Seit Donnerstag rollt der Ball: 38 Tage lang wird in den USA, Mexiko und Kanada der neue Weltmeister ausgespielt. Erstmals gibt es zwölf Vorrundengruppen mit 48 Teams. Am Sonntag ist auch die deutsche Nationalmannschaft erfolgreich gegen Curaçao in den Wettbewerb gestartet. Im WM-Blog halten wir euch über das DFB-Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann sowie alle weiteren Themen rund um das XXL-Turnier auf dem Laufenden.
17:28 Uhr
Ibrahimovic verpasst Schweden-Gala für Käfigkampf
Käfigkampf vor dem Weißen Haus statt Schwedens WM-Auftaktgala in Monterrey: Ikone Zlatan Ibrahimović hat mit seinem Verhalten mal wieder für Schlagzeilen in der Heimat gesorgt. „Zlatan lässt Schweden links liegen – und taucht bei UFC-Event auf“, schrieb die schwedische Zeitung „Expressen“.
Das war passiert: Der Rekordtorschütze der schwedischen Nationalmannschaft wohnte dem umstrittenen Kampfsportspektakel der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) direkt vor dem Weißen Haus als Zuschauer bei. Auch US-Präsident Donald Trump verfolgte das Event am Abend seines 80. Geburtstags. Die 5:1-Gala der Schweden gegen Tunesien im mexikanischen Monterrey konnte sich Ex-Profi Ibrahimovic, der während der WM als Experte des Senders Fox arbeitet, so live vor Ort nicht anschauen.
Kritik auch aus Schwedens Team
Innerhalb des Teams kam das scheinbar nicht so gut an. „Er hätte unser Spiel priorisieren müssen“, zitierte „Expressen“ Mittelfeldspieler Jesper Karlström. Teamkollege Anthony Elanga meinte: „Er kann tun, was immer er will. Wir sind alle glücklich, dass wir gewonnen haben und werden uns hoffentlich auf die nächsten Wochen fokussieren können.“ Doch Ibrahimovic hat es noch nie gekümmert, was andere über ihn denken. Er hatte seinen Spaß beim Käfigkampf. „Ich meine, das ist etwas, das ich niemals erwartet hätte. Aber es ist einfach großartig“, sagte er in einem von der UFC in den sozialen Medien veröffentlichten Video.
Dass sich der in Malmö geborene Ibrahimovic während der WM nicht ganz so patriotisch zeigt, ist aber keine Überraschung. Sein Vater stammt aus Bosnien-Herzegowina, seine Mutter aus Kroatien – für beide WM-Teilnehmer hegt er auch Sympathien. „Ich kenne die bosnischen Menschen, es sind sehr stolze Menschen“, sagte der 44-Jährige. Außerdem habe er „auch ein paar Wurzeln in Kroatien, ich unterstütze sie in diesem Turnier.“
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16:55 Uhr
Blutendes Ohr bei Schweden-Trainer
Ob der Jubel über die 5:1-Gala zum WM-Start gegen Tunesien zu heftig ausfiel? Auf jeden Fall war bei Schwedens Nationaltrainer Graham Potter hinterher eine blutende Wunde am rechten Ohr zu erkennen. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, sagte der 51 Jahre alte Engländer laut schwedischen Medien und ergänzte scherzhaft: „Jemand hat mich gekratzt. Oder gebissen. Ich muss mir die Videoaufnahmen ansehen.“
Potter hatte schon vor dem ersten Spiel für Aufsehen gesorgt, als er bei einem Training in Dallas mit einem Cowboy-Hut erschien. „Da ist ein neuer Sheriff in der Stadt“, schrieb der schwedische Verband zu einem entsprechenden Video auf der Plattform X. Das hatte der Coach, der das Team erst im Oktober des Vorjahres übernommen hatte, im Falle einer WM-Qualifikation angekündigt.
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15:45 Uhr
Tunesiens Trainer nach WM-Auftaktpleite vor Rauswurf
Schnelles Aus nach derber Pleite? Nur einen Tag nach dem 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden steht Tunesiens Nationaltrainer vor dem Rauswurf. Nach „dpa“-Informationen war das erste Spiel bei der Weltmeisterschaft wohl schon das letzte für Sabri Lamouchi. Die Entscheidung soll auf einer Dringlichkeitssitzung der Verbandsspitze getroffen worden sein. Nachfolger soll demnach Mondher Kebaier werden, der als Technischer Direktor bereits in Mexiko weilt.
