Howard Carpendale (80) feiert heute seinen 80. Geburtstag – und er tut es auf seine ganz eigene, nachdenkliche Art. Der Sänger, der seit den 1970er Jahren die großen Hallen füllt, wirkt alles andere als müde: Er läuft täglich steile Berge hoch, saust im Urlaub Wasserrutschen in Dubai hinunter und hält sich trotz Hüft- und Knie-OP im Jahr 2024 mit konsequentem Training fit. Am großen Tag will er jedoch mit der Familie über ein schweres Thema sprechen: das Sterben. „Ich möchte, dass jeder ein Gefühl dafür hat, was sie mir bedeuten. Und sie mir immer zur Seite gestanden sind. In allem. Wir sind keine einfache Familie, das gebe ich zu. Aber wenn wir uns brauchen, sind wir immer füreinander da“, sagte Howard der Bild.
Musikalisch denkt der Entertainer schon an das nächste Kapitel: Für 2026 ist seine Abschiedstour angekündigt – „Let’s Do It Again, Again“ von März bis September, mit neu aufgenommenen Klassikern, „modern, aber mit Respekt“, wie er erklärt. Ein neues Album soll bereits im März erscheinen. Den Blick zurück begleitet Stolz: Über sechs Jahrzehnte Karriere, Millionen verkaufter Tonträger, unvergessene Hits wie „Ti amo“ und „Hello Again“. Und doch bleibt Howard unruhig, wenn es ums Alter geht. Er scherzt über das Haarfärben, schwört auf tägliche Übungen gegen die OP-Nachwirkungen und will die Bühne noch nicht ganz loslassen: Kleinere Konzertreihen an einem Ort, fünf Abende am Stück – das wäre sein Traum, fernab des ständigen Reisens.
Privat dominiert das Familiäre. Howard spricht offen über seine Sorgen um seine Frau Donnice: „Ich kann sie nicht alleine lassen. Das geht nicht“, sagte er der Bild. Der Musiker pflegt enge Bande zu seinen Liebsten, auch wenn Entfernungen bleiben. Sein jüngerer Sohn Cass lebt in den USA, was dem Familienmenschen immer wieder fehlt. Zugleich träumen Howard und seine Frau von gemeinsamen Reisen zu zweit – Singapur, Australien, vielleicht China. Amerika bleibt für sie ein besonderes Kapitel, Heimat für Donnice und Sehnsuchtsort. In den stillen Stunden geht es Howard nicht um Abschied, sondern um Klarheit: um Worte, die gesagt werden sollen, und um Dankbarkeit für die Menschen, die ihn getragen haben.
Wie findet ihr, dass Howard an seinem 80. das Thema Sterben offen mit der Familie anspricht?



