+++ Iran-Krieg +++: US-Militär hat Ziele im Iran angegriffen – Teheran meldet Gegenschlag

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Iran-Krieg: Teheran stellt Gespräche mit den USA wegen Israel-Offensive ein

Live-Blog Trump: Keine Iran-Stellungnahme zur Verhandlungs-Aussetzung +++ Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf +++ Behörde meldet Explosion auf Frachtschiff nahe Irak +++ Der Newsblog.
01.06.2026 – 18:59 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Israelische Offensive im Libanon: Teheran reagiert auf die Angriffe der israelischen Armee. Foto: REUTERS

Iranische Medien: Teheran beendet Kommunikation mit den USA

Einer Meldung der staatsnahen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge beenden die iranischen Verhandlungsführer die Kommunikation mit den USA. Der Grund sei die Offensive der israelischen Armee im Libanon. Der Iran behalte sich zudem vor, die Straße von Hormuz erneut komplett zu blockieren. Die Ölpreise stiegen nach der Meldung um mehr als sieben Prozent, der Dax und die US-Börsen fielen ins Minus.

Tasnim zufolge soll es erst dann neue Gespräche geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. Dazu gehörten ein sofortiges Ende des israelischen Kampfeinsatzes im Libanon und der Rückzug aus den im Libanon besetzten Gebieten.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angeordnet, die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen – nach israelischen Angaben, um dort gegen die radikal-islamische Hisbollah-Miliz vorzugehen. Die Hisbollah ist mit der iranischen Regierung verbündet. Damit steht eine neue Eskalation des Konflikts bevor. Nach israelischen Warnungen begannen zahlreiche Menschen, aus dem Süden Beiruts zu fliehen.

Die USA bemühten sich, den Konflikt zu entschärfen. US-Außenminister Marco Rubio schlug einen Plan zur schrittweisen Deeskalation vor, über den er mit Israel und dem Libanon spreche. Der Vorschlag sieht vor, dass die Hisbollah ihre Angriffe einstellt und Israel im Gegenzug auf Luftschläge auf Beirut verzichtet.

Libanon: Schäden und Tote nach Angriff nahe einem Krankenhaus

Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Strom auf der Intensivstation infolge des Angriffs ausgefallen sei. Eine Opferzahl wurde zunächst nicht genannt. 

Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht.

Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf

Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. 

Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei der israelische Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus.

Trump: Keine Iran-Stellungnahme zu möglicher Aussetzung von Verhandlung

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten keine Stellungnahme des Irans zu Berichten erhalten, wonach die Islamische Republik die Verhandlungen mit den USA über Vermittler ausgesetzt habe. „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen – ich glaube, wir haben zu viel geredet“, sagt Trump dem Sender NBC News. „Ich denke, zu schweigen wäre sehr gut, und das könnte für eine lange Zeit so sein.“ Man werde nun aber nicht direkt beginnen, erneut Bomben über dem Iran abzuwerfen, sagte Trump weiter.

Behörde: Explosion auf Frachtschiff nahe Irak

Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitteilte, wurde das Schiff während der Durchfahrt durch den Golf von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen. Dadurch kam es zu einer größeren Explosion an Bord.

Hinweise auf Umweltschäden lägen bisher nicht vor. Die zuständigen Behörden hätten Ermittlungen zur Ursache und den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen. Die irakischen Behörden äußerten sich zunächst nicht. Genauere Angaben zum Ursprung des Projektils lagen zunächst nicht vor.

Jetzt im Podcast: Gegenseitige Angriffe von USA und Iran erschweren Friedensverhandlungen.

Brantner kritisiert Israels Militärschläge im Libanon scharf

Grünen-Chefin Franziska Brantner kritisiert das militärische Vorgehen Israels im Libanon scharf. „Dort wird ein Land, ein ganzer Streifen unbewohnbar gemacht“, sagte sie in Berlin. Begriffe wie Pufferzone, Sicherheitszone und Evakuierung seien beschönigend. 

Es sei furchtbar, dass die Hisbollah-Miliz sich im Februar den Angriffen des Irans auf Israel angeschlossen habe, sagte Brantner. Das sei verheerend für die Menschen im Norden Israels, aber auch für die libanesische Bevölkerung gewesen, und es sei verständlich, dass Israel darauf reagiert habe. Das Vorgehen des israelischen Militärs gehe inzwischen aber weit darüber hinaus. Zivilisten und Zivilistinnen würden massiv beschossen, das werde nur zu mehr Verzweiflung und Radikalisierung führen.

Centcom: Iran hat US-Truppen in Kuwait angegriffen

Das US-Militär hat Angaben des Militär-Zentralkommandos (Centcom) zufolge zwei iranische ballistische Raketen abgefangen. Diese sollen auf US-Truppen in Kuwait gezielt haben. Dem Zentralkommando zufolge sei niemand verletzt worden.