Das Team um die Bundesliga-Profis Rani Khedira (1. FC Union) und Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) war gegen Schweden weitgehend chancenlos geblieben. Die herbe Niederlage war offenkundig zu viel für Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg (1:0 gegen Haiti) gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien.
In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien am 21. Juni gegen Japan und am 26. Juni gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck. Der als Nachfolger gehandelte 56-jährige Kebaier war bereits von 2019 bis 2022 tunesischer Auswahltrainer.
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14:33 Uhr
Uninteressante Spiele wegen XXL-WM? Verbände wehren sich
Fußballverbände aus Afrika, Asien und der Karibik haben Kritik von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin an der Weltmeisterschaft mit 48 Nationen wegen „uninteressanter Spiele“ zurückgewiesen. „Für unsere Länder ist kein WM-Spiel bedeutungslos“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Senegal, Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo sowie deren Unterstützer Algerien, Tunesien, Marokko, Ägypten, Ghana, Elfenbeinküste und Südafrika.
Damit reagierten die WM-Teilnehmer auf Aussagen von Ceferin. Der Slowene hatte jüngst auf einer Pressekonferenz in Ljubljana erklärt, dass die Ausweitung der WM auf 48 Teilnehmer dem Fußball nicht guttue, weil „viele Spiele völlig uninteressant“ seien. Und weiter: „Andererseits ermöglicht sie auch kleineren Ländern die Teilnahme und lässt sie die Atmosphäre der Weltmeisterschaft spüren, was sehr wichtig ist.“
Gegen diese Kritik wehren sich nun die 13 Verbände. „Wir weisen diese Äußerungen respektvoll, aber entschieden zurück“, hieß es. Für die WM-Neulinge Kap Verde, Curaçao und Usbekistan sei die Turnierteilnahme ein historischer Erfolg und die Erfüllung eines generationenübergreifenden Traumes. Die Rückkehr von Haiti und Kongo (beide zuletzt 1974) habe „nach langer Abwesenheit eine besondere Bedeutung für Millionen von Fans.“
Ceferins Äußerungen, dass deren Spiele weniger wichtig seien, zeugten von mangelnder Wertschätzung und seien zutiefst enttäuschend, denn hinter jeder Qualifikation steckten jahrelange harte Arbeit und Investitionen. „Fußball gehört nicht einer ausgewählten Gruppe von Nationen. Seine Stärke liegt in seiner Universalität“, schrieben die Unterzeichner. Für viele Länder sei die WM-Teilnahme nicht nur ein sportlicher Erfolg. „Sie ist ein Moment, der eine Generation inspiriert, die Entwicklung des Fußballs beschleunigt und bleibende Erinnerungen schafft. Wir sind überzeugt, dass jede qualifizierte Nation Respekt verdient“, betonten die Verbände.
13:45 Uhr
Vater ermordet, Bruder entführt: Das ist Iraks WM-Held
Wenn Iraks WM-Hoffnung Aymen Hussein über sein Leben spricht, stehen nicht Tore und Titel im Mittelpunkt, sondern Verlust und Leid. Der Nationalstürmer verlor als Kind seinen Vater, später wurde sein Bruder entführt. Trotzdem kämpfte sich Hussein an die Spitze des irakischen Fußballs und schoss sein Land mit dem entscheidenden Treffer gegen Bolivien erstmals seit 40 Jahren wieder zu einer Weltmeisterschaft.
Kurz vor dem WM-Auftakt gegen Norwegen am Mittwoch (0 Uhr/MagentaTV) blickte Hussein auf die schlimmsten Momente seines Lebens zurück. „Er ging einkaufen, um Baumaterialien für unser neues, im Bau befindliches Haus zu besorgen. Wenige Stunden später erhielten wir einen Anruf mit der Nachricht: Ihr Vater wurde getötet und seine Leiche befindet sich im Krankenhaus“, berichtete Hussein im Interview mit „Al Jazeera“. Hussein war damals gerade einmal zwölf Jahre alt. „Zuerst konnten wir es nicht glauben. Doch dann gingen wir ins Krankenhaus und fanden dort den Leichnam meines Vaters vor. Es war eine Katastrophe für uns alle.“
Ein paar Jahre später wurde dann auch noch sein Bruder entführt. „Seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört. Ich habe beschlossen, mit dem Fußballspielen aufzuhören, um für meine Familie zu sorgen, aber meine Mutter hat sich geweigert. Sie hat mich gebeten, weiterzuspielen“, berichtete Hussein, der selbst bei der Einreise in die USA noch Hürden überwinden musste und von der Grenzschutzbehörde stundenlang befragt wurde. Trotz aller Rückschläge steht der 30-Jährige nun vor dem größten Turnier seiner Karriere. „Aymen ist ein Name, der keiner Vorstellung bedarf. Seine Leistungen sprechen für sich, nicht nur im Irak, sondern in der gesamten Region und im arabischen Fußball. Wir erwarten viel von ihm“, sagte der irakische Torhüter Jalal Hassan.
