Schlüssel verlegt, Koffer vermisst? Tracker wie der Apple AirTag, Samsungs SmartTag und Tile sollen helfen: Wir haben acht Schlüsselfinder im Test geprüft. Zuerst sehen Sie die Bestenliste, darunter erklärt der Testbericht. Unser Testsieger, der AirTag 2 von Apple ist gerade rabattiert – ebenso wie die AirTags der 1. Generation.
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Preistipp für Apple-Nutzer:Apple AirTag 1: Abverkauf zum Schleuderpreis
Wer auf die verbesserte Nahbereichsortung des AirTag 2 (höhere Funkreichweite, lauterer Signalton) verzichten kann, kann aktuell ordentlich Geld sparen: Denn die erste AirTag-Generation wird derzeit zu Sonderpreisen abverkauft. Insbesondere das 4er-Paket des AirTag (1. Generation) ist attraktiv, zum Veröffentlichtungszeitraum etwa bei Amazon besonders günstig zu haben. Auch hier gilt aber: Ohne iPhone lassen sich AirTags nicht einrichten.
Testsieger für iPhone-Nutzer:Der AirTag 2 ist der beste Schlüsselfinder!
Schon der erste AirTag von 2021 konnte in unserem Test überzeugen, erleichtert iPhone-Nutzern das Aufspüren verlorener Gegenstände – vom Schlüssel bis zum Koffer. Und auch zu Hause findet man Vermisstes via Airtag zuverlässig über eine spezielle Nahfunk-Suche oder per Alarmton.
Jetzt ist der Nachfolger da – und tatsächlich zeigte sich die zweite Generation („AirTag 2“) im Test des BILD-Kaufberaters deutlich verbessert. Äußerlich ähnelt er nach wie vor einem dicken Mentos-Minzbonbon. Doch in unserem Labor zeigte sich der Tracker sowohl bei der Lautstärkemessung als auch bei der Funkreichweite deutlich stärker als der Vorgänger.
Beim Auslösen des Alarmtons erreichte der AirTag 2 Spitzenlautstärken von 16 bis über 20 Sone – der Vorgänger kam nur auf rund 11 Sone. Und auch die Funkreichweite beim Orten in der Nähe (geht bei allen neueren iPhones mit Ausnahme des 16e) lag bei stattlichen 25 bis 50 Metern.
Nicht immer ist ein Nachfolge-Produkt zwingend besser, aber hier gilt ganz klar: Wer ein iPhone hat, für den ist der AirTag 2 die beste Wahl.

(Foto: BILD-Kaufberater)
Mit einem Einzelpreis von rund 30 Euro und einem 4er-Set-Preis von knapp 100 Euro gehört der AirTag zwar nicht zu den günstigsten Modellen, bietet dafür aber eine Menge Funktionalität. In der Wohnung überzeugt er im Test mit präziser Ortung – und selbst draußen ist er dank des riesigen Apple-Netzwerks sehr gut auffindbar.
Das Gerät lässt sich – wie sein Vorgänger – in Taschen verstauen, per Zubehör als Schlüsselfinder nutzen oder in einer speziellen Fahrradklingel verstecken.

(Foto: BILD-Kaufberater)
Pluspunkte sammelt der Airtag mit Extras wie einem Stalking-Schutz und NFC-basierten Fundinformationen, mit denen ehrliche Finder Informationen erhalten können, die der Besitzer freiwillig hinterlegt (es muss nicht der volle Name sein!). Beides macht ihn als Diebstahlschutz nicht perfekt, dennoch wird er dafür oft erfolgreich eingesetzt. Stalking-Schutz bedeutet: Bewegt sich ein fremder Tracker über längere Zeit mit einem mit, bekommt man eine Warnmeldung auf sein Smartphone.
Und: Wer eine Apple Watch besitzt, kann den Airtag 2 auch direkt via Uhr aufspüren, ab der Apple Watch 9 im Nahbereich mit genauer Ortung via Funk.
Nicht perfekt: Der AirTag kann umgekehrt ein verlegtes iPhone nicht aufspüren und hat nach wie vor keine integrierte Halteöse.
Testsieger für Samsung-Nutzer:Samsungs Galaxy SmartTag 2 mit Halteöse
Wer ein Samsung-Handy besitzt, liegt mit dem Samsung Galaxy SmartTag 2 richtig. Anders als die ersten Samsung SmartTag-Modelle ist er wasserdicht und verfügt über eine praktische Öse zur Befestigung am Schlüsselbund.
Allerdings funktioniert der SmartTag 2 nur in Kombination mit einem Samsung-Galaxy-Smartphone. Und es gibt eine weitere Einschränkung: Die besonders präzise Ortung via Ultrawideband (UWB) funktioniert nur mit Galaxy-S-Plus- oder -Ultra-Modellen, nicht mit den kleineren S- oder günstigen A-Modellen.
Allround-Tipp für Innenräume:Tile Mate Essentials mit Rückwärtssuche
Im Haus oder in der Wohnung können die Tracker von Tile echte Helfer sein. Ob flach wie der Tile Slim oder im Mini-Format wie der Tile Sticker – das Essentials-Paket enthält mehrere Modelle für zahlreiche Anwendungsszenarien. Besonders praktisch ist die umgekehrte Suche per Doppelklick am Gerät, durch die sich das Smartphone aufspüren lässt.
Der größte Nachteil: Das Tile-Netzwerk ist klein, daher sind verlorene Gegenstände draußen oft nicht auffindbar. Immerhin: QR-Codes auf den Geräten erhöhen die Chancen, informiert zu werden, wenn jemand sie findet.
So testen wir:Schlüsselfindern auf der Spur
Wie zuverlässig lassen sich Alltagsgegenstände wiederfinden? In mehreren Praxistests wurden die Tracker auf Herz und Nieren geprüft. Realitätsnahe Szenarien wie die Suche nach einer „verlorenen“ Tasche im Supermarkt oder beim Pendeln durch die Großstadt zeigten die Stärken und Schwächen der Suchnetzwerke.
Auch die Reichweite im Freien wurde gemessen – zum Beispiel in einem Naturschutzgebiet. Die Redaktion prüfte zudem die Genauigkeit der Navigation in Innenräumen sowie die Verarbeitungsqualität und den Schutz gegen Staub und Wasser.

