+++ Iran-Krieg +++: Israel fliegt offenbar mehr als 120 Luftangriffe auf den Libanon

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Iran-Krieg: USA weisen iranischen Bericht über US-Absichtserklärung zurück

Live-Blog Iran: Entwurf für US-Abkommen sieht Öffnung der Straße von Hormus vor +++ Iran verweigert wohl Verhandlungen über Uran +++ Israel bestätigt Tod des neuen Hamas-Führers in Gaza +++ Der Newsblog.
27.05.2026 – 17:22 Uhr Artikel anhören

Schiff im Persischen Golf: Das iranische Staatsfernsehen hatte von einer US-Absichtserklärung gesprochen, die die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Foto: -/kyodo/dpa

Weißes Haus: Iranischer Bericht über Entwurf für Absichtserklärung komplett erfunden

Das Weiße Haus weist einen Bericht staatlicher iranischer Medien über einen Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran als unwahr zurück. Es handele sich um eine komplette Erfindung, teilt das US-Präsidialamt mit.

Israel ruft Bewohner von Stadt im Libanon zur Flucht auf

Israels Armee hat erstmals seit Verkündung der Waffenruhe im Konflikt mit der Hisbollah im Libanon fast alle Einwohner der Küstenstadt Tyrus und umliegender Orte zur Flucht aufgerufen. Israel werde dort gegen die Hisbollah vorgehen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Grund seien die Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz auf Israel. 

Der Sprecher forderte die Menschen auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze verläuft. Israels Armee veröffentlicht ähnliche Fluchtaufforderungen vor anstehenden Angriffen derzeit häufig, betroffen sind meist Dörfer. Nicht betroffen von der jüngsten Warnung ist eine von Christen bewohnte Gegend in der Stadt.

Iran: Entwurf für Abkommen mit USA sieht Öffnung der Straße von Hormus vor

Dem Iran liegt einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge ein Entwurf für ein Rahmenabkommen mit den USA vor. Demzufolge sollen die USA ihre Truppen in unmittelbarer Nähe zum Iran abziehen. Zudem würden sie die Seeblockade aufheben. Im Gegenzug verpflichte sich der Iran, die Anzahl der Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. 

US-Kriegsschiffe wären jedoch von der Vereinbarung ausgenommen. Ihre Durchfahrt solle dem Bericht zufolge vom Iran in Kooperation mit Oman geregelt werden. Diese Absichtserklärung sei aber noch nicht finalisiert. Ohne Bestätigung werde der Iran keine Schritte unternehmen.

An den Rohstoffmärkten wird die Meldung offenbar als Zeichen der Entspannung interpretiert. Der Preis für ein Barrel der Rohöl-Sorte Brent zur Lieferung im Juli sinkt um vier Prozent auf rund 92 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit mehr als eine Monat.

Iran soll Verhandlungen über angereichertes Uran verweigern

Laut dem arabischen Nachrichtensender

Al Jazeera

 soll sich der Iran Verhandlungen über sein angereichertes Uran verweigern. Danach soll Ali Bagheri, stellvertretender Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, erneut bekräftigt haben, dass das Schicksal des Urans in den aktuellen Gesprächen mit den USA nicht zur Verhandlung steht.

„Dieses Thema steht nicht auf der Tagesordnung der Verhandlungen“, soll Bagheri der Nachrichtenagentur Fars am Rande einer internationalen Sicherheitskonferenz in Moskau gesagt haben. Die Zukunft des auf 60 Prozent angereicherten Urans bleibt zentraler Streitpunkt in den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran. 

Israel bestätigt Tod des neuen Hamas-Führers in Gaza

Nicht einmal zwei Wochen nach der Tötung seines Vorgängers hat Israel eigenen Angaben zufolge auch den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet. Mohammed Odeh sei nach monatelanger Überwachung am Dienstag in der Stadt Gaza ausgeschaltet worden, teilten Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Morgen mit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten zuvor einen Angriff auf Odeh eingeräumt.

„Odeh gehörte zu den letzten hochrangigen Kommandeuren des militärischen Arms der Hamas, die an der Planung und Ausführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren“, teilten Armee und Schin Bet am Morgen weiter mit. Aus Kreisen der Hamas hieß es ebenfalls, Odeh sei getötet worden. Eine offizielle Bestätigung der Terrororganisation für dessen Tod gab es aber zunächst nicht. Auch aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es, Odeh sowie vier Angehörige seien bei israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza ums Leben gekommen. Insgesamt habe es dabei am Dienstag sechs Tote gegeben.

