Berlin. Seit Jahrzehnten prägt Joachim Wieland die Entwicklung großer Stadtareale – erst bei Hochtief, heute als Chef von Aurelis Real Estate. Die ehemalige Deutsche-Bahn-Tochter hat bundesweit in großem Umfang Brachflächen für Wohnen, Büros und Industrie entwickelt. Inzwischen baut, saniert und vermietet das Unternehmen vorrangig Gewerbeimmobilien.
Der erfahrene Manager warnt davor, dass Deutschland sich mit immer komplexeren Vorschriften selbst ausbremst. Im Kurzinterview mit dem Handelsblatt erklärt er, warum Bauprojekte früher trotz weniger Regeln hochwertig waren, wo er den größten Veränderungsdruck für die Branche sieht – und welches Zukunftsprojekt für ihn das Potenzial hat, eine ganze Region wirtschaftlich neu auszurichten.
Lesen Sie hier das Kurzinterview mit Aurelis-Chef Joachim Wieland:
Herr Wieland, angenommen, Sie wären Bundesbauminister: Was wäre Ihre erste Amtshandlung?
Die Regeln für Planungs- und Genehmigungsverfahren gehören auf ein Maß wie vor 20 Jahren zurückgefahren. Auch die Gebäude damals waren hochwertig und stehen bis heute. Überkomplexe Regeln, etwa zur Umweltverträglichkeitsprüfung, führen zu absurden Ergebnissen bei der Abwägung zwischen Bauen und Umweltschutz. Es braucht einen echten Bau-Turbo. Nachbarländer zeigen: Es geht deutlich schneller und dennoch rechtssicher.



