Bibber-Blizzard ++ Lebensgefährliche Windböen: Notstand in New York und Washington ausgerufen
Eine US-Wetterkarte zeigt den befürchteten Jahrhundertsturm. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul rief den Notstand aus
New York (USA) – Es sind drastische Worte, gerichtet an die Millionen Bürger von New York. Gouverneurin Kathy Hochul (67) warnte am Freitag vor dem bevorstehenden Jahrhundertsturm. Sie sprach von einer „absolut tödlichen“ Kälte, die die Weltmetropole heimsuchen werde. Und: Sie rief im gesamten US-Bundesstaat den Notstand aus.
Für den Big Apple sind am Sonntag Blizzard-ähnliche Bedingungen vorhergesagt. Mit einer Schneedecke von bis zu 40 Zentimetern im Extremfall dürfte New York im Flockenwirbel und eisigen Sturm praktisch zum Erliegen kommen. In den Straßen Manhattans ist es bereits leerer geworden, noch herrscht aber die Ruhe vor dem Sturm. Dennoch: Die Supermärkte sind voller Menschen – wie am Tag vor „Thanksgiving“, so eine Verkäuferin in einem TV-Interview.
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul (67)
„Lebensgefährliche“ Windböen
Laut Gouverneurin Kathy Hochul sollen die Temperaturen während des Sturms auf minus 12 Grad Celsius fallen. Mit Windböen von über 50 km/h könnte sich die Kälte wie minus 20 Grad anfühlen – „lebensgefährlich“, wie gewarnt wird. Der eisige Mega-Sturm wird zugleich zum ersten großen Wetter-Test für New Yorks neuen, sozialistischen Bürgermeister Zohran Mamdani (34). Er kündigte an: „Rund 2000 Mitarbeiter der Stadtreinigung werden in 12-Stunden-Schichten arbeiten.“
Extreme Kälte und große Schneemassen werden ab Sonntag erwartet
Aber: Mamdani schloss aus, dass es einen freien „Snow Day“ für öffentliche Schulen geben wird – egal, wie viel Schnee fällt. Auch eine Stilllegung der U-Bahn, wie bei früheren Blizzards, ist bislang nicht geplant.
700 Salzstreuer und Schneepflüge stehen für den Einsatz bereit. Bereits am Freitag begann die Stadt damit, Autobahnen und wichtige Durchgangsstraßen mit Salzlake zu behandeln, so der Bürgermeister, „um Schnee- und Eisbildung zu reduzieren“. Unterdessen kommt es bereits zu Hamsterkäufen in New York und den Vororten mit insgesamt mehr als 20 Millionen Einwohnern. Regale mit Streusalz und Schneeschaufeln sind in vielen Geschäften leer. „Das ist schon ein bisschen Panik, das meiste ist bereits weg“, sagte ein Hausverwalter in Manhattan.
Auch Washington ruft Notstand aus
Ein Problem für die Einsatzkräfte: Laut Mamdani reichen die Prognosen von acht bis zu 40 Zentimetern Schnee – also von eher harmlos bis potenziell verheerend. Das erschwert die Planung.
Auch in Washington bereitet man sich auf den Jahrhundertsturm vor
Zwölf Bundesstaaten haben neben New York im Vorfeld den Notstand ausgerufen, darunter auch die US-Hauptstadt Washington, wie ebenfalls am Freitag bekannt gegeben wurde. Die US-Behörden fordern die Menschen eindringlich auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und auf Autofahrten zu verzichten. Die Lage ist ernst.
170 Millionen Menschen betroffen
Einer der verheerendsten Winterstürme seit Jahren soll am Wochenende weite Teile der USA lahmlegen. 170 Millionen Amerikaner sind betroffen. Die massive Eisfront wird sich über 3600 Kilometer Länge erstrecken, so Meteorologen. Sogar im heißen Florida könnte es am Sonntagmorgen schneien. Das eisige Wettermonster wurde „Fern“ getauft.
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