von Mittelstreckenraketen des Typs Oreschnik, die für atomare Sprengköpfe ausgelegt sind, sei eine politische Einschüchterungstaktik, schreibt Kallas auf X. Russland terrorisiere die Ukraine mit gezielten Angriffen auf Stadtzentren, weil das Land auf dem Schlachtfeld in einer Sackgasse stecke. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt den Einsatz von vier verschiedenen Raketentypen, darunter die Hyperschallrakete Oreschnik.

Russland bestätigt Einsatz seiner Oreschnik-Rakete

Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die „terroristischen Angriffe“ der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Das ukrainische Militär weist die Vorwürfe zurück und erklärt, es habe eine russische Drohnen-Kommandoeinheit ins Visier genommen.

Zum Einsatz kamen Russland zufolge zudem die Systeme Iskander, Kinschal und Zirkon. Die Angriffe hätten sich demnach gegen militärische Kommandozentralen, Luftwaffenstützpunkte und Rüstungsbetriebe in der Ukraine gerichtet und sind dem Ministerium zufolge alle erfolgreich verlaufen. 

Selenskyj: Russland setzte Oreschnik-Rakete ein

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt – erstmals nahe der Hauptstadt Kiew. Kremlchef Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj in einer am Morgen in Kiew veröffentlichten Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet. 

Die auch in Belarus von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent. Es war Selenskyj zufolge bereits der dritte Einsatz der Waffe in dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Zuvor hatte die ukrainische Flugabwehr von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern gesprochen. In der Auflistung der ballistischen Raketen war Oreschnik zunächst nicht aufgeführt. Eine russische Bestätigung für den Einsatz der neuen Waffe gab es am Morgen noch nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau äußert sich gewöhnlich im Laufe des Tages zu den eingesetzten Waffen und Zielen.

Polen sichert Luftraum nach Angriffen auf die Ukraine

Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine ist die polnische Luftwaffe im eigenen Luftraum im Einsatz. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Armee mit.

Ukraine: Tote und Dutzende Verletzte in Kiew nach Moskaus Angriffen

Bei den massiven russischen Angriffen mit Kampfdrohnen und Raketen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew laut Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Es gab auch mindestens 56 Verletzte – 30 von ihnen, darunter zwei Kinder, werden in Krankenhäusern behandelt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen bei Telegram mitteilte. Einsatzkräfte seien dabei, die Trümmer getroffener Wohnhäuser und Schäden zu beseitigen. 

Selenskyj warnt vor Schlag mit russischer Oreschnik-Rakete

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele einen Vergeltungsschlag Moskaus mit der besonders gefürchteten neuen Oreschnik-Mittelstreckenrakete. „Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet“, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Hauptstadt Kiew ist demnach auch in Gefahr.

Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine. 

Selenskyj warnte vor einem möglichen kombinierten russischen Angriff mit verschiedenen Waffentypen. „Es ist wichtig, ab heute Abend verantwortungsvoll auf Luftalarme zu reagieren“, appellierte er an seine Landsleute. „Der russische Wahnsinn kennt wirklich keine Grenzen, schützen Sie daher Ihr Leben – nutzen Sie Schutzbunker.“

Selenskyj pocht in Brief an EU auf volle Mitgliedschaft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Vorschlag von Kanzler Friedrich Merz zu einem Sonderstatus für Kiew in der EU seine Forderung nach einer vollen Mitgliedschaft bekräftigt. „Es wäre ungerecht für die Ukraine, in der Europäischen Union präsent zu sein, aber ohne Stimme zu bleiben“, schrieb Selenskyj an die EU-Spitzen in einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Der Erweiterungsprozess brauche viel zu lange, Europa müsse sich schneller bewegen und die Ukraine nicht in einem Warteraum halten, bis es die volle Mitgliedschaft gebe, betonte er. Merz (CDU) hatte für die Ukraine einen Sonderstatus als „assoziiertes Mitglied“ der EU vorgeschlagen, weil ein schneller vollständiger Beitritt aus seiner Sicht ausgeschlossen ist. Aus Sicht Berlins wird mit dem Vorschlag eine politische Brücke gebaut.

Nach Selenskyj-Kritik: Deutschland hält an EU-Fahrplan für Ukraine fest

Deutschland beharrt auf dem vorgestellten Fahrplan für einen EU-Beitritt der Ukraine. „Unser Vorschlag dient dazu, die notwendige Debatte zu eröffnen“, hieß es in Regierungskreisen. Jetzt sei eine ehrliche Auseinandersetzung nötig. „In der Substanz geht es jetzt vor allem darum, die Verhandlungskapitel zu eröffnen. Insofern besteht eine hohe Übereinstimmung mit den Vorstellungen des ukrainischen Präsidenten.“ Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen deutschen Vorschlag für eine „assoziierte“ EU-Mitgliedschaft als ungerecht abgelehnt.

Ukraine meldet Angriff auf russisches Öl-Terminal am Schwarzen Meer

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Öl-Terminal Schescharis – eines der größten am Schwarzen Meer – sowie das nahegelegene Öllager Gruschowa angegriffen. Der nächtliche Angriff habe ein Feuer in dem Terminal ausgelöst, teilt der ukrainische Generalstab über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem sei der Tanker „Chrysalis“ im Schwarzen Meer getroffen worden.

