Moon Base: Nasa enthüllt Pläne für Mondbasis

Moon Base: Nasa enthüllt Pläne für Mondbasis

Moon Base: Nasa enthüllt Pläne für Mondbasis

Forscher sollen „dauerhaft“ dort arbeiten

So plant die Nasa: Baustellen-Roboter, die von Menschen angeleitet werden, sollen die Basis errichten

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Die USA wollen zurück auf den Mond – und diesmal bleiben. Am Dienstagabend stellte die Nasa in Washington ihre neue Strategie für eine dauerhafte Mondbasis vor. Es ist ein klarer Kurswechsel: Statt weiter vor allem auf die Mond-Raumstation „Gateway“ zu setzen, soll künftig der direkte Aufbau einer Infrastruktur auf der Mondoberfläche Vorrang haben.

Nasa plant dauerhafte Mondbasis am Südpol

Bei einer Pressekonferenz präsentierte die US-Raumfahrtbehörde ihre Pläne für eine langfristige menschliche Präsenz am Südpol des Mondes. Dort sollen Wohnmodule entstehen, Rover rollen, Energieanlagen Strom liefern und wissenschaftliche Labore arbeiten. Die Nasa macht es offiziell: Menschen sollen dauerhaft auf dem Mond leben und arbeiten. Die Behörde spricht ausdrücklich von einer „sustained human presence“ (dt. dauerhafte menschliche Anwesenheit) auf der Mondoberfläche.

Neue Missionsarchitektur für die Moon Base

Geplant sind häufigere Mondmissionen und neue Industriepartner, die beim Ausbau der Infrastruktur am Südpol helfen sollen. Nasa-Chef Jared Isaacman erklärte, die Mondbasis solle langfristige Wissenschafts- und Explorationsmissionen ermöglichen. Gleichzeitig diene sie als Vorbereitung für spätere Marsmissionen. Parallel veröffentlichte die Nasa neue Konzeptgrafiken der geplanten „Moon Base“. Zu sehen sind große Wohnmodule, Solarfelder, autonome Baustellen-Roboter, Rover und wissenschaftliche Labore. Die Nasa beschreibt die „Moon Base“ ausdrücklich als Wohn- und Arbeitsstation für Langzeitmissionen auf dem Mond.

Nasa-Illustration: So könnte die Mondstation der Nasa einmal aussehen

SpaceX und Blue Origin liefern Mondlander

Mehrere große Raumfahrtunternehmen sollen zentrale Bausteine der neuen Strategie liefern. SpaceX und Blue Origin gelten als wichtigste Kandidaten für die bemannten Mondlander. Beide Firmen entwickeln bereits Systeme für den Transport von Astronauten und Fracht zur Mondoberfläche.

Auch Robotik-Unternehmen wie Lunar Outpost spielen eine Schlüsselrolle. Die Firma arbeitet an autonomen Mondrovern und Infrastruktur-Fahrzeugen, die beim Aufbau helfen sollen. Internationale Partner bleiben Teil des Projekts. Offenbar weiterhin dabei: die Esa, die japanische Raumfahrtagentur JAXA, Kanada und Italien.

Gateway verliert an Bedeutung

Jahrelang galt das „Lunar Gateway“ als Herzstück des Artemis-Programms. Die Raumstation sollte den Mond umkreisen und als Zwischenstation für Astronauten dienen – vergleichbar mit der ISS im Erdorbit. Doch das Projekt wurde teurer, komplexer und verschob sich immer weiter. Bereits im März hatte Jared Isaacman angekündigt, Gateway werde „in seiner jetzigen Form pausiert“. Jetzt bestätigt die Nasa offiziell: Der Schwerpunkt soll künftig stärker auf Infrastruktur direkt auf der Mondoberfläche liegen.

Die Raumstation „Gateway“ (Illustration) sollte den Mond umkreisen, wird aber zu teuer

Nasa setzt auf Astronauten und Roboter

Auffällig: Die Nasa plant die Mondbasis ausdrücklich als gemeinsame Infrastruktur für Astronauten und Robotermissionen. In der offiziellen Beschreibung heißt es: „Robotic missions will work alongside astronauts.“ Maschinen sollen Infrastruktur vorbereiten, Material transportieren, wissenschaftliche Daten sammeln und später beim Ausbau der Mondbasis helfen. Die Nasa sieht darin einen wichtigen Schritt auch für spätere Marsmissionen.

Mond-Südpol wegen Wassereis im Fokus

Die geplante Basis soll im Südpol-Gebiet des Mondes entstehen, nahe dauerhaft schattiger Krater. Dort vermutet die Nasa große Mengen Wassereis. Dieses Eis könnte Trinkwasser liefern, Sauerstoff erzeugen und sogar zu Raketentreibstoff verarbeitet werden. Der Südpol gilt deshalb als Schlüsselregion für langfristige Mondmissionen und als möglicher Ausgangspunkt für spätere Flüge zum Mars.

81 Starts in drei Ausbauphasen geplant

Die Mondbasis soll schrittweise entstehen. Zunächst sollen Robotermissionen Infrastruktur vorbereiten, Energie aufbauen, Material transportieren und Baustellen automatisiert vorbereiten. Später folgen Astronauten mit Wohnmodulen, Laboren, Fahrzeugen und dauerhaften Versorgungssystemen. Nasa-Unterlagen nennen insgesamt 81 Starts in drei Ausbauphasen. Geplant sind 25 Missionen in einer ersten Aufbauphase, weitere 27 Flüge für den Ausbau der Infrastruktur und später nochmals 29 Missionen für eine dauerhaft nutzbare Mondstation.

Eine Konzeptgrafik zeigt Astronauten bei der Arbeit auf der Mondoberfläche

China und Russland erhöhen Druck

Hinter dem neuen Tempo steckt auch geopolitischer Druck. China arbeitet gemeinsam mit Russland an einer eigenen Mondstation mit dem Namen „International Lunar Research Station“. Beide Länder planen ebenfalls eine dauerhafte Präsenz am Mond-Südpol. Die Nasa will verhindern, beim neuen Wettlauf zum Mond ins Hintertreffen zu geraten. Intern wird die neue Mondstrategie auch als Antwort auf Chinas beschleunigte Mondpläne verstanden.

Artemis-Programm wird umgebaut

Mit Artemis II brachte die Nasa bereits erstmals seit Apollo wieder Astronauten in die Nähe des Mondes. Nach Berichten aus dem Umfeld der Nasa könnte Artemis III inzwischen deutlich verändert worden sein. Statt einer direkten Mondlandung soll die Mission offenbar vor allem Docking- und Testmanöver mit den neuen Mondlandern von SpaceX und Blue Origin durchführen.

Die erste neue bemannte Mondlandung des Programms könnte damit erst mit Artemis IV im Jahr 2028 stattfinden. Danach soll schrittweise mit dem Aufbau der Mondbasis begonnen werden. Sollte die Nasa ihre Strategie umsetzen, entstünden die erste dauerhafte Außenstation der Menschheit außerhalb der Erde und der erste konkrete Schritt Richtung Mars.

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