USA nehmen Irans Ölexporte ins Visier

USA nehmen Irans Ölexporte ins Visier

Die USA erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf das Regime in Teheran: Die Trump-Regierung hat Sanktionen gegen die sogenannte Schattenflotte Irans verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen neun Schiffe und acht zugehörige Firmen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. »Die heutigen Sanktionen zielen ‌auf eine entscheidende Komponente, mit der Iran die Mittel erwirtschaftet, die zur Unterdrückung ⁠des eigenen Volkes ‍eingesetzt werden«, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.

Die Schiffe sollen iranisches Öl auf ausländische Märkte transportiert haben – im Wert von Hunderten Millionen Dollar. Ihre Eigentümer oder Verwaltungsfirmen sitzen in Indien, im Oman und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

US-Präsident Donald Trump schließt weiterhin auch ein militärisches Eingreifen gegen Iran nicht aus. »Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist«, sagte Trump. »Und vielleicht müssen wir sie nicht einsetzen, wir werden sehen«. Zudem sollen zeitnah Strafzölle für Handelspartner des iranischen Regimes in Kraft treten in Höhe von 25 Prozent.

Bei den Protesten in Iran sind nach Angaben eines Insiders aus der Regierung mindestens 5000 Menschen getötet worden. Trump hatte der Führung in Teheran zunächst noch gedankt, nach US-Druck geplante Hinrichtungen ausgesetzt zu haben. Nun deutet die iranische Justiz an, dass Hinrichtungen ⁠wieder aufgenommen werden könnten. Trump ‍erklärte, es sei an der Zeit, nach einer neuen Führung in Iran zu suchen.

Ein militärisches Eingreifen der USA würde keinen Wandel in Iran bewirken, meint SPIEGEL-Auslandsreporterin Susanne Koelbl. Lesen Sie hier ihren Essay: »Trump kann den Wandel in Iran nicht herbeibomben« 

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