Beirut hält an Gesprächen mit Israel fest

Der Libanon hält trotz einer weiteren Eskalation im Krieg zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah an Friedensgesprächen fest. Ein libanesischer Diplomat, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, Beirut wolle weiterhin Gespräche über eine Beendigung des Konflikts führen. Eine Fortsetzung der direkten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington war für Dienstag geplant.

Ein US-Regierungsvertreter sagte am Sonntag, Außenminister Marco Rubio habe mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesprochen. Rubio habe einen neuen Weg vorgeschlagen, um die Verhandlungen fortzusetzen. Nach dem Vorschlag würde die Hisbollah alle Angriffe auf Israel einstellen. Israel würde im Gegenzug darauf verzichten, seine Militäroperationen in der libanesischen Hauptstadt Beirut auszuweiten, sagte der US-Regierungsvertreter.

Israel nimmt Kreuzritterfestung Beaufort im Südlibanon ein

Iran macht USA und Israel für stockende Verhandlungen verantwortlich

Der Iran macht tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe im Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA verbunden.

Netanjahu ordnet Angriffe auf Hisbollah-Hochburg bei Beirut an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist das Militär an, Ziele in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. Dies teilt Netanjahu in einer Erklärung mit. Bei dem Gebiet handelt es sich um die Hisbollah-Hochburg Dahija.

Trump gibt sich optimistisch zu möglichem Abkommen mit Iran

US-Präsident Donald Trump hat sich ungeachtet der jüngsten Angriffe am Persischen Golf optimistisch zur Möglichkeit eines Abkommens mit dem Iran geäußert.

„Der Iran will wirklich einen Deal machen, und es wird ein guter Deal für die USA und diejenigen sein, die mit uns sind“, schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social, ohne die Angriffe auf Iran und Kuwait vom Wochenende zu erwähnen. „Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich, es wird am Ende alles gut gehen“, forderte er und warf Kritikern fehlenden Patriotismus vor.

Wieder Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Im Iran sind wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Aufständen im Januar hingerichtet worden. Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki wurde unter anderem zur Last gelegt, während der Massenproteste eine Moschee in Brand gesetzt zu haben, wie das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan berichtete. Das Urteil sei am Montagmorgen vollstreckt worden, hieß es weiter.

Mehr als ein Dutzend Exekutionen wurden bereits im Zusammenhang mit den Protesten vollstreckt. Die Demonstrationen waren Ende Dezember wegen der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.

US-Militär greift nach Drohnenabschuss iranische Ziele an

Nach dem Abschuss einer US-Drohne durch Teheran reagiert das US-Militär mit Angriffen auf iranische Stellungen.

Das US-Militär hat am Wochenende Radar- und Drohnenkontrollzentren im Iran bombardiert, nachdem Teheran zuvor eine amerikanische Drohne abgeschossen hatte. Das zuständige Regionalkommando (Centcom) 

sprach auf der Plattform X

 von „Selbstverteidigungsschlägen“ und warf Teheran „aggressives Handeln“ vor. Die US-Drohne vom Typ MQ-1 sei über internationalen Gewässern abgeschossen worden, hieß es weiter. 

Im Detail teilte Centcom mit, US-Kampfflugzeuge hätten bei „gezielten Angriffen“ in Goruk sowie auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm iranische Luftabwehrsysteme zerstört, ebenso eine Bodenkontrollstation und zwei Kamikaze-Drohnen. Diese hätten eine unmittelbare Bedrohung für Schiffe in den regionalen Gewässern dargestellt. US-Soldaten seien bei den Einsätzen nicht zu Schaden gekommen.

Kuwait meldet feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen

Im Golfstaat Kuwait ist am Morgen wegen feindlicher Luftangriffe mit Raketen und Drohnen Alarm ausgelöst worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte der Generalstab der Armee auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe schwieg die Armee. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch schon mehrmals solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der Waffenruhe hatten auch die Golfstaaten zuletzt vereinzelt Beschuss gemeldet.

Insider: USA dringen auf neue Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah

Die USA unternehmen einem Insider aus US-Regierungskreisen zufolge einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Hisbollah-Miliz solle alle Angriffe auf Israel einstellen und im Gegenzug müsse Israel auf eine Eskalation in Beirut verzichten, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. 

US-Außenminister Marco Rubio spreche über diesen Plan bereits mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Aoun versuche, den Vorschlag voranzutreiben, fordert der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri dem Insider zufolge, dass Israel zuerst das Feuer einstellt.

Britische Außenministerin fordert Ende der Eskalation im Libanon

Die britische Außenministerin Yvette Cooper fordert ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon. Die Eskalation habe Zivilisten getötet und vertrieben, Infrastruktur zerstört und den Raum für Diplomatie eingeschränkt, erklärt sie auf der Kurznachrichtenplattform X. Zugleich müsse die Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstellen und sich entwaffnen. Alle Seiten müssten die Waffenruhe respektieren und ernsthaft verhandeln.

