Alonso nicht mehr Real-Trainer: Madrilenen verkündet einvernehmliche Trennung

Alonso nicht mehr Real-Trainer: Madrilenen verkündet einvernehmliche Trennung

Mbappé bedankt sich 

Alonso nicht mehr Real-Trainer: Madrilenen verkündet einvernehmliche Trennung

©IMAGO

Paukenschlag bei Real Madrid: Trainer Xabi Alonso verlässt den spanischen Spitzenklub mit sofortiger Wirkung. Wie die Königlichen am Montagabend mitteilten, wurde die Trennung mit dem Übungsleiter einvernehmlich beschlossen.

In einem Statement der Königlichen heißt es: „Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridistas genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten. Real Madrid wird immer sein Zuhause sein. Unser Verein dankt Xabi Alonso und seinem gesamten Trainerteam für ihre Arbeit und ihr Engagement in dieser Zeit und wünscht ihnen viel Glück für diesen neuen Lebensabschnitt.“

Wie Real weiter bekanntgab, folgt Álvaro Arbeloa auf den verabschiedeten Alonso und übernimmt das Traineramt in Madrid. Der 42-Jährige hat eine Vergangenheit als Profi im Verein mit 238 Einsätzen und mehreren gewonnen Titeln. Seit 2020 ist er als Trainer bei Real engagiert, zuletzt für Real Madrid Castilla.

Stürmerstar Kylian Mbappé richtete via Instagram-Story einige positive Worte an Alonso: „Es war eine kurze Zeit, aber es war mir eine Freude, für Sie zu spielen und von Ihnen zu lernen. Vielen Dank, dass Sie mir vom ersten Tag an Vertrauen geschenkt haben. Ich werde Sie als einen Trainer in Erinnerung behalten, der klare Vorstellungen hatte und sich bestens im Fußball auskannte. Alles Gute für Ihren nächsten Lebensabschnitt.“

Alonsos letztes Spiel: Verlorener Clásico gegen FC Barcelona

Der FC Barcelona hatte am Sonntagabend in einem spektakulären Clásico gegen Real Madrid den spanischen Supercup gewonnen. Die Katalanen besiegten ihren Erzrivalen mit 3:2 (2:2) in einem packenden Finale, das im saudi-arabischen Dschidda ausgetragen wurde. Für den deutschen Trainer Hansi Flick war es bereits der vierte Titel mit Barça – für den Spanier Alonso dagegen der nächste Tiefpunkt, der jetzt das schon länger spekulierte Aus zur Folge hat.

„Wir müssen so schnell wie möglich umblättern. Es ist nur ein Spiel, ein Wettbewerb und es ist der am wenigsten wichtige. Wir müssen nach vorne schauen, alle zusammenbringen, unsere Moral wiederherstellen und dann weitermachen“, erklärte Alonso nach der Partie. Das Weitermachen erfolgt nun ohne ihn. Dabei war Alonso im vergangenen Sommer mit großen Hoffnungen und bedeutenden Erfolgen als Leverkusen-Trainer nach Madrid gewechselt.

Der frühere Mittelfeldstratege kommt in 34 Partien auf einen Punkteschnitt von 2,24. Vorgänger Carlo Ancelotti schaffte eine nahezu identische Quote von 2,25, während Zinédine Zidane zwischen März 2019 und Juni 2021 2,04 Zähler pro Spiel sammelte.

Düstere Stimmung bei Real Madrid und wachsende Kritik an Alonso

Die Stimmung rund um Real war schon Ende des vergangenen Jahres düster. „Real Madrid ist verloren“, titelte das spanische Blatt „Marca“ dramatisch nach einer Durststrecke Anfang Dezember. Von „trägem, lustlosem Fußball“ war die Rede. Die „AS“ schrieb von einem „lustlosen, uninspirierten Haufen“. Die kritischen Stimmen gegen Coach Alonso wuchsen stetig und ließen sich zuletzt nicht mehr beseitigen.

In LaLiga hat der FC Barcelona nach 19 Spieltagen als Tabellenführer vier Punkte Vorsprung vor dem Erzrivalen Real. In der Champions League stehen nach sechs Partien zwölf Punkte zu Buche, was aktuell für einen der ersten acht Plätze zur direkten Qualifikation für die nächste Runde reichen würde.

Weiterlesen

Weitere Nachrichten

Syrien: Sperrzonen bei Aleppo nach Kämpfen mit Kurden

Syrien: Sperrzonen bei Aleppo nach Kämpfen mit Kurden

Die Armee warf den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) vor, sich unter anderem in Deir Harfa und Masakana zusammen mit der PKK und Überresten der früheren Assad-Regierung militärisch neu organisiert zu haben. Bewohner sollten sich von...

mehr lesen