Wie Tom Cruise in „Top Gun“: Warum macht Macron auf Maverick?
Ungewöhnliches Accessoire: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) trägt aktuell Sonnenbrille
Davos/ Berlin – Ja, es ist aktuell sonnig in Davos … aber das ist nicht der Grund für das ungewöhnliche Accessoire von Emmanuel Macron (48). Frankreichs Präsident trägt Sonnenbrille, nahm sie auch bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum nicht ab. Eine Erklärung für den Sonnenbrillen-Auftritt lieferte Macron ein paar Tage zuvor: Er hat eine Entzündung am Auge. Unschön, aber harmlos! Um sein Auge vor grellem Licht zu schützen (– und vermutlich auch, um die Entzündung zu kaschieren), macht Macron jetzt auf Maverick. Mit seiner blau verspiegelten Pilotenbrille erinnert Frankreichs Präsident stark an die Hauptfigur aus dem amerikanischen Kinohit „Top Gun“.
Sonnenbrille „einem kleinen Problem geschuldet“
In Davos selbst schwieg Macron zu seinem ungewöhnlichen Accessoire. Allerdings hatte er sich erstmals bereits Ende vergangener Woche mit Sonnenbrille gezeigt, dazu erklärt, sie sei „einem kleinen Problem geschuldet“. Er müsse sie „eine Weile tragen“. Wie lange Macron jetzt auf Maverick macht, ist unklar. Auch was genau das „kleine Problem“ ist.
Auch bei seiner Rede am Dienstag in Davos nahm Emmanuel Macron seine Sonnenbrille nicht ab …
… und erinnerte damit stark an den „Topgun“-Helden Pete „Maverick“ Mitchell, gespielt von Tom Cruise. Die Pilotenbrille wurde zum Markenzeichen der Filmfigur
Etwas mehr Klarheit lieferte Macron einen Tag zuvor. Bei einem Auftritt auf der französischen Militärbasis Istres-Le Tubé zeigte er sich noch ohne Brille, stattdessen offen mit Dätsch-Auge. „Bitte entschuldigen Sie das unansehnliche Aussehen meines Auges. Es ist natürlich etwas völlig Harmloses“, erklärt er sich vor den Soldaten. Und Macron scherzte: „Sie können es als unfreiwilligen Verweis auf ‚Eye of the Tiger‘ im neuen Jahr betrachten. Für diejenigen, die den Bezug kennen, ist es ein Zeichen der Entschlossenheit.“
Letzten Donnerstag präsentierte sich Frankreichs Präsident Macron noch offen mit blutunterlaufenem Auge
„Es ist natürlich etwas völlig Harmloses“, versicherte Macron am Donnerstag
Eine passende Überleitung zu seinem Auftritt in Davos! Hier präsentierte sich Macron am Dienstag als knallharter Gegenspieler zu US-Präsident Donald Trump (79), der Grönland um jeden Preis einnehmen will und Grönlands Verbündete zuletzt mit einem neuen Zoll-Hammer drohte. Macron attackierte Trump in seiner Rede frontal, warf ihm „neuen Kolonialismus“ vor. Außerdem forderte er die EU auf, auch schärfste wirtschaftspolitische Maßnahmen gegen die USA zu ergreifen.
Vielleicht kann Emmanuel „Maverick“ Macron mit seiner „Topgun“-Ähnlichkeit ja sogar bei Trump punkten. Immerhin hatte sich der US-Präsident selbst kürzlich einer „Top Gun“-Referenz bedient: Als Reaktion auf die amerikanischen „No King“-Proteste im Oktober letzten Jahres hatte Trump ein KI-generiertes Geschmacklos-Video geteilt, das ihn selbst (mit Krone auf dem Kopf) als Kampfjet-Pilot zeigt. Der Trump-Jet donnert in dem 19-Sekunden-Clip über eine amerikanische Großstadt und wirft Fäkalien auf die Demonstranten. Musikalisch unterlegt hatte Trump sein Video mit dem Song „Danger Zone“ aus dem „Topgun“-Soundtrack .
Allerdings ging diese Referenz nach hinten los: „Danger Zone“-Sänger Kenny Loggins ging gegen die Nutzung seines Songs durch Trump vor.
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