Erneut Drohne in Lettland abgestürzt

Im Südosten des EU- und Nato-Mitglieds Lettland ist eine Drohne nahe der Grenze zu Belarus abgestürzt. Das unbemannte Fluggerät sei auf dem Dridza-See in der Gemeinde Kraslava niedergegangen und beim Aufprall auf die Wasseroberfläche explodiert, teilte die lettische Polizei mit. Niemand sei verletzt worden bei dem Vorfall, über den die Behörden von Anwohnern informiert worden seien. Zu Herkunft und Art des Flugkörpers wurde zunächst keine Angaben gemacht.

Nach Angaben der Polizei waren Trümmerteile am Absturzort zu sehen. Einsatzkräfte und das Militär seien vor Ort, um den Vorfall zu untersuchen. Noch-Regierungschefin Evika Silina schrieb auf der Plattform X, dass sie mit den zuständigen Stellen in Kontakt stehe und nähere Informationen erwarte. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, den Anweisungen der Behörden zu befolgen.

Ukraine meldet gegenseitige Angriffe – russische Chemiefabrik getroffen

Die ukrainische Armee greift nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine große Chemiefabrik in der russischen Region Perm an. Die Produktion bei Metafrax Chemical in der rund 1700 Kilometer von der Grenze entfernten Region sei nach dem Angriff eingestellt worden. Das Werk liefere wichtige Komponenten für die russische Rüstungsindustrie, darunter für Drohnen, Raketentriebwerke und Sprengstoffe. Unterdessen trifft eine russische Drohne einen Trauerzug am Rande der nordostukrainischen Stadt Sumy.

Dabei werden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Ihor Kaltschenko ein Mensch getötet und weitere neun schwer verletzt. Lokalen Medienberichten zufolge traf eine gelenkte Angriffsdrohne die Straße in der Nähe eines Busses. Sumy liegt rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Gouverneur: Sewastopol rationiert Treibstoff für Autos

In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wird der Treibstoff für Autos rationiert. Die Abgabe ist bis auf Weiteres auf 20 Liter pro Fahrzeug begrenzt, teilt der örtliche Gouverneur Michail Raswoshajew mit. Er begründet den Schritt mit nicht näher genannten „logistischen Herausforderungen“. In Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert. Am Mittwoch meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass fast alle wichtigen Ölraffinerien in Zentralrussland nach ukrainischen Drohnenangriffen ihre Produktion stoppen oder drosseln mussten. Zudem gilt in Russland von April bis Ende Juli ein Exportverbot für Benzin. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärte am Donnerstag, die Behörden sähen keine Gefahr für die Kraftstoffversorgung.

Selenskyj: Lehnen Pläne für „assoziierte“ EU-Mitgliedschaft ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt einen deutschen Vorschlag für eine „assoziierte“ EU-Mitgliedschaft seines Landes ab. Dies sei ungerecht, da die Ukraine damit kein Stimmrecht in der Europäischen Union erhielte, schreibt Selenskyj in einem Brief an die EU-Spitze, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vorgeschlagen, der Ukraine als Zwischenschritt eine Teilnahme an EU-Treffen ohne Stimmrecht zu erlauben. Dies solle ein Abkommen zur Beendigung des Krieges erleichtern.

Selenskyj betont in dem Schreiben, nach der Abwahl des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban im vergangenen Monat sei der Weg für echte Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen frei. „Wir verteidigen Europa – und zwar vollständig, nicht nur teilweise und nicht mit halben Sachen.“ Die Ukraine verdiene daher eine faire Behandlung und gleiche Rechte.

Nach Kiews Drohnenangriff auf Wohnheim steigt Zahl der Toten

Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk ist die Zahl der Toten laut Behörden auf zehn gestiegen. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Insgesamt gebe es 48 Verletzte. Laut den örtlichen Behörden werden noch elf Studentinnen und Studenten vermisst. Die Suche nach ihnen in den Trümmern dauert demnach an.

Brand in russischem Ölterminal nach Drohnentrümmer-Einschlag

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Angaben in der Nacht zum Samstag ein Feuer an einem Ölterminal in Russland ausgelöst. Örtliche Behörden in der Region Krasnodar teilten mit, der Brand in der Stadt Noworossijsk sei von herabfallenden Drohnentrümmern verursacht worden. Zwei Menschen seien verletzt worden. Die betroffene Anlage wurde nicht genannt.

Das russische Medium Astra berichtete, ukrainische Drohnen hätten das Ölterminal und Depot Schescharis getroffen, einen Endpunkt wichtiger Ölpipelines des staatlich kontrollierten russischen Pipelineunternehmens Transneft in der Region. Von Astra veröffentlichte Bilder schienen Rauch über dem Ölterminal zu zeigen. Sie konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

Rubio: Bemühungen um Frieden in der Ukraine „leider nicht fruchtbar“

Die US-Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine befinden sich in einer Sackgasse. US-Außenminister Marco Rubio, der am Freitag am Nato-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg teilnahm, räumte ein, dass die diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kampfhandlungen keine nennenswerten Ergebnisse hervorgebracht hätten.

Die Verhandlungen im Verlauf des vergangenen Jahres seien „leider nicht fruchtbar“ gewesen, sagte er. Derzeit gebe es keine Gespräche. Diese könnten jedoch wieder aufgenommen werden, wenn Washington eine Chance auf Fortschritte sehe, sagte Rubio.

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