(Foto: BILD-Kaufberater)
Praktisch jeder Schlüsselfinder lässt sich im Nahbereich auch durch Auslösen eines Alarmpieptons über das gekoppelte Smartphone akustisch orten. Im Labor wird in einer Lautheitsbox die Spitzenlautstärke gemessen.

(Foto: BILD-Kaufberater)
AirTag-Alternative:Eufy Security SmartTrack Link
Der Eufy Security SmartTrack Link ist eine preisgünstige Alternative zum Apple AirTag. Dank integrierter Öse lässt er sich direkt befestigen, ganz ohne Zusatz-Zubehör. Was fehlt: UWB-Unterstützung, etwa für präzises Indoor-Tracking. Und auch draußen dauert es mitunter zu lange, bis er gefunden wird – fast fünf Minuten betrug die Erkennungszeit im Test. Dafür kann ein QR-Code auf der Rückseite eine deutliche Hilfe bei der Suche sein.
Unterm Strich ist der Eufy SmartTrack Link damit eine interessante Option – auch wenn im Apple-Universum am Ende doch meist Apple-Produkte die Nase vorn haben.
Im Nahbereich:UWB bringt Präzision in die Nahsuche
Alle getesteten Tracker nutzen Bluetooth, um ihren Standort zu übermitteln – anonym und mit wechselnden IDs, um die Privatsphäre zu wahren. Besonders genau wird die Ortung mit UWB-Technologie, wie sie Apple und Samsung einsetzen. Damit lässt sich ein verlorener Gegenstand auf wenige Zentimeter lokalisieren – das Smartphone zeigt sogar den Weg per Radar-Ansicht. Voraussetzung: Ein kompatibles Smartphone (ab iPhone 11 bzw. Samsung S21 Ultra/Plus). Die übrigen Modelle setzen auf klassische Signaltöne, um auf den Standort verlorener Gegenstände aufmerksam zu machen.
Sicherheit:Schutz vor Stalking & Datenschutz
So nützlich die Tracker sind – es gibt Risiken. Besonders das unerwünschte Verfolgen von Personen ist ein Thema. Apple und Tile setzen auf Warnmechanismen gegen Stalking. Tile bietet in seiner App sogar eine Suchfunktion, mit der sich unerwünschte Tracker in unmittelbarer Nähe finden lassen. Auch Apple stellt diese bereit – sogar für Android-Tracker. Im Bereich Datenschutz und AGBs ließen alle getesteten Hersteller Luft nach oben. Besonders schlecht schnitt Apple beim Datenschutz ab. Die besten AGBs präsentierte Tile.
Unser Fazit:Wer sucht, der findet – mit dem richtigen Tracker!
Apples AirTag 2 ist der zuverlässigste Tracker – jedoch nur mit iPhones kompatibel. Dicht dahinter: Der SmartTag 2 von Samsung, der ebenfalls nur mit Geräten des Herstellers nutzbar ist.
Wer gleich ein Set aus mehreren Trackern benötigt, ist mit den Tile Mate Essentials gut beraten – zumindest für den Hausgebrauch. Eine preiswerte Alternative für Apple-User kann der Eufy SmartTrack Link sein, der bei der Suche allerdings etwas Geduld erfordert.
FAQ:Häufige Fragen zu Schlüsselfindern
Was kostet ein Schlüsselfinder montalich?
Welche Reichweite haben Schlüsselfinder?
Was ist der beste Schlüsselfinder?
Die besten Schlüsselfinder im Vergleich
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