Beamer im Test: Die besten Modelle für Heimkino & Co.

Beamer im Test: Die besten Modelle für Heimkino & Co.

Ob für Heimkino, Büro und Gaming: Beamer eignen sich für vielerlei. COMPUTER BILD zeigt in diesem großen Vergleich, welche Modelle mit scharfem Bild, starker Helligkeit und modernster Technik punkten – und bei welchem Projektor sich der Kauf wirklich lohnt.

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Mit Beamern sorgen Sie zu Hause und unterwegs für Kino-Feeling. In unserer Bestenliste versammeln sich daher sowohl mobile Beamer mit Akku als auch fest installierte Modelle fürs Wohnzimmer. Alle getesteten Geräte sind smart ausgestattet und benötigen lediglich eine WLAN-Verbindung, um ganz ohne lästiges Kabelgewirr Zugriff auf Tausende Streaming-Apps, TV-Dienste und Spiele zu bieten. Wer stattdessen Wert auf maximale Bild- und Tonqualität legt und einen Blu-ray-Player oder eine Spielekonsole anschließen möchte: Im folgenden finden Sie zahlreiche Projektoren mit umfangreicher Anschlussvielfalt. Unser großer Beamer-Test zeigt zu jedem Einsatzzweck die passenden Modelle und hilft dabei, sich im vielfältigen Heimkino-Angebot zurechtzufinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Testsieger: Der Valerion Vision Master Max ist der beste Beamer im Test.
  • Preis-Tipp: Den besten Mix aus Preis und Leistung bietet der Aurzen Boom Mini.
  • Labortests: Werte wie Helligkeit und Farbdarstellung messen wir standardisiert mit präzisen Instrumenten.
  • Praxisnähe: Bildqualität und Bedienkomfort prüfen wir unter Alltagsbedingungen – auch bei Probanden zu Hause.

Preistipp:Aurzen Boom Mini

Ein günstiger Heimkino Beamer, der kaum Wünsche offen lässt? Ja: Der Aurzen Boom Mini bietet ein stimmiges Gesamtpaket, wie sich im Test von COMPUTER BILD zeigte. Sein großes Full-HD-Bild ist auch in Räumen mit etwas Restlicht hell genug.

Dazu kommt ein überraschend satter Klang, den man sogar sieht: Auf der Rückseite zeigt der handliche Smart Projektor vier Soundtreiber – in kleineren Wohnzimmern ersetzt das oft die Soundbar.

Aurzen

BOOM Mini

  • Leichte Bedienung
  • Helles Bild in Full-HD
  • Enorm satter Klang
  • Helligkeit nicht völlig gleichmäßig
  • Kein Akku, braucht also Stromanschluss

279,99 EUR

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Google TV als Oberfläche reduziert Anschlusszwänge, denn Netflix und Tausende Apps sind bereits dabei. Die wichtigsten Buchsen bringt der günstige Kunststoffkerl trotzdem mit. Beim Zubehör spart der Budget-Beamer nicht: Ein Objektivschutz liegt bei, Filter für den Lüfter lassen sich leicht wechseln. Noch größere, schärfere und hellere Bilder schaffen andere smarte Projektoren – kosten aber teils zehnmal so viel.

Kompakt mit Punch: Der Aurzen Boom Mini ist so klein wie eine Brotdose und hat trotzdem großen Klang im Rücken.

(Foto: COMPUTER BILD)

Testsieger:Valerion Vision Master Max

Der Valerion Vision Master Max fährt schweres Geschütz auf: hohes Gewicht, hoher Preis, dafür aber Heimkino-Qualität der Extraklasse. In nahezu allen Disziplinen setzt der Luxus-Beamer Maßstäbe, von der erstklassigen Verarbeitung über die üppige Ausstattung bis hin zu überzeugender Bild- und Tonqualität. Selbst starke Mitbewerber lässt er hinter sich.

Testsieger

Testsieger

Valerion

VisionMaster Max

  • Top-Linsentechnik
  • Großartige Ausstattung
  • Enorm guter Klang
  • Sehr schwer
  • Gimbal-Stativ kostet extra

4.399,00 EUR

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Die Investition von knapp 4400 Euro (Stand: Januar 2026) zahlt sich also aus, setzt aber auch den passenden Rahmen voraus. Denn das enorme Potenzial des Valerion kommt erst in einem entsprechend großen Raum voll zur Geltung. Wer viel Platz hat, trifft mit diesem Modell die ideale Wahl. Für durchschnittliche Wohnzimmer und kleinere Budgets finden sich in unserer Bestenliste jedoch sehr gute Alternativen.

Die Verarbeitungsqualität des Valerion ist wirklich außergewöhnlich hoch. Ebenso hoch: sein Gewicht.

So testen wir:Beamer auf dem Prüfstand

Im COMPUTER BILD Labor: Redakteur Richard W. Schaber mit Beamern von Xgimi, LG, Aurzen, Wanbo, Thomson, Leica, Yaber, TCL und Dangbei – beim Test bleibt das Licht aber aus.

(Foto: COMPUTER BILD)

Hersteller rechnen die Leistung ihrer Projektoren gern schön – wir finden für Sie heraus, was die Geräte wirklich bringen. Dafür messen wir nach praxisnahen und international anerkannten Standards, die alle Testbedingungen klar vorschreiben. Nur gleiche Bedingungen erlauben vergleichbare Werte, deshalb prüfen wir unabhängig von Bauart und Lichtquelle. Was passiert im Beamer-Test konkret?