Mohammed Odeh: Familie nimmt Abschied bei der Beerdigung des Hamas-Führers. Getty Images

Netanjahu: Angriff auf neuen Hamas-Führer in Gaza

Nach der jüngsten Tötung des militärischen Führers der Hamas im Gazastreifen hat Israel eigenen Angaben zufolge nun auch dessen Nachfolger angegriffen. Mohammed Odeh sei einer der Drahtzieher des Terrorüberfalls vom 7. Oktober 2023, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz am Abend. „Odeh war für die Ermordung, Entführung und Verwundung zahlreicher israelischer Bürger verantwortlich.“

Aus Israel und dem Gazastreifen gab es zunächst keine Angaben dazu, ob Odeh tatsächlich getroffen oder gar getötet wurde. Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es allerdings, dass bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in der Stadt Gaza mehrere Menschen ums Leben gekommen seien. Zudem habe es dabei mehrere Verletzte gegeben. Es war zunächst aber unklar, ob es sich bei dem Luftschlag um den Angriff auf Odeh handelte.

Libanon meldet 31 Tote bei israelischen Angriffen

Bei israelischen Angriffen im Libanon werden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 31 Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die Angriffe gelten nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen Zielen im Süden und Osten des Landes, wie aus diesen Kreisen gegenüber Reuters verlautet. Ein Vertreter des israelischen Militärs erklärt, die Armee gehe nach Vorgaben der politischen Führung auch jenseits der vorderen Verteidigungslinie gegen direkte Bedrohungen für israelische Bürger und Soldaten vor.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den VAE

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nennt der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. Im Irak hatten sich vom Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran zu Angriffen auf „feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region“ bekannt. 

Neue US-Angriffe belasten Iran-Verhandlungen

Der Iran hat den USA nach Angriffen zum Wochenstart Böswilligkeit und Unzuverlässigkeit vorgeworfen. Das iranische Außenministerium sprach von einer Verletzung der Waffenruhe und erklärte, Washington trage die Verantwortung für „alle Folgen“. „Die Islamische Republik Iran wird keinen Akt der Aggression unbeantwortet lassen.“ Zwischen den beiden Ländern laufen derzeit Verhandlungen über ein mögliches Abkommen, das den Krieg beenden soll.

Das US-Militär beschrieb die Angriffe im Süden des Irans vom Montag als defensiv. Unter den Zielen seien Raketenabschussvorrichtungen und Boote gewesen, die Minen gelegt hätten. Vor dem Hintergrund der seit dem 7. April geltenden Waffenruhe sei man maßvoll vorgegangen.

Insider: Israel fliegt mehr als 120 Luftangriffe auf den Libanon

Israel hat den Libanon nach Angaben aus deren Sicherheitskreisen mit über 120 Luftschlägen angegriffen. Dies sei eine der schwersten Bombardierungen seit Wochen, heißt es. Bei einem Angriff auf die Stadt Burdsch al-Schamali im Süden des Landes werden der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens zehn Menschen getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, das Militär weite seine Einsätze in dem Land aus.

Mann im Iran wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet

Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan bezeichnete den Mann als Rädelsführer für Operationen des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad und beschuldigte ihn, im Iran und im Ausland Mitglieder für den angeblichen Spionagering rekrutiert zu haben, um die Sicherheit des Landes zu gefährden. Nach Angaben der Agentur war er im Sportbereich tätig und reiste in Nachbarländer. Die iranische Justiz erklärte, der Oberste Gerichtshof des Landes habe das Todesurteil gegen den Mann bestätigt.

Menschenrechtsorganisationen werfen dem Iran vor, Beschuldigte immer wieder in nicht-öffentlichen Prozessen zu verurteilen, in denen sie die gegen sie erhobenen Vorwürfe nicht anfechten können.