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13:32 Uhr
Irans Kapitän Taremi spricht über Spannungen
Irans Kapitän Mehdi Taremi hat vor dem WM-Auftakt gegen Neuseeland von der schwierigen Stimmung rund um die Nationalmannschaft gesprochen. „Ich spüre die Spannungen seit dem ersten Moment, seit wir bei dieser WM angekommen sind“, sagte er laut offizieller Übersetzung bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Duell. Taremi entschuldigte sich für den etwa 15 Minuten verspäteten Beginn des Pflichttermins im WM-Stadion südlich von Los Angeles. „Es war nicht unsere Schuld. Wir haben Tijuana um 10 Uhr verlassen und sind um 15 Uhr abgeflogen“, berichtete er. Die beiden Städte sind in etwa so weit voneinander entfernt wie Stuttgart und München.
Entgegen der ursprünglichen Absprachen schien Irans Nationalmannschaft doch schon am Tag vor dem ersten WM-Spiel geschlossen in die USA eingereist zu sein. Der iranische Verband verbreitete Fotos seiner Fußballer beim Aussteigen aus einem Flugzeug. Eine Anfrage an die FIFA blieb zunächst unbeantwortet. Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt und sollte erst an Spieltagen in die USA ein- und nach den Partien sofort wieder ausreisen.
„Natürlich betrifft uns das“, sagte Trainer Amir Ghalenoei. „Ich möchte den guten Menschen in Mexiko danken. Aber wir Iraner sind es gewohnt, aus Schwierigkeiten Chancen zu machen. Und wir denken an nichts anderes, als den Menschen Freude zu bereiten.“ Taremi ergänzte: „Ich weiß, dass nicht nur wir betroffen waren. Ich weiß, dass mehrere Länder Probleme mit Visa hatten und ihre Trainingslager umstellen mussten. Bevor wir angekommen sind, gab es immer dieses Gefühl, diese Vorfreude auf eine Weltmeisterschaft. Ich glaube, dieses Mal hatten die Menschen vielleicht nicht dieselbe Vorfreude.“
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13:22 Uhr
„Sehr demütiger“ Brown wird zum DFB-Überflieger
Jetzt ist Nathaniel Brown auch mit Manuel Neuer per Du. Die anfängliche Scheu vor dem Rekordtorwart ist abgelegt. Schließlich hat „Nene“, wie Brown auch bei der deutschen Nationalmannschaft von allen genannt wird, beim 7:1-Turbostart gegen Curaçao für seinen eigenen ersten großen WM-Moment gesorgt. Und das gleich bei der Premiere. „Ich kann das gar nicht beschreiben, ich bin einfach in die Ecke gerannt“, sagte der Linksverteidiger zum Jubel nach seinem ersten Tor im Nationaltrikot.
➜ Mehr zum DFB-Senkrechtstarter!
12:14 Uhr
Kapitän freut Hype um Neuseelands Payne
Bis vor wenigen Wochen kannten nicht viele Menschen Tim Payne. Mittlerweile ist der neuseeländische Verteidiger ein Phänomen bei Social Media. Der Hype um ihn könne den All Whites aus Sicht von Kapitän Chris Wood nur guttun. „Ich denke, es ist großartig. Es wird andere Nationen dazu bringen, sich auf unser Team zu freuen“, sagte der 34-Jährige vor dem WM-Auftakt seines Teams gegen den Iran (Dienstag 3 Uhr/ZDF/MagentaTV). Wegen Payne könne Neuseeland für Fans anderer Nationen zum Zweit-Team werden.
Der argentinische Influencer Valen Scarsini hat den bis dahin wenig bekannten Verteidiger mit Hilfe seiner Follower zu einem Internet-Star gemacht. Die Follower-Zahl Paynes bei Instagram stieg in wenigen Wochen von rund 4.700 auf 5,7 Millionen. Das ist mehr, als Neuseeland Einwohner hat. Auch ein Lied über den 32 Jahre alten Payne gibt es.
