Israel hat seine Angriffe gegen die Hisbollah im Libanon ausgeweitet und ein großes Gebiet im Süden des Landes zur »Kampfzone« erklärt. In der Stadt Tyrus sei Infrastruktur der von Iran unterstützten Miliz attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen.
Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das »verdächtige« Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Bei dem Angriff südlich der Küstenstadt Sidon am Morgen sind dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge sechs Menschen getötet worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Darunter seien zwei Kinder sowie deren Mutter und Vater, hieß es. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte berichtet, dass es sich bei den Getöteten um eine Familie gehandelt habe, die aus dem Süden geflohen sei.
NNA meldete darüber hinaus, dass bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Motorrad bei der Küstenstadt Tyrus zwei Menschen getötet wurden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist darunter auch ein Kind. Es habe sich um syrische Staatsbürger gehandelt. Das israelische Militär äußerte sich bislang nicht zu den Todesmeldungen.
Eine Waffenruhe, die keine ist
Eigentlich gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Darauf hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei in dem Krieg ist, geeinigt. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab.



