Lisa Müller platzt der Kragen: „Werde dargestellt, als hätte ich versagt“

Lisa Müller platzt der Kragen: „Werde dargestellt, als hätte ich versagt“
Nach Reitturnier German Masters

Lisa Müller platzt der Kragen: „Werde dargestellt, als hätte ich versagt“

Cleo Wansch

Cleo Wansch

von Cleo Wansch

23.11.2025, 19:14 Uhr

23. November 2025 um 19:14 Uhr

Lisa Müller wird „nur“ Siebte beim Reitturnier German Masters und wird dafür im Netz kritisiert. Das lässt sie nicht auf sich sitzen.

Lisa Müller (36), Ehefrau von Fußball-Weltmeister Thomas Müller, zeigt sich nach ihrem Auftritt bei den German Masters in Stuttgart am vergangenen Wochenende deutlich verärgert. Die 36-Jährige belegte mit ihrem Hengst Zonik den siebten Platz, doch die mediale Berichterstattung über ihr Abschneiden sorgt für Frust bei der prominenten Dressurreiterin.

Lisa Müller rechnet mit Berichterstattung ab: „Werde dargestellt, als hätte ich versagt“

In einem Interview mit der „Abendzeitung“ äußert Lisa Müller deutlich: Menschen, die „gelinde gesagt weniger als gar keine Ahnung“ vom Dressursport hätten, sollten ihrer Meinung nach nicht öffentlich über Platzierungen oder Leistungen urteilen. Die Reaktion auf die Presseberichte sei für sie schwer erträglich. Auch bei RTL spricht sie über ihre Unzufriedenheit: „Sobald ich keinen Sieg habe, werde ich in den normalen Zeitungen, welche keine Ahnung von meinem Sport haben, dargestellt, als hätte ich versagt.“

Trainerin Isabell Werth bestätigt den Druck, unter dem Müller steht: „Sie kann nicht einen Fehler machen, ohne dass die ganze Welt darüber redet.“ Gerade in einem so hochkarätigen Umfeld wie den German Masters sei jeder Auftritt intensiv beobachtet, was die Belastung für die Reiterin zusätzlich erhöhe.

Lisa und Thomas Müller in Reitmontur.

Lisa und Thomas Müller in Reitmontur. Imago Images

Siebter Platz ist für Lisa Müller kein Grund zur Enttäuschung

Trotz der Kritik von außen betont Lisa Müller, dass sie mit ihrer Leistung zufrieden ist. „Ein siebter Platz in dem Feld ist schon gut“, erklärt sie. Die Konkurrenz sei oft älter und bringe mehr Routine auf höchstem Niveau mit. Ein Beispiel dafür ist Anabel Balkenhol, die mit 53 Jahren den Grand-Prix der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung in Stuttgart für sich entscheiden konnte.

Für Müller steht der Sport selbst im Vordergrund, nicht die schnellen Urteile der Medien. Sie betont: „Turniere sind für mich ein schöner Gradmesser, inwieweit wir uns weiterentwickelt haben und wo wir gerade stehen.“

Schon jetzt richtet Lisa Müller ihren Fokus auf das nächste Turnier. Anfang Dezember startet sie beim Amadeus Indoors Horse in Salzburg. Die Arbeit mit ihren Pferden bleibt für sie das wichtigste Element ihres Alltags.

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