Tottenham sichert Klassenerhalt, West Ham muss runter – Chelsea verpasst Europapokal

Tottenham sichert Klassenerhalt, West Ham muss runter – Chelsea verpasst Europapokal

Liverpool löst CL-Ticket 

Tottenham sichert Klassenerhalt, West Ham muss runter – Chelsea verpasst Europapokal

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Das Zittern ist zu Ende: Tottenham Hotspur hat am letzten Spieltag der Premier League den Klassenerhalt gesichert. Die Spurs setzten sich dank Bayern-Leihgabe João Palhinha mit 1:0 gegen den FC Everton durch und sammelten am Ende einer desaströsen Saison mit insgesamt drei Trainern 41 Punkte. Den Gang in die Zweitklassigkeit muss dagegen West Ham United erstmals seit der Spielzeit 2011/12 antreten. Die Hammers holten gegen Leeds United zwar ein 3:0, 39 Zähler nach 38 Spielen waren aber zu wenig. Zuvor hatten die Abstiege von den Wolverhampton Wanderers und dem FC Burnley bereits festgestanden.

Im Kampf um die Champions League holte sich der FC Liverpool nach Meister FC Arsenal, Vize Manchester City, Man United und Europa-League-Sieger Aston Villa das fünfte Ticket. Nicht europäisch spielt in der nächsten Saison dagegen der FC Chelsea, der mit 1,16 Milliarden Euro die sechstwertvollste Mannschaft der Welt hat. In der Europa League dabei ist derweil der AFC Bournemouth, dessen Trainer ab der nächsten Spielzeit Marco Rose heißt.

Havertz feiert mit FC Arsenal und Tausenden Fans

Champions-League-Finalist Arsenal stand schon vor dem Spieltag als englischer Meister fest. Die Mannschaft um Nationalspieler Kai Havertz setzte sich mit 2:1 (1:0) bei Crystal Palace durch. Sportlich ging es um nichts mehr.

Vor dem Spiel zogen Tausende Arsenal-Fans feiernd durch die Straßen um den Selhurst Park in Süd-London. Die Tore für die Gunners erzielten Gabriel Jesus (42. Minute) und Noni Madueke (48.) nach Vorlage des eingewechselten Havertz.

Starcoach Pep Guardiola verpasste in seinem letzten Spiel mit Man City einen Sieg. Bei Aston Villa unterlag sein Team mit 1:2 (0:1). Guardiola verabschiedet sich nach zehn Jahren, in denen er mit City sechs Meisterschaften, die Champions League und dreimal den englischen Pokal gewann.

Salahs Abschied in Liverpool, Chelsea verpasst Europa

Der FC Liverpool verspielte beim Abschied von Mohamed Salah und Andrew Robertson eine Führung. Die Reds kamen an der Anfield Road gegen Brentford nur zu einem 1:1 (0:0), sind nach einer enttäuschenden Saison allerdings für die Königsklasse qualifiziert. Nach dem Abpfiff ließ sich Salah unter Tränen von den Fans feiern.

Der FC Chelsea verpasste es, seine verkorkste Saison noch einigermaßen versöhnlich abzuschließen und verspielte mit dem 1:2 (0:1) beim AFC Sunderland die Qualifikation für Europa. Vor dem letzten Spiel hatten die Londoner Platz acht belegt, der die Teilnahme an der Conference League bedeutet hätte. Mit einem Sieg hätte Chelsea nächste Saison sogar in der Europa League gespielt. Doch nun müssen sich die Blues mit ihrem neuen Trainer Xabi Alonso in der nächsten Spielzeit voll auf heimische Liga und Pokalwettbewerbe konzentrieren.

West-Ham-Abstieg kostet Steuerzahler Millionen

Der Abstieg West Hams in die 2. Liga kommt den Steuerzahler teuer zu stehen. Grund dafür ist der Mietvertrag für das London Stadium, in dem die Hammers seit 2016 ihre Heimspiele austragen. West Ham hat eine für 99 Jahre gültige Vereinbarung mit der Stadt London. Darin ist festgelegt, dass der Klub im Falle eines Abstiegs nur die Hälfte der Jahresmiete von rund 5 Millionen Euro (4,4 Mio. Pfund) bezahlen muss. Weitere kommerzielle Einnahmen des Stadions könnten sinken.

Die Finanzierungslücke im Londoner Haushalt müssen laut Bürgermeister Sadiq Khan die Steuerzahler ausgleichen, die ohnehin schon die Betriebskosten des Stadions finanzieren. Demnach würden zusätzliche 2,8 Mio. Euro (2,5 Mio. Pfund) an Kosten anfallen. Gleichzeitig kritisierte der Londoner Bürgermeister seinen Vorgänger Boris Johnson. Der habe 2012 „den denkbar schlechtesten Deal“ abgeschlossen, so Khan. Um einen Leerstand des für die Olympischen Spiele gebauten Stadions zu verhindern, wurde West Ham ein lukrativer Deal angeboten, der laut Kritikern zulasten der Steuerzahler geht.

Die Klub-Inhaber verkauften daraufhin trotz massiver Proteste die Spielstätte Boleyn Ground, auch Upton Park genannt. Das traditionsreiche Stadion, in dem die Hammers über 100 Jahre gespielt hatten, wurde seitdem abgerissen, um Platz für Wohnraum zu schaffen.

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