Jetzt reicht uns ein Unentschieden zum Weiterkommen! Österreich gewinnt das letzte Vorrundenspiel bei der Handball–Europameisterschaft gegen Serbien mit 26:25. Für die deutsche Auswahl bedeutet das: Mit einem Remis gegen Spanien (20.30 Uhr/ZDF und Dyn) wäre das DHB-Team für die Hauptrunde qualifiziert.
Für Serbien ist die Lage vor dem Spiel klar: Nach dem Erfolg gegen das DHB-Team (30:27) reicht ein Sieg zum Weiterkommen. Das Team von Trainer Raúl González (56) erwischt jedoch einen bescheidenen Start, bleibt die ersten fünf Minuten ohne Tor.
Die Ösis machen dagegen Druck. Ihnen bleibt trotz zweier Pleiten vor Spielbeginn auch eine Chance aufs Weiterkommen: Sieg gegen Serbien mit mindestens vier Toren und im Anschluss eine deutsche Niederlage gegen Spanien.
Nach 21 Minuten führen unsere Nachbarn vor 7830 Zuschauern 9:7, verpassen kurz darauf aber die große Chance, sich abzusetzen. In doppelter Überzahl können sie die Führung nicht ausbauen. Serbien kämpft sich ran, legt einen Lauf hin und führt zur Halbzeit mit 13:12.
Das Spiel bleibt im zweiten Durchgang knapp, die Führung wechselt hin und her. Zehn Minuten vor Schluss sind die Ösis bei 22:20 wieder auf zwei Treffer weg. Kurzzeitig träumen die deutschen Fans schon von einem speziellen Ergebnis: Ein österreichischer Sieg mit drei Toren, bei dem die Ösis aber NICHT mehr als 29 Tore werfen. Mit diesem Resultat wäre Deutschland selbst bei einer Niederlage weiter und schon vor Anwurf qualifiziert.
Daraus wird nichts – dennoch macht der Ösi-Sieg die Aufgabe gegen Spanien etwas einfacher. Zudem winkt bei einem Sieg über Spanien sogar noch der Gruppensieg!
Serbien-Linksaußen Vanja Ilić (32): „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es fällt mir schwer, nach einem solchen Spiel zu sprechen, aber wir wussten, dass es schwer werden würde, sie haben nie aufgegeben. Wir waren bereit, aber ich weiß nicht, ob es an der Nervosität lag, aber wir hoffen, dass Spanien gewinnt.“