Israel weitet Bodeneinsatz im Libanon aus

 Israel weitet seinen Militäreinsatz im Südlibanon aus. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Dienstag mit, Israel vertiefe seine Vorstöße im Nachbarland. Das Militär sei mit starken Kräften im Einsatz und bringe Gebiete unter seine Kontrolle. „Wir befestigen den Sicherheitsstreifen, um die nördlichen Gemeinden zu schützen“, erklärte der Regierungschef. Zwei Insidern zufolge rückten die israelischen Truppen über die Demarkationslinie hinaus vor. 

Diese sogenannte Gelbe Linie hatte Israel selbst nach einer Feuerpause mit der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz vom 16. April gezogen. Sie ist Teil einer geplanten Pufferzone, die fünf bis zehn Kilometer tief in den Südlibanon reicht. Ein israelischer Militärangehöriger sagte, die Armee gehe gezielt jenseits dieser Verteidigungslinie vor, um Bedrohungen für die israelische Bevölkerung abzuwenden.

Explosion an Öltanker vor Küste Omans – Treibstoff ausgetreten

Vor der Küste des Oman hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. 

Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.

Der Öltanker mit dem Namen „Olympic Life“ befand sich nahe der Stadt Maskat, als sich der Angriff ereignete, teilten Aufsichtsbehörden mit. Er setze seine Reise trotz des Schadens weiter fort. Rund zwei Millionen Barrel Öl können laut Schiffstrackingtools an Bord des Schiffes transportiert werden.

Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman auf einer NASA-Satellitenaufnahme. dpa

Marktforscher: Iran-Krieg treibt Lebensmittelpreise nicht

Energie und Kraftstoffe sind infolge des Iran-Kriegs für Verbraucher in Deutschland teurer geworden, bei Lebensmitteln bleiben Preissteigerungen laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens NIQ bislang aus. Bei Produkten des täglichen Bedarfs (FMCG) wie Lebensmitteln sowie Körperpflege- und Kosmetikprodukten gebe es demnach noch keine signifikanten Ausschläge. Der durchschnittliche Preis pro Packung bewege sich seit Beginn des Kriegs Ende Februar 2026 weitgehend stabil zwischen 2,01 und 2,08 Euro.

„Bislang bleibt der FMCG-Markt deutlich stabiler als beispielsweise zu Beginn des Ukraine-Kriegs“, sagte NIQ-Markenexperte David Georgi. Diesmal sei die deutsche Wirtschaft weniger direkt von den betroffenen Energie- und Rohstoffströmen abhängig. Dadurch wirkten mögliche Belastungen derzeit eher indirekt und verzögert. Auswirkungen auf die Preise im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten hielten sich noch in Grenzen, so Georgi.

Zugang zu Internet im Iran zum Teil wiederhergestellt

Im Iran ist der Zugang zum Internet teilweise wiederhergestellt worden. Dies teilt die auf die Beobachtung des Internets spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Iranische Staatsmedien hatten am Montag berichtet, Präsident Massud Peseschkian habe die Wiederherstellung des internationalen Internetzugangs angeordnet. Zuvor war der Zugang nach dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran für fast 90 Tage blockiert gewesen.

Iran fordert offenbar Freigabe von 24 Milliarden Dollar

Inmitten der Verhandlungen und der jüngsten Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA fordert Teheran die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Mit Inkrafttreten eines Rahmenabkommens zwischen den Kriegsparteien müsste die Hälfte von insgesamt 24 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle des iranischen Vermittlerteams.

Die restliche Summe müsse innerhalb einer 60-Tage-Frist, die für das Rahmenabkommen von beiden Kriegsparteien genannt wurde, überwiesen werden, hieß es bei Tasnim weiter. Auch die Agentur Fars berichtete, ohne eine Freigabe von Geldern sei keine Einigung möglich.

Iran: Haben auf US-Drohne und Kampfjet gefeuert

Nach Äußerungen der US-Streitkräfte in der Nacht über Angriffe auf den Iran spricht die Islamische Republik von Luftverteidigungsmaßnahmen. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten auf eine US-Drohne vom Typ RQ-4 und ein Kampfflugzeug des Typs F-35 gefeuert und eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper geortet, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag (Ortszeit).

Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten, die IRGC hätten eine US-Kampfdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen. Die Revolutionsgarden warnten zugleich vor jedem Bruch der Waffenruhe durch die USA und pochten auf ihr Recht auf Gegenschläge. Offizielle Äußerungen über Kampfhandlungen blieben von iranischer Seite zunächst aus. Ob sich die Mitteilung über das iranische Feuer auf die US-Drohne und das Kampfflugzeug auf Vorfälle des Vortags oder möglicherweise neue Vorfälle bezog, wurde nicht näher angegeben.

Iranische Revolutionsgarden: Nach US-Angriffen meldet der Iran Feuer auf Drohnen und Kampfjets sowie den Abschuss einer MQ-9-Drohne dpa

Palästinenser: Tote bei israelischem Luftangriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet worden. Eine israelische Drohne habe am Dienstag eine Rakete auf Bewohner des Flüchtlingslagers Maghasi abgefeuert, teilten Sanitäter mit. Die Bewohner hätten sich einer von Israel unterstützten und mit der herrschenden Hamas verfeindeten Palästinenser-Miliz entgegengestellt. Die Miliz habe versucht, in ein Gebiet östlich des Lagers einzudringen.

Bei dem Vorfall habe es auch mehrere Verletzte gegeben. Das israelische Militär nahm zunächst nicht dazu Stellung. Die Armee kämpft seit dem Hamas-Überfall auf Israel im Oktober 2023 gegen die radikalen Islamisten im Gazastreifen.

Medien: Irans Revolutionsgarden drohen USA mit Vergeltung

Die iranischen Revolutionsgarden behalten sich das Recht auf Vergeltung für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA vor. Dieses Recht sei legitim, erklärt die Elite-Einheit staatlichen Medien zufolge. Zudem melden die Garden, dass Luftabwehreinheiten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen hätten. Sie hätten außerdem das Feuer auf einen Kampfjet eröffnet, der in den iranischen Luftraum eingedrungen sei.

Nachricht auf Chamenei-Kanal: Golfstaaten kein Schutz mehr für USA

Die USA können sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal des obersten iranischen Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betont Chamenei in der Mitteilung. Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein.

Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt. Die USA und der Iran ringen derzeit um einen Weg zur Beendigung des seit fast drei Monaten anhaltenden Krieges. Ungeachtet dessen nahmen die USA ihre Angriffe zuletzt wieder auf.

Bericht: Zwölf Menschen bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Dorf im Osten des Libanons sind einem staatlichen Medienbericht zufolge zwölf Menschen ums Leben gekommen. Der Angriff sei am Montagabend im Bekaa-Tal erfolgt, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA am Dienstag.

Zuvor hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitgeteilt, dass er verstärkte Angriffe auf die militante Hisbollah im Libanon genehmigt habe. Das israelische Militär kommentierte den Angriff auf das Dorf zunächst nicht. Es teilte aber am Montag mit, dass es Hisbollah-Ziele im Osten des Libanons angreife.

US-Außenminister: Gespräche mit dem Iran dauern noch an

Die Verhandlungen mit dem Iran über ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Katar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung, was noch einige Tage dauern könne, sagt er. Zu den jüngsten US-Angriffen im Iran erklärt Rubio, die Seewege müssten frei bleiben. „Die Meerengen müssen offen sein, sie werden auf die eine oder andere Weise offen sein“, so Rubio.

US-Militär bestätigt Angriffe auf Ziele im Iran und Minenleger-Boote

Das US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden des Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Die „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, erklärte ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom). Das US-Militär übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber seine eigenen Verbände. 

Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele. 

Medien: USA greifen Ziele im Iran an

US-Streitkräfte greifen einem Medienbericht zufolge im Süden des Iran Ziele an. Es handele sich um Angriffe zur Selbstverteidigung, berichtet der Sender Fox News unter Berufung auf das US-Zentralkommando (Centcom). Dabei seien unter anderem Raketenabschussanlagen sowie iranische Boote beim Versuch, Minen zu verlegen, getroffen worden.

Trump: Angereichertes Uran des Irans wird zerstört werden

Das im Iran bereits angereicherte Uran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Entweder es werde „sofort“ an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. 

Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meinte Trump – und verwies auf die „Atomenergie-Kommission“. Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO mit Sitz in Wien meint.

Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs spiegelte – also ob es bislang nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt oder ob das ein bereits vereinbarter Bestandteil des Deals sein könnte. 

Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran Teherans ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen „weitgehend“ ausgehandelt worden sei.

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