Neuzugang Arnaud Kalimuendo brachte die Frankfurter vor 41.800 Zuschauerinnen und Zuschauern nach nicht einmal 60 Sekunden mit seinem Premierentor für die Eintracht in Führung. Justin Njinmah (29. Minute) glich noch vor der Halbzeit für die Gastgeber aus. Den Frankfurter Treffer von Nnamdi Collins (56.) konterten Jens Stage (78.) und kurz darauf Jovan Milosevic (80.). Knauff sorgte für den Endstand.
Der Protest im Stadion war den Verantwortlichen nicht entgangen. »Ich habe das gesehen. Letztendlich muss man sagen, dass die Fans alles zeigen dürfen, was sie wollen, dass sie ihre freie Meinung haben dürfen«, sagte der Leiter Profifußball Peter Niemeyer. Damit könne man umgehen.
Proteste in Bremen, in Frankfurt wackelt der Trainer
Fritz hatte vor wenigen Tagen eingeräumt, die Leihregeln der Deutschen Fußball Liga (DFL) falsch eingeschätzt zu haben. »Es war ein internes Missverständnis. Das darf uns nicht passieren, da ziehe ich mir auch den Hut auf«, sagte er vor dem Anpfiff gegen Frankfurt dem Sender Sky erneut. Niemeyer zog sich ebenfalls nicht aus der Verantwortung. »Das ist ganzheitlich zu sehen«, betonte er. »Es ist in jedem Fall nicht nur einer.«
Doch auch bei Gegner Frankfurt kriselt es, der glückliche Ausgleich in der Nachspielzeit konnte Eintrachts Sportvorstand Markus Krösche nicht besänftigen. Der 45-Jährige mochte in Bremen kein uneingeschränktes Bekenntnis mehr zu Cheftrainer Dino Toppmöller geben.
Der Antwort auf die Frage, ob es mit Toppmöller weitergehe, wich er aus. »Wir besprechen das jetzt. Wir müssen die Themen angehen und müssen sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen«, sagte er stattdessen.
Toppmöller war sich seiner Situation bewusst. Von einem Wendepunkt für ihn wollte der Coach aber nicht sprechen. »Das Gefühl habe ich nicht«, sagte er. »Am Ende geht es nicht darum, was ich für ein Gefühl habe. Ich glaube, dass wir alle nicht zufrieden sind.«



