Donald-Trump-Sprecherin Karoline Leavitt soll CBS-News-Journalisten gedroht haben

Donald-Trump-Sprecherin Karoline Leavitt soll CBS-News-Journalisten gedroht haben

Das Weiße Haus hat nach Angaben der »New York Times« ein Team des US-Senders CBS-News unter Druck gesetzt, ein Interview mit Donald Trump nicht zu schneiden. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine Audioaufnahme, die den Angaben zufolge im Anschluss an ein 13-minütiges Interview des Senders mit dem US-Präsidenten am Dienstag entstanden sein soll. Die Aufnahme, die offenbar ein Gespräch von Trump-Sprecherin Karoline Leavitt mit dem Moderator Tony Dokoupil dokumentiert, hat das Medium online veröffentlicht .

In dem Audio ist zu hören, wie Leavitt, offenbar mit Blick auf Trump, von sich gibt: »Er sagte: ›Sorgt dafür, dass ihr das Band nicht schneidet, sorgt dafür, dass das Interview vollständig veröffentlicht wird.‹« Dokoupil antwortet daraufhin: »Ja, wir machen es, ja.« Leavitt wiederum erwidert: »Er sagte: ›Wenn es nicht vollständig veröffentlicht wird: Wir klagen euch den Arsch weg.‹«

CBS News strahlte dann tatsächlich das Interview in einer ungeschnittenen Fassung aus . In einer Stellungnahme gegenüber der »New York Times« erklärte der Sender, dies sei von Anfang an so geplant gewesen. »In dem Moment, als wir dieses Interview gebucht haben, haben wir die unabhängige Entscheidung getroffen, es ungeschnitten und vollständig auszustrahlen.« Leavitt wiederum teilte in einer Stellungnahme mit: »Das amerikanische Volk verdient es, Präsident Trumps vollständige Interviews zu sehen, ungeschnitten, ohne Schnitte. Und wissen Sie was? Das Interview fand vollständig statt.« Ob sie die Authentizität der Aufnahme dezidiert bestätigte, geht aus dem Bericht nicht hervor.

CBS News und US-Präsident Trump haben eine Vorgeschichte. Trump warf »60 Minutes« vor, im Jahr 2024 ein langes Interview mit Kamala Harris, seiner Rivalin im Rennen ums Weiße Haus, so geschnitten zu haben, dass dies eine schwache Antwort kaschiert habe. »60 Minutes« bestritt dies und veröffentlichte auch ein Transkript, um die Vorwürfe zu widerlegen. Trump zog vor Gericht – und obwohl US-Medienrechtsexperten das Unternehmen in einer starken Position sahen, stimmte CBS-Eigner Paramount einem 16 Millionen Dollar schweren Vergleich zu.

Trump attackiert JPMorgan

Der US-Präsident droht derweil der US-Großbank JPMorgan mit einer Klage wegen mutmaßlich verweigerter Bankdienste. Er plane, das Institut innerhalb der kommenden zwei Wochen wegen dessen Verhaltens ihm gegenüber nach dem Sturm ‌auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 zu ⁠verklagen, ‍schrieb Trump am Samstag auf seiner Onlineplattform Truth Social.

Dabei gehe es ​um das »Debanking«, den Entzug ‌von Bankdienstleistungen. ⁠Ein Sprecher von JPMorgan reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Trump hat großen Finanzinstituten wie JPMorgan ⁠und der Bank of America vorgeworfen, ihm und seinen konservativen Anhängern ‌Konten zu sperren ‍oder Dienstleistungen aus politischen Gründen verweigert zu haben.

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