Dessen Nationalcoach lässt der Wirbel ziemlich kalt. „Ich bin nicht in dieser Social-Media-Welt“, sagte Darren Bazeley. „Publicity ist Publicity. Unser Job ist es, weiterzumachen und zu performen.“ Er glaubt nicht, dass der Hype seine Mannschaft beeinflusst. Er kenne seinen Spieler, der ihm gesagt habe, dass er sich auf das Training und den Fußball konzentrieren wolle, erklärte der 53-Jährige.
➜ Die WM-Gruppe G mit Neuseeland im Überblick
11:32 Uhr
FC Bayern vor Transfer von WM-Star Saibari
Mit Marokko setzte Ismael Saibari zum Auftakt gegen Rekordweltmeister Brasilien ein erstes Ausrufezeichen und spielte sich mit dem ansehnlichen Führungstreffer für den Afrika-Meister in den Fokus (hier im Video) – es sieht danach aus, als dürfte man sich auf ähnliche Aktionen demnächst auch in der Bundesliga freuen. Aktuellen Berichten zufolge steht der 25-Jährige vor einem Wechsel zum FC Bayern. Die Münchner und Saibaris Klub PSV Eindhoven sollen sich über einen Wechsel einig sein.
➜ Hier geht’s zum Artikel mit allen Infos!
10:57 Uhr
Nagelsmann-Lob für Sané: „Sehr viel investiert“
Erstes Spiel, altes Problem: Leroy Sané sorgt nach dem 7:1-Traumstart gegen Curaçao gleich wieder für altbekannte Debatten. Auch beim WM-Auftakt der Nationalmannschaft in Houston gelang dem 30-Jährigen gegen den großen Außenseiter nicht die erhoffte Befreiung. Zwei Großchancen ließ er liegen.
Obwohl sich Julian Nagelsmann demonstrativ vor den schnellen Flügelstürmer stellte, werden sofort wieder Stimmen laut, die Sané im nächsten Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag in Toronto nicht mehr in der Startelf sehen. Anzeichen für einen Personalwechsel im offensiven rechten Mittelfeld ließ der Bundestrainer aber nicht erkennen.
➜ Die Aussagen von Nagelsmann über Sané
10:37 Uhr
Dank 7:1: Deutschland überholt Brasilien bei WM-Toren
Der Kantersieg der DFB-Elf gegen Curaçao wirkt sich auch in der ewigen WM-Tabelle aus: Dort überholte Deutschland mit nunmehr 239 Treffern den Rekordweltmeister Brasilien (238) im Ranking der meisten geschossenen Tore. Die Seleção bleibt dennoch im Gesamtranking vor der Nationalmannschaft, dahinter folgen Argentinien, Italien und Frankreich.
➜ Hier geht’s zur ewigen WM-Tabelle
10:03 Uhr
Starke TV-Quote beim deutschen WM-Auftaktsieg
Das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM hat der „ARD“ eine starke Quote beschert. Das 7:1 des Teams von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Curaçao verfolgten laut AGF Videoforschung im Schnitt 23,427 Millionen Menschen im Ersten. Der Marktanteil lag bei 70,2 Prozent.
Schon für den einstündigen Vorlauf am Sonntagabend hatten 11,476 Millionen Interessierte die „ARD“ eingeschaltet. Sie sorgten für einen Marktanteil von 48,1 Prozent. Damit setzte sich der gute Quoten-Trend seit Beginn der Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada fort. Bereits das Interesse am Eröffnungsspiel am Donnerstagabend war groß. Im Schnitt hatten 10,038 Millionen Zuschauer im „ZDF“ die Partie von Co-Gastgeber Mexiko gegen Südafrika (2:0) gesehen. Das entsprach einem Marktanteil von 46,5 Prozent. Auch am Freitag und am Samstag hatten die „ARD“ und das „ZDF“ mit ihren Übertragungen um die sieben Millionen Menschen und mehr erreicht.
➜ Spiel verpasst? Die Tore & Highlights aller WM-Spiele im Video
09:33 Uhr
Nagelsmann setzt auf Freizeit & Regeneration
Tief in der deutschen Nacht waren die glücklichen DFB-Kicker nach ihrer Auftaktgala wieder zurück in Winston-Salem. Um kurz nach 21 Uhr Ortszeit setzte der Charterflieger mit dem DFB-Tross nach dem Flug aus Houston auf dem städtischen Smith Reynolds Airport auf. An Bord waren auch einige Spielerfrauen und Kinder, wie beim Ausstieg zu beobachten war. Zur Belohnung für den Traumstart ins Turnier in Amerika (hier geht’s zu den Video-Highlights) wird Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Spieler im Basiscamp in North Carolina nun erst einmal zwei Tage durchschnaufen lassen; mit viel Freizeit und mit Familienbesuch.
