„Teilen amerikanische Besorgnisse“: Merz stimmt Trump bei Grönland zu

„Teilen amerikanische Besorgnisse“: Merz stimmt Trump bei Grönland zu

Ahmedabad/Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellt sich bei den Forderungen von Donald Trump (79) in Bezug auf Grönland zumindest bei einer Sache auf die Seite des US-Präsidenten.

Bei einer Pressekonferenz am Montag im indischen Ahmedabad machte Merz klar: „Wir teilen die amerikanischen Besorgnisse, dass dieser Teil Dänemarks besser geschützt werden muss“, sagte der Kanzler. Die Arktis müsse besser geschützt werden. Sein Ziel: eine gemeinsame Lösung mit den Partnern. „Ich hoffe, dass wir da zu einer einvernehmlichen Lösung innerhalb der Nato kommen.“

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Und: „Wir sprechen in der Tat innerhalb der Nato über Grönland“, sagte Merz weiter. Auch mit der dänischen Regierung gebe es einen „sehr ausführlichen“ Austausch. Ziel sei es, die Sicherheitslage auf der Insel gemeinsam zu verbessern. Dabei erwarte er auch eine Beteiligung der USA. „In welchem Umfang, das werden die Gespräche der nächsten Tage und Wochen zeigen.“

Russland und China greifen nach der Arktis: „Trump hat einen Punkt“

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Trump hatte am Wochenende seine Ansprüche bekräftigt. „Wir bekommen Grönland, auf die eine oder die andere Weise“, sagte er. Zur Begründung schob er geopolitische Rivalen vor: „Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen.“

Grönland gehört zum Königreich Dänemark, das ebenso wie die USA Mitglied der Nato ist. Trumps Aussagen haben bei europäischen Partnern Unruhe und Empörung ausgelöst. Gleichzeitig erkennen viele europäische Länder die gemeinsamen Sicherheitsinteressen in der Arktis an.

Eine Schlüsselrolle bei der Sicherheitsstrategie für Grönland soll für Deutschland Bundesaußenminister Johann Wadephul (62, CDU) spielen. Er werde sich in den USA um Gespräche kümmern, kündigte Merz an. Wadephul sollte noch am Montag in Washington mit seinem US-Kollegen Marco Rubio (54) zusammentreffen. Bei dem Treffen dürften auch die jüngsten Drohungen von Trump Thema sein.

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