Die Kleinstadt Niscemi auf Sizilien. Heftige Unwetter sorgten am Wochenende für einen massiven Erdrutsch, mehr als 1.500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
Mehrere Wohnhäuser können wohl nicht wieder aufgebaut werden, die betroffenen Bewohner sollen umgesiedelt werden – einige macht das wütend.
Francesco Zabra, Anwohner:
»Vor dreißig Jahren kam die Kommission für Erdrutsche, um das Haus zu inspizieren, und sie sagten, alles sei in Ordnung, alles sei normal. Heute, nach 30 Jahren, kommt es zu diesem Erdrutsch, und zuvor hatte niemand etwas dagegen unternommen, vom ersten Bürgermeister damals bis heute.«
Niscemi, eine Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern im Süden Siziliens, liegt auf einem Plateau, das laut Behörden aufgrund von Wasser im Untergrund allmählich abrutscht. Häuser, die am Abgrund stehen, können vorerst nicht bewohnt werden.
Fabio Ciciliano, Zivilschutz:
»Eines ist sicher: Der Erdrutsch ist nach wie vor aktiv. Ich habe dies während meiner Inspektion mit meinem Handy dokumentiert. Es ist für alle offensichtlich, dass die Situation wirklich sehr, sehr kompliziert ist.«
Die italienische Regierung rief den Notstand für die vom Sturm betroffenen Regionen Sizilien, Sardinien sowie Kalabrien aus und stellt 100 Millionen Euro für Hilfsmaßnahmen bereit. Lokale Behörden schätzen die Schäden allein auf Sizilien jedoch auf über anderthalb Milliarden Euro.