Am heutigen Montag findet das Spielersatztraining für die Reservisten und eine Regenerationseinheit „für die Jungs, die gespielt haben“, statt, wie Nagelsmann noch in Houston sagte: „Und dann ist der zweite Tag nach dem Spiel frei. Und danach bereiten wir uns vor auf den nächsten Gegner, die nächste Aufgabe. Und die heißt jetzt Côte d’Ivoire, oder Elfenbeinküste.“
➜ Was Neuer, Havertz und Co. nach dem gelungenen WM-Auftakt sagten
09:11Uhr
So nimmt Curaçao das 1:7 gegen Deutschland auf
Diese 90 Minuten plus Nachspielzeit gegen Deutschland müssen sich für die Profis der kleinen Karibikinsel Curaçao wie eine emotionale Achterbahnfahrt angefühlt haben. Auch nach dem 1:7 schwang bei den Spielern und bei ihrem niederländischen Trainer Dick Advocaat der große Stolz mit, erstmals überhaupt bei einer WM dabei zu sein. Aber sieben Gegentore – das hätte nicht unbedingt sein müssen.
„Wir waren nicht der richtige Gegner für Deutschland“, sagte Trainer-Urgestein Advocaat, der aber betonte: „Wenn man die Freude nach so einem Spiel sieht, können wir immer noch stolz auf die Leistung sein. Vielleicht gelingt im zweiten oder dritten Spiel noch eine Überraschung. Wir werden immer glücklich sein, am größten Turnier teilzunehmen. Wir haben keine Angst vor den Ergebnissen.“
➜ Alle Tore und Highlights des deutschen WM-Auftakts im Video
08:35Uhr
Japaner räumen im Stadion auf – NFL-Star hilft mit
In Japan gibt es ein Sprichwort, das im übertragenen Sinne so übersetzt werden kann: „Verlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast.“ Und daran haben sich japanische Fans beim WM-Spiel gegen die Niederlande (2:2) im Dallas-Stadion gehalten. Nach dem Schlusspfiff räumten viele Anhänger der Samurai Blue ihren Müll in Plastiktüten ein und überließen dies nicht dem Reinigungs-Personal. Und sogar ein NFL-Star half mit.

Japan-Fans beim WM-Auftakt Nippons gegen die Niederlande.
Jameis Winston, Quarterback der New York Giants, schnappte sich ebenfalls blaue Tüten und sammelte Müll ein, wie ein unter anderem von ihm und der NFL in den sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigt. Dabei trug er ein Japan-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 4 hinten drauf. Schon bei Japans WM-Premiere 1998 in Frankreich und bei allen Turnier-Teilnahmen danach war es zu solchen Szenen gekommen. Diese Verhaltensweise würden Japaner schon in der Schulzeit lernen, sagte Politik- und Geschichtsprofessor Koichi Nakano der Nachrichtenagentur „AP“: „Japanische Sportfans, die bei internationalen Veranstaltungen das Stadion sauber halten, verhalten sich im Grunde genauso wie damals, als sie als Schulkinder die Freude am Sport entdeckten.“
➜ WM-Geheimfavorit? Hier geht’s zum Japan-Kader
07:55Uhr
Oranje unter Druck: Enttäuschter van Dijk fordert zwei Siege
Die Niederlande trauern dem verpassten Sieg gegen Japan hinterher. Der Kapitän sprach Klartext. Und sein Trainer klagte über die hohen Erwartungen in der Heimat. Es sei insgesamt „enttäuschend“, dass seinem Team auch eine zweimalige Führung nicht für den Startsieg reichte, betonte Virgil van Dijk: „Wir hätten es besser machen können. Aber Tatsache ist, dass wir einen Punkt geholt haben. Und jetzt müssen wir weitermachen.“
„Wenn wir etwas Besonderes erreichen wollen, dann müssen wir unsere nächsten zwei Spiele gewinnen“, so der Elftal-Kapitän weiter. Bondscoach Ronald Koeman wollte trotz des Japan-Dämpfers „nicht alles so negativ“ sehen. Der Ex-Profi klagte über die seiner Meinung nach zu hohen Erwartungen in der Heimat. „Oft höre ich: Aber wir sind die Niederlande, wir werden Ballbesitz haben, wir werden jeden Gegner dominieren, gegen den wir spielen – aber das ist nicht wahr“, meinte Koeman.
