Anna-Maria Ferchichi verrät im BILD-Podcast ihr Ehegeheimnis: „Wir haben Bushido von Zuhause ausgesperrt“
Anna-Maria Ferchichi (44) und Bushido (bürgerlich: Anis Ferchichi, 47) sprechen im BILD-Podcast über ihre Ehe
München (Bayern) – Es ist ein Satz, der hängen bleibt: „Wir haben Bushido von unserem Zuhause ausgesperrt.“ Anna-Maria Ferchichi (44) sagt das im BILD-Podcast „MayWay“ ruhig, fast selbstverständlich. Neben ihr sitzt Anis Ferchichi (47) – für viele noch immer der Rapper Bushido. Für sie war er von Anfang an vor allem eines: ein anderer Mensch als die Figur, die die Öffentlichkeit kennt. „Ich habe in einer Nacht 2011 Anis kennengelernt und war erstaunt, dass er gar nichts mit Bushido zu tun hat. Ich habe da einfach seinen Kern gesehen, und der Kern ist gut.“
Genau deshalb war für sie früh klar, dass der Rapper Bushido im Privatleben keinen Platz haben soll. „Wir haben strikt Bushido von unserem Zuhause eigentlich ausgesperrt“, sagt sie. Die Öffentlichkeit habe seine Rolle gesehen, sie aber den Menschen. Für sie war das kein Trick, sondern eine Haltung. Zu Hause ging es nicht um Image, Härte oder Provokation, sondern um das, was hinter der Fassade liegt.
Anna-Maria und Bushido sind gerade mit ihrer Großfamilie von Dubai nach Bayern gezogen
Bushido: „Hätte nie gedacht, so lieben zu können“
Bushido selbst beschreibt diesen Weg als langen Prozess. Er sagt, er habe viele Jahre ein Auftreten gepflegt, das nicht immer zu ihm als Privatmann gepasst habe. Erst die Familie habe ihn verändert. Anna-Maria habe dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Sie habe viel Geduld mitgebracht, viel Zeit investiert und nicht aufgegeben. „Ich hätte nie gedacht, jemals so glücklich sein zu können. Ich hätte nie gedacht, jemals so lieben zu können“, sagt er heute über sein Leben mit ihr und den Kindern.
Dass er sich so stark verändert hat, hat auch mit seiner Herkunft zu tun. Bushido wuchs ohne Vaterfigur auf, seine Mutter arbeitete sein Leben lang und hielt die Familie mit mehreren Jobs zusammen. „Mein Familienleben hat an sich gar nicht existiert“, so Bushido. „Ich wusste auch nicht, wie es ist, mit dem Vater irgendwas zu machen oder mal von der Schule abgeholt zu werden.“ Früh war er auf sich gestellt, früh machte er sein eigenes Ding. Mit 13 rutschte er in schwierige Kreise ab, kam mit Drogen und Rauchen in Berührung. Gleichzeitig blieb da immer diese andere Seite: „Als kleiner Junge sparte er auf eine Kugel Eis, die meine Mama mochte“, erzählt Anna-Maria. Auch bei Blumen dachte er an beide Frauen in seinem Leben: „Wenn Anis mir Blumen mitgebracht hat, hat er seiner Mama auch immer Blumen mitgebracht.“
Bushido und Anna-Maria haben sich 2011 kennengelernt, 2012 geheiratet
Für Anna-Maria war genau das der Beweis, dass hinter der harten Figur etwas Sensibles steckt. Sie spricht von dem verletzten Jungen, vom loyalen Sohn und vom Romantiker. „Das war so fernab deiner Kunstfigur“, sagt sie über die ersten gemeinsamen Jahre. Die Familie wurde für beide zum Wendepunkt. Aus einer Beziehung, die von außen oft unterschätzt wurde, wurde ein stabiles System mit acht Kindern, viel Verantwortung und klaren Regeln.
DER Krisenmoment von Bushido und Anna-Maria
Auch der schwere Krisenmoment in ihrer Ehe spielte dabei eine große Rolle. Als in der Drillingsschwangerschaft 2021 eines der Kinder schwer krank war, änderte sich für Bushido der Blick auf das Leben noch einmal grundlegend. „Dann weißt du, was es bedeutet, eben nicht reich zu sein“, beschreibt er diese Zeit. Das Geld habe die Angst um das Kind nicht nehmen können. Für ihn wurde klar, dass Reichtum nicht mehr nur mit Vermögen zu tun hat, sondern mit Familie, Gesundheit und Zusammenhalt. Genau deshalb sagt er heute: „Ich bin ohnehin der reichste Mensch auf diesem Planeten, weil ich eine tolle Frau habe und acht gesunde Kinder.“
Die Podcastfolge fand live auf dem OMR-Festival statt
Auch im Alltag zeigt sich der Wandel. Bushido ist längst in einem ruhigeren Leben angekommen, steht morgens früh auf, bringt die Kinder zur Schule. Anna-Maria beschreibt ihn als Mann, der heute Verantwortung trägt und als Vater funktioniert. Gleichzeitig bleibt die Ehe nicht frei von Konflikten, aber sie ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Für sie ist klar: Sie haben sich nicht nur als Paar gefunden, sondern auch als Team.
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