Statue von Walter Lübcke vor der CDU-Zentrale: Aktivisten wollen auf bröckelnde Brandmauer hinweisen
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Markus Lenhardt / dpa
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»Mit einer Warnweste«, sagt Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit (ZPS), »kannst du in Deutschland einfach alles machen«. Deshalb durfte der Zusammenschluss aus Künstlern und Aktivisten in den vergangenen Wochen auch unbemerkt vor der CDU-Parteizentrale in Berlin ihre Bauarbeiten durchführen. Am Dienstagmorgen wurde ein erstes Ergebnis enthüllt – den ersten Schritt zu einem »Walter-Lübcke-Memorial-Park«, wie das ZPS sein Projekt nennt.
Neben einer Sitzbank zum Verweilen wird es dort nun auch eine Info-Stele geben, die über das Leben und Wirken des 2019 ermordeten CDU-Politikers aus Hessen erinnert. Im Zentrum der Anlage steht eine lebensgroße Bronze-Statue von Walter Lübcke, dem »letzten Helden der CDU«. In einer zweiten Bauphase, so der Plan, soll die Straße in Walter-Lübcke-Straße umbenannt und verkehrsberuhigt werden.
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Zweck der – laut ZPS offiziell genehmigten – Installation vor dem Konrad-Adenauer-Haus ist es, die CDU an ihre demokratische Verantwortung zu erinnern: »Der Weg des Faschismus an die Macht«, heißt es in einem Video auf der begleitenden Webseite , »führt über die Konservativen«. So sei es in den Dreißigerjahren gewesen, so sei es auch heute wieder: »Es gibt keine Machtoption für die AfD ohne CDU«.
Lübcke, der als Regierungspräsident im Bezirk Kassel während der Flüchtlingskrise Haltung und Zivilcourage gezeigt hatte, war durch die Hand eines »AfD inspirierten« Attentäters ums Leben gekommen. Sechs Jahre später, so die Sorge der Aktivisten, arbeite die CDU auf lokaler Ebene längst mit der AfD zusammen und schwenke auch auf bundesweiter Ebene nicht nur rhetorisch auf deren fremdenfeindlichen Kurs ein – die Brandmauer bröckele nicht nur . Sie gilt dem ZPS als bereits eingestürzt.
Das Mahnmal für Lübcke soll symbolisch dazu beitragen, die Brandmauer neu zu errichten – und die Führung der CDU beim Blick aus dem Fenster der Parteizentrale an ihre demokratische Verantwortung erinnern, kein »Bündnis mit dem Abgrund« einzugehen. Die CDU dürfe »diejenigen, die sich dem Rechtsextremismus in den Weg gestellt haben, nie vergessen«.
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