Frust über mangelnde Spielzeit

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Der ehemalige Bayern-Profi Mathys Tel könnte Tottenham Hotspur im Winter vorübergehend verlassen. Einem Bericht der Zeitung „Guardian“ zufolge hat der 20-Jährige die Londoner darüber informiert, bei einem passenden Angebot offen für eine Leihe zu sein. Grund sei Frustration über seinen Einsatzzeiten unter Trainer Thomas Frank. Drei Klubs sollen sich für einen möglichen Deal bereits in Position bringen.
14 Ligaeinsätze und drei Tore stehen für den Franzosen in der laufenden Spielzeit für die Spurs zu Buche. Lediglich fünf Mal stand er allerdings in der Startelf. Wenngleich Coach Frank seinen Schützling zuletzt zwei Mal in Folge von Beginn an ran ließ, liebäugelt der Angreifer offenbar mit einer Luftveränderung. Tel war in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit zunächst per Leihe aus München an die Themse gewechselt und anschließend für 35 Millionen Euro per Kaufoption fest verpflichtet worden. Ein erster Dämpfer war die Nicht-Berücksichtigung für den Champions-League-Kader im September, für den der Rechtsfuß allerdings Anfang Dezember aufgrund der Verletzung von Sturmkollege Dominic Solanke nachnominiert wurde. Tels Marktwert sank im letzten halben Jahr um 10 Mio. Euro.
Der Vertrag des Youngsters ist noch bis 2031 datiert. Er habe nicht die Absicht, Tottenham fest zu verlassen, schreibt der „Guardian“. Vielmehr wolle er seiner Karriere neuen Auftrieb verleihen, auch mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft und seine Chancen auf eine Kadernominierung. Schon Tels Abschied aus München im vergangenen Jahr war mit dem Wunsch erfolgt, mehr und regelmäßigere Einsatzzeiten auf Top-Niveau zu erhalten. Am Sonntag hatte Transferreporter Fabrizio Romano von einem Interesse des Paris FC berichtet. Die Franzosen seien bei Tottenham mit ihrem Anliegen vorstellig geworden.
Konkretes Interesse soll es zudem aus Istanbul geben, wo sowohl Fenerbahce als auch Galatasaray Tel dem Vernehmen nach für sich gewinnen wollen. Galatasaray habe sogar einen Deal über eineinhalb Jahre inklusive verbesserter Gehaltsoptionen in Aussicht gestellt, heißt es in anderen Medien. Weitere Signale soll es Berichten zufolge in den vergangenen Tagen von spanischen und italienischen Klubs gegeben haben.