➜ In Gruppe F trifft die Niederlande am Samstag auf Schweden
07:25 Uhr
Darum betete Nmecha nach WM-Debüt mit den Gegnern
Nach seinem besonderen WM-Debüt inklusive Tor beim 7:1-Sieg gegen Curaçao nahm sich Felix Nmecha Zeit für seinen Glauben. Arm in Arm mit Nationalteam-Kollege Jonathan Tah und mehreren Gegnern bildete der 25-Jährige auf dem Spielfeld einen Kreis.
„Wir sind im Spiel Gegner gegeneinander und dann nach dem Spiel sind wir alle Christen und wir sind Brüder“, sagte er in der „ARD“. „Da haben wir einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir sind immer noch sehr dankbar.“ Nmecha, der am Sonntagabend das erste deutsche Tor erzielt hatte, erklärte: „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus verherrlicht wird durch das Spiel. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet.“
➜ Zum Spielbericht inklusive Video!
06:52 Uhr
Schweden düpiert Tunesien, Elfenbeinküste siegt spät
Mit Spielfreude und einem überzeugenden Sieg gegen Tunesien ist Schweden auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Die Mannschaft um die Starstürmer Viktor Gyökeres vom FC Arsenal und Liverpools Alexander Isak bezwang die Nordafrikaner deutlich mit 5:1 (2:1). Dank eines Last-Minute-Treffers von Joker Amad Diallo hat unterdessen die Elfenbeinküste das Duell der nächsten beiden deutschen WM-Gegner gegen Ecuador gewonnen.
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06:30 Uhr
Viel Lob für DFB-Team nach Auftaktsieg
Die deutsche Nationalmannschaft hat für ihren überzeugenden WM-Auftakt beim 7:1-Kantersieg gegen Curaçao viel Anerkennung in der internationalen Presse erhalten. „Die WM-Außenseiter werden von Kai Havertz und Co. vernichtend geschlagen, während Julian Nagelsmanns gnadenlose Mannschaft mit einer brutalen Lektion an die kleine Karibikinsel ein deutliches Zeichen setzt“, schrieb die englische Zeitung „Daily Mail“. Das italienische Blatt „Corriere dello Sport“ befand: „Ein glänzender Auftakt für Deutschland bei der Fußball-WM 2026 – eine der Favoriten auf den Weltmeistertitel: Mit einem Kantersieg endet das erste Spiel der Gruppe E für Nagelsmanns Team, das die Nationalmannschaft von Advocaat überrollt.“
06:25 Uhr
Spanien ohne Lamine Yamal in der Startelf
Ohne Jungstar Lamine Yamal startet Europameister Spanien in die WM. Das kündigte Trainer Luis de la Fuente vor dem Auftakt gegen Außenseiter Kap Verde heute Abend (18 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta an. „Die gute Nachricht ist, dass Lamine sehr fit ist. Er ist in guter Form und trainiert sehr gut. Er steht zur Verfügung, aber er kann nicht von Anfang an spielen“, sagte de la Fuente.
Der 18 Jahre alte Yamal vom spanischen Meister FC Barcelona hatte sich im April eine Oberschenkelverletzung zugezogen und war erst vor einer Woche – wie der ebenfalls verletzte Nico Williams – ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Auch der Flügel-Stürmer wird nicht in der Startelf stehen. Ob das Duo zumindest für einige Minuten zum Einsatz kommt, will der spanische Trainer je nach Spielverlauf entscheiden.
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06:18 Uhr
Flug-Problem: Uruguay erreicht Spielort verspätet
Für Uruguays Nationalmannschaft gestaltete sich die Anreise zum ersten WM-Spiel in Miami Gardens komplizierter als gedacht. Nach FIFA-Angaben verzögerte sich der Abflug der Südamerikaner aus Cancún wegen eines Fehlers bei der Abfertigung. „Die Fluggesellschaft hat sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt“, teilte der Weltverband FIFA mit.
Die Auswahl von Trainer Marcelo Bielsa startet am Dienstag (0 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Saudi-Arabien in das Turnier. Schon bei der WM 2010 in Südafrika hatte es auf dem Flug des uruguayischen Teams zum ersten Gruppenspiel eine Verspätung gegeben.
➜ Zum Vorbericht Saudi-Arabien gegen Uruguay!



