Menschenmassen am New Yorker Times Square: Größte Proteste der jüngeren US-Geschichte
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Olga Fedorova / AP
Menschenmassen am New Yorker Times Square: Größte Proteste der jüngeren US-Geschichte
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In den USA hat es am Samstag erneut Massenproteste gegen die Politik von Präsident Donald Trump gegeben. Unter dem Motto »No Kings« (»Keine Könige«) fanden im ganzen Land Demonstrationen statt. Die Organisatoren sprachen am Samstagabend (Ortszeit) von fast sieben Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in mehr als 2700 Städten und Ortschaften – rund zwei Millionen mehr als beim jüngsten Massenprotest im Juni.
Die Aktionen richteten sich unter anderem gegen Trumps Politik bei den Themen Einwanderung, Bildung und Sicherheit. Die Veranstalter werfen dem Präsidenten vor, die USA in Richtung Autokratie zu führen. »Der Präsident glaubt, seine Macht sei absolut«, heißt es auf der Website der »No Kings«-Bewegung, die rund 300 Organisationen vereint. »Aber in Amerika haben wir keine Könige.«
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Medienberichten zufolge verliefen die Proteste bis zum Abend friedlich. Der Sender CNN meldete einen Vorfall im Bundesstaat South Carolina, bei dem eine Frau mit gezogener Waffe an einem Protest vorbeigefahren sein soll. Sie wurde demnach festgenommen. Trump und seine Republikaner haben Demonstrierenden wiederholt vorgeworfen, gewaltbereit zu sein – verstärkt wurden diese Vorwürfe noch einmal nach dem Mord an dem Aktivisten und engen Trump-Vertrauten Charlie Kirk im September.
Trump selbst sagte nun dem Sender Fox News: »Sie bezeichnen mich als König – ich bin kein König.« Dieses Wochenende verbringt der Präsident in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida.
In New York hatten sich bereits am Samstagmorgen (Ortszeit) mehrere Hundert Demonstranten im Stadtteil Queens zu Protesten versammelt. Die Teilnehmer skandierten unter anderem »Wir lieben unser Land, wir können Trump nicht ausstehen.« Wenig später versammelten sich Tausende Menschen am Times Square. Laut der New Yorker Polizei nahmen an den verschiedenen Aktionen insgesamt mehr als 100.000 Menschen teil. Es gab demnach keine Ausschreitungen, niemand wurde verhaftet.
Auffällig waren in New York wie anderswo bunte, aufblasbare Kostüme. »Ich will das Narrativ widerlegen, dass wir gefährlich oder gewalttätig sind«, sagte eine Frau, die als Hase verkleidet war. »Wir verteidigen unser Land mit Freude.«
Verkleidete Demonstranten in Minneapolis
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Proteste gab es zudem in Boston, Atlanta, Chicago, Los Angeles und zahlreichen weiteren Städten. In Washington skandierten Tausende Demonstranten »So sieht Demokratie aus« und »Donald Trump muss weg«. In der US-Hauptstadt sind derzeit viele Bundesbedienstete wegen des teilweisen Regierungsstillstands im Zwangsurlaub oder wurden schon zuvor im Zuge von Kürzungen entlassen.
Auch in kleineren Orten wie Bethesda im Umland von Washington und im Sarasota County in Florida beteiligten sich Menschen an den Kundgebungen. Die Demonstrationen wurden von prominenten Demokraten und der Partei nahestehenden Politikern wie Bernie Sanders, der Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Ex-Außenministerin Hillary Clinton unterstützt.
Bürgerrechtler sorgten sich unterdessen, dass es bei den Protesten zu einer massiven Überwachung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen könnte. Sie fürchteten etwa den Einsatz von Gesichtserkennung und das Hacken von Mobiltelefonen.
Dana Fisher von der American University in Washington hatte im Vorfeld gesagt, sie erwarte mit mehr als drei Millionen Teilnehmern die größten Proteste in der jüngeren US-Geschichte. Bereits im Juni hatte es Massendemonstrationen gegeben (mehr dazu hier ). Anlass war damals eine Militärparade in Washington zum 250-jährigen Bestehen der US-Armee, die Trump sich gewünscht hatte und die mit seinem 79. Geburtstag zusammenfiel.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde der Eindruck erweckt, Bernie Sanders sei Mitglied der Demokraten. Tatsächlich sitzt er als »Independent« (Unabhängiger) im US-Senat, wenngleich er dort der Fraktion der Demokraten angehört.
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