BVB holt Last-Minute-Sieg gegen St. Pauli – Hoffenheim auf Platz 3

BVB holt Last-Minute-Sieg gegen St. Pauli – Hoffenheim auf Platz 3

Aufatmen beim 1. FC Köln 

BVB holt Last-Minute-Sieg gegen St. Pauli – Hoffenheim auf Platz 3

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Borussia Dortmund hat in letzter Minute noch einen Fehlstart in die Bundesliga-Rückrunde verhindert. Der Zweitplatzierte gab gegen Abstiegskandidat FC St. Pauli am Samstagnachmittag zunächst eine 2:0-Führung noch aus der Hand, kam durch Emre Can per Foulelfmeter in der Nachspielzeit aber doch noch zum 3:2-Sieg. Zuvor schickte sich 1899 Hoffenheim lange an, dem BVB im Rennen um die Vizemeisterschaft Konkurrenz zu machen: Gegen Bayer 04 Leverkusen gewann die TSG 1:0 und sprang vorübergehend auf Platz drei, von dem sie aber noch verdrängt werden kann.

Ein Aufatmen gab es beim zuletzt kriselnden 1.FC Köln, der gegen Schlusslicht Mainz 05 (2:1) den ersten Sieg seit Anfang November feierte. Auf der Stelle traten im Abstiegskampf der VfL Wolfsburg mit einem 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim und der Hamburger SV beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach.

BVB gibt 2:0 aus der Hand und gewinnt doch gegen St. Pauli

Nur ein Last-Minute-Foulelfmeter hat Borussia Dortmund vor einer erneuten Enttäuschung bewahrt. Kapitän Emre Can sorgte mit seinem verwandelten Strafstoß nach Videoentscheid in der fünften Minuten der Nachspielzeit für kollektiven Jubel und dem 3:2 (1:0) gegen den FC St. Pauli. Mit der Leistung dürfte das Team von Trainer Niko Kovac die 81.365 Fußballfans aber kaum begeistert haben. Spielerische und technische Mängel sorgten lange Zeit für Verdruss.

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James Sands (61. Minute) und der eingewechselte Ricky-Jade Jones (72.) glichen für den Außenseiter zum 2:2 aus, nachdem Julian Brandt (45.+1) und Karim Adeyemi (54.) den BVB trotz schwachen Spiels zuvor 2:0 in Führung geschossen hatten. Schon am ersten Spieltag hatten die Dortmunder beim 3:3 im Hinspiel eine 3:1-Führung verspielt. Diesmal reichte es zum knappen und sehr glücklichen Sieg, nachdem Videoschiedsrichter Johann Pfeifer erkannt hatte, dass Jones den ebenfalls eingewechselten Maximilian Beier auf der Strafraumgrenze gefoult hatte.

0:1 bei Hoffenheim: Bayer Leverkusen sucht weiter seine Form

Bayer Leverkusen hat den Jahresauftakt in der Bundesliga vollends verpatzt. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand kassierte eine Woche nach dem 1:4 gegen den VfB Stuttgart eine verdiente 0:1 (0:1)-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim. Damit überließ die Werkself einem direkten Rivalen im Kampf um einen Champions-League-Platz die Punkte. Die TSG sprang vorerst auf Platz drei

Die erneut starken Kraichgauer feierten den sechsten Heimsieg in Serie und distanzierten Bayer auf nun vier Punkte. Für die TSG traf Wouter Burger vor 26.957 Zuschauern in Sinsheim bereits in der 9. Minute. Die Leverkusener, die am 4. März noch das unter der Woche ausgefallene Spiel beim Hamburger SV nachholen müssen, legten jedenfalls keine gelungene Generalprobe für die Königsklassen-Partie am Dienstag bei Olympiakos Piräus hin. Zuletzt hatte Bayer vor 22 Jahren die beiden ersten Spiele nach der Winterpause verloren.

Joker Ache schießt 1. FC Köln gegen Mainz aus der Krise

Der 1. FC Köln hat seine sportliche Krise beendet und dem abstiegsgefährdeten 1. FSV Mainz 05 einen Dämpfer verpasst. Nach acht sieglosen Bundesliga-Spielen setzte sich die Mannschaft von Lukas Kwasniok dank eines Doppelpacks vom zur zweiten Hälfte eingewechselten Ragnar Ache mit 2:1 (0:1) durch und bescherte Mainz die erste Niederlage unter Trainer Urs Fischer.

Vor 50.000 Fans im ausverkauften Kölner Stadion brachte Stefan Bell (29. Minute) die Gäste aus Mainz zunächst in Führung, ehe Joker Ache mit seinem Doppelpack (57. und 86.) die Partie drehte. Durch den ersten Dreier seit Anfang November baut der FC mit nun 20 Punkten das Polster auf die Abstiegszone wieder aus und liegt acht Punkte vor dem FSV, der den 17. Platz belegt.

HSV nur 0:0 gegen schwache Gladbacher

Der Hamburger SV hat seinen Status als unbequeme Heimmannschaft zwar weiter verteidigt, gegen Borussia Mönchengladbach aber nur einen Punkt geholt. Gegen eine über weite Strecken überforderte und schwache Gäste-Mannschaft dürften sich die Hanseaten über das 0:0 mächtig ärgern. Inmitten der ereignisreichen Tage im Club nach dem Abgang des früheren Sportvorstands Stefan Kuntz ließ der heimstarke norddeutsche Traditionsclub in einem wenig unterhaltsamen Spiel Effektivität vermissen.

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Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten sich die Gäste vom Niederrhein in einem besorgniserregenden Zustand. Eine Reaktion nach dem heftigen 1:5 bei der TSG Hoffenheim blieb aus, erst im zweiten Durchgang wurde es etwas besser. Der HSV hätte sich vor den Fans im mit 57.000 Zuschauern erneut ausverkauften Volksparkstadion durch einen Sieg klarer von der nicht mehr allzu weit entfernten Abstiegszone distanzieren können. Trotzdem blieb die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin erneut ohne Pleite daheim – letztmals hat der HSV am 25. Oktober eine Heimpleite beim 0:1 gegen Wolfsburg kassiert.

1:1 in Wolfsburg: Heidenheim springt auf Relegationsplatz

Der 1. FC Heidenheim hat im Abstiegskampf einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Beim 1:1 (1:0) in Wolfsburg verpasste der bisherige Tabellenletzte zwar einen durchaus möglichen Auswärtssieg. Dennoch verbesserte sich der FCH durch die späten Niederlagen der beiden Konkurrenten Mainz 05 und FC St. Pauli auf den Relegationsplatz.

Die 1:0-Führung durch Adrian Beck (45.+1) glich Wolfsburgs Abwehrspieler Moritz Jenz in der 79. Minute noch aus. Nach dem Schlusspfiff waren beiden Teams enttäuscht. Dass die Heidenheimer als Gegner keine hohe Wertschätzung in Wolfsburg genießen, war schnell sicht- und hörbar. Bei nur 19.163 Zuschauern in der Volkswagen Arena blieben fast 10.000 Plätze leer. Bei jedem Ball, der zum eigenen Torwart zurück statt nach vorn gespielt wurde, pfiffen die Fans.

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