Kolumne: Inside America: Warum ich Trumps neuen Ballsaal gut finde

Kolumne: Inside America: Warum ich Trumps neuen Ballsaal gut finde

Wer die National Mall in Washington, D.C. betritt, verspürt schnell ein Gefühl der Erhabenheit. Sie wurde vor mehr als 200 Jahren geplant, in der fast hellseherischen Erwartung, dass von hier aus für lange Zeit der mächtigste Staat der Welt gesteuert wird.

Bald kann auch Staatsgäste dieses Gefühl ergreifen, die nicht entlang von Spiegelteich und Washington Monument spazieren, sondern im Weißen Haus empfangen werden – im größten und prunkvollsten Ballsaal der Welt, der gerade an die Regierungszentrale angebaut wird.

Warum wird die National Mall eigentlich in jedem USA-Reiseführer unkritisch als Symbol von Amerikas Größe gepriesen, während der Ballsaal die halbe Nation zornig macht?

Donald Trump hat sich vorgenommen, Amerika wieder „groß“ zu machen, und dieser Anspruch soll sich auch in nationalen Symbolen wiederfinden. Geplant ist neben dem Ballsaal ein Triumphbogen an der Mall. Außerdem wurde gerade der Spiegelteich renoviert, der das auf einem Hügel erbaute Kapitol noch besser zur Geltung bringen soll.

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