Halbes Jahr nach Verpflichtung

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Youssoufa Moukoko steht offenbar vor der nächsten Abzweigung in seiner Profikarriere. Wie das dänische Portal „Bold.dk“ in Berufung auf eigene Informationen berichtet, prüft der FC Kopenhagen die Möglichkeit eines Verkaufs des Mittelstürmers. Damit könnte die Zeit des zweifachen deutschen Nationalspielers nur ein halbes Jahr nach seinem 5-Millionen-Euro-Transfer in die dänische Hauptstadt wieder vorbei sein.
Moukoko konnte die in ihn gesetzten Erwartungen demnach nicht erfüllen, deshalb erwäge Sportdirektor Sune Smith-Nielsen, den Youngster schon wieder abzugeben. Der Offensivmann sei „ins Abseits“ geraten, wie es das Medium formuliert. Moukoko, den der BVB im vergangenen Sommer nach seiner Leih-Rückkehr aus Nizza dauerhaft ziehen ließ, schaffte für die Løverne (Löwen) acht Treffer und zwei Vorlagen in 29 Partien über 1.449 Minuten.
Die Kopenhagener Konkurrenz um den 17-jährigen Viktor Dadason habe Top-Verdiener Moukoko den Rang abgelaufen. Deshalb soll das frühere Sturmjuwel im Winter gehen, wenn sich ein passender Interessent finde. Moukoko hatte einen Vertrag bis Juni 2030 unterschrieben. Beim vergangenen Superliga-Update Mitte Dezember fiel er auf den niedrigsten Wert seiner Karriere: von 10 Mio. Euro, was 2020 auch sein erster Marktwert war, auf noch 7 Mio. Euro.

Dänemark-Experte: Moukoko als schwierige Personalie
„Moukoko ist weiterhin eine schwierige Personalie“, sagte Dänemark-Experte und Transfermarkt-Marktwert-Admin „sami09“ Ende des Jahres. „Viele FCK-Fans und Fußballinteressierte in Dänemark generell gingen davon aus, dass er komplett einschlagen und ähnliche Scorerwerte haben würde wie Franculino. Die Wahrheit ist aber, dass er nur zum Anfang der Saison wirklich gesetzt war. Er hatte Schwierigkeiten mit der Ausdauer, weshalb er oft früher runtermusste. Durch seine stark schwankenden Leistungen zog Trainer Jacob Neestrup zum Ende der Hinrunde sogar mehrmals den hochtalentierten Viktor Dadason vor, und Moukoko bekam immer weniger Einsatzzeiten.“
Die Basisablöse für Moukoko betrug Berichten zufolge 5 Mio. Euro, durch Boni seien sogar 7 Mio. Euro möglich. Zudem hatte sich der BVB eine Weiterverkaufsbeteiligung gesichert. Die Schwarz-Gelben könnten für das einst auf 30 Mio. Euro Marktwert taxierte Eigengewächs also noch einmal einen Nachschlag bekommen, wenn Kopenhagen Moukoko tatsächlich transferiert.