Wadephul besorgt über israelischen Vorstoß im Libanon

Bundesaußenminister Johann Wadephul äußert sich besorgt über das Vorrücken der israelischen Armee im Südlibanon. Zwar handele es sich um eine Reaktion auf die Angriffe der Hisbollah-Miliz, die aufhören müssten. Eine weitere Eskalation verschärfe jedoch die Lage und sorge für neue Fluchtbewegungen. „Wenn es aber Zivilistinnen und Zivilisten sind, die den Preis einer militärischen Eskalation zahlen und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar werden, macht das Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer“, erklärte der Minister. Israel müsse die Zivilbevölkerung schützen. Die libanesische Regierung müsse entschieden gegen die Hisbollah vorgehen.

Iranische Revolutionsgarden greifen Stützpunkte im Nordirak an

Die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden greifen iranischen Staatsmedien zufolge Stützpunkte von Separatistengruppen im Nordirak an. Welche Orte genau von den Angriffen betroffen sind, ist zunächst unklar.

Iran nimmt Gasförderung auf drei Plattformen nach Angriffen wieder auf

Der Iran nimmt die Förderung auf drei Offshore-Plattformen im Gasfeld Süd-Pars wieder auf, nachdem diese infolge israelischer Angriffe auf Verarbeitungsanlagen an Land gestoppt werden musste. Die Plattformen selbst seien nicht beschädigt worden, sagt der Chef der Pars Oil and Gas Company, Turadsch Dehgani, staatlichen Medien. Das geförderte Gas werde nun zu anderen Verarbeitungsanlagen in der Region umgeleitet, während die Reparaturen an den beschädigten Einrichtungen andauerten.

Iran-Chefunterhändler knüpft Abkommen mit USA an Bedingungen

Der Iran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor der Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.

Israel nimmt strategisch wichtige Festung im Südlibanon ein

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge im Süden des Libanons die strategisch gelegene Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Sie weitete damit ihre Bodeneinsätze im Nachbarland weiter aus, wie es in einer Mitteilung am Morgen hieß. Das Foto eines dpa-Reporters zeigte eine israelische Flagge, die auf der Festung gehisst wurde. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage dazu zunächst nicht.

Das israelische Militär warf der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, in der Gegend Einrichtungen zu haben und von dort aus auch Angriffe ausgeführt zu haben. Israel geht in dem Gebiet laut eigenen Angaben etwa gegen Raketenabschussrampen der vom Iran unterstützten Schiitenorganisation vor. Ein Armeesprecher bezeichnete die Festung als „Symbol der Arroganz“ der Hisbollah. 

Teheran verlangt für Einigung mit Washington eingefrorene Milliarden zurück

Während eine Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran weiter aussteht, rückt in Teheran zunehmend die Bedeutung eingefrorener iranischer Auslandsvermögen in den Fokus. Iranische Medien und andere Beobachter der Verhandlungen gaben sich überzeugt, dass eine vorläufige Einigung in den Gesprächen aus Sicht der Führung in Teheran entscheidend mit der Freigabe von blockiertem Geld zusammenhängt.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, der Iran habe wiederholt betont, dass vor jeder Einigung zunächst der Status der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte geklärt werden müsse. Auch die Nachrichtenagentur Fars schrieb, US-Präsident Trump habe ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung zwölf Milliarden US-Dollar auf eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Damit widersprach sie Aussagen des US-Präsidenten zum Rahmenabkommen.

Ohne diese Freigabe werde der Iran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten, hieß es bei Fars. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte Mitte der Woche bei einem Treffen mit Wirtschaftsfunktionären erklärt, das „zentrale Schlachtfeld“ sei derzeit der Wirtschaftskrieg mit den USA.

Experten zufolge sind finanzielle Fragen für die Islamische Republik angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land und des kostspieligen Kriegs von größter Bedeutung. Insgesamt liegen Schätzungen zufolge mehr als 100 Milliarden US-Dollar an iranischem Geld auf Konten im Ausland, die im Zuge von Sanktionen teils oder gänzlich gesperrt sind.

US-Militär stoppt Handelsschiff auf dem Weg in den Iran

Das US-Militär hat nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein weiteres Handelsschiff daran gehindert, die US-Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Das Schiff „Lian Star“, das unter der Flagge Gambias gefahren sei, habe mehrere Warnungen des US-Militärs ignoriert, als es in der Nacht zum Samstag versucht habe, in einen iranischen Hafen einzufahren, verlautete aus US-Kreisen. Das Schiff sei im Golf von Oman von US-Schiffen betriebsunfähig gemacht worden und stecke nun dort fest.

Das US-Militär hat damit insgesamt schon sechs Schiffe gestoppt, die versucht haben, sich über die Blockade hinwegzusetzen. Die USA hatten die Blockade am 17. April eingeführt, weil der Iran die Straße von Hormus nach dem Beginn des Kriegs gegen ihn durch Israel und die USA mehr oder weniger geschlossen hat.

Hegseth: Sind zu erneuten Angriffen auf Iran bereit

Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreit erzielt werden. „Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen“, sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. „Wir sind also in einer sehr guten Position.“

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