Beamer im Vergleich: Testergebnisse

Epson

Lifestudio Flex EF-72

Samsung

The Premiere LPU9D

LG Electronics

LG CineBeam S PU615U

Epson

EF-22N Navyblau + Standfuß

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

So ermitteln wir die Bildhelligkeit

Im Beamer-Test messen wir nicht den grellen Lichtstrom an der Linse, denn der sagt wenig über die tatsächliche Bildhelligkeit aus. Stattdessen messen wir direkt auf einer neutralen Leinwand; die Leuchtdichte geben wir in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) an. Weil die Helligkeit im Bild schwankt, zählt der Durchschnitt aus neun Punktmessungen. Daraus ergibt sich die Bildhelligkeit in ANSI Lumen. Die Maximalhelligkeit im Hochkontrastbereich (HDR) erfassen wir ebenfalls.

Die Helligkeit messen wir im reinen Weißbild direkt auf der Leinwand – nur die tatsächliche Anzeigehelligkeit zählt. Hier strahlt der Nebula X1 so kräftig, dass die Hand des Testers erblasst.

(Foto: COMPUTER BILD)

So bestimmen wir das Kontrastverhältnis

Viele Herstellerangaben zum Kontrast sind wenig aussagekräftig, weil stark geschönt. Wir messen deshalb den nativen Kontrast im Standard Dynamikbereich (SDR): Weiß und Schwarz im gleichen Schachbrettmuster (In Bild Kontrast nach ANSI-Standard).

Die Farbraumabdeckung berechnet Calman Professional nach einer Messreihe; hier exemplarisch starke Werte des Laser Beamers Anker Nebula X1.

(Foto: COMPUTER BILD)

So prüfen wir die Farbgenauigkeit

Gute Beamer decken ein größeres Farbspektrum ab als Fernseher. Mit einem Colorimeter prüfen wir, ob Farben korrekt erscheinen. Wir messen die Abdeckung des SDR Farbraums Rec.BT.709 und des HDR-Farbraums DCI P3. Die durchschnittliche Abweichung zu den Testmustern geben wir als Delta-E an, die Farbraumabdeckung in Prozent.

Bildqualität in der Praxis

Wie gut ein Beamer Bild wirkt, verraten Messwerte nur bedingt. Beim Sichttest achten geschulte Tester daher auf typische Probleme wie Randunschärfe, Farbstiche, Helligkeitsschwankungen und störende Pixel. Solche Effekte entstehen durch digitale Bildoptimierung und heißen Artefakte.

Bildqualität zeigt sich in der Praxis: Das günstige JMGO PicoPlay+ tut sich mit feinen Farbverläufen im Hintergrund schwer. Hätten Sie es bemerkt?

(Foto: COMPUTER BILD)

Aufbau und Einrichtung

Wir beobachten, ob ungeschulte Probanden Aufbau, Anschlüsse und die WLAN-Verbindung problemlos schaffen oder auf Hürden stoßen. Diese Eindrücke ergänzen das vergleichende Urteil der Tester.

Benutzeroberfläche und Bedienung

Auch Ersteinrichtung und Orientierung im Menü prüfen wir, indem wir den Probanden über die Schulter schauen. Viele Systeme verlangen einen Login und verunsichern mit seitenlangen Nutzungsbedingungen. Wenn zudem die Fernbedienung ohne Beleuchtung auskommen muss, steigt der Frust. Genau hier verlieren zahlreiche Beamer Punkte beim Bedienkomfort.

Noch so logisch: Ohne beleuchtete Tasten nervt die Fernbedienung im dunklen Heimkino.

(Foto: COMPUTER BILD)

Welche Beamer-Typen gibt es?

Zunächst machen alle Beamer dasselbe: Sie strahlen eine Fläche an, auf der das Bild erscheint. Große Unterschiede gibt es beim Einsatzgebiet, der Projektionsdistanz und der Lichtquelle. Das sind die wichtigsten Merkmale verschiedener Beamer Typen:

  • Stationäre Beamer: Ständig auf Strom aus der Steckdose angewiesen, dafür in Helligkeit und Leistung breit aufgestellt.
  • Mobile Beamer: Kompakt, tragbar und mit Akku oder Powerbank nutzbar – dafür weniger hell und hochauflösend.
  • DLP und LCD Anzeigetechnik: DLP (Digital Light Processing) dominiert mit über neunzig Prozent bei smarten Projektoren. LCD-Technik ist seltener, hat aber Vorteile: So tritt etwa beim Epson Pop kein störender DLP Regenbogeneffekt auf.
  • Laser-Lichtquelle: Moderne DLP-Laserprojektoren liefern kräftige Farben über die ganze Fläche, ohne zu den Rändern abzudunkeln – und sind oft teurer als LED Beamer.
  • LED-Lichtquelle: Häufig günstiger als Laser, dafür oft mit schwankender Helligkeit und unscharfen Rändern – hochwertige LED-Beamer bilden Ausnahmen.
  • Standarddistanz: Klassische gerade Ausrichtung zur Leinwand braucht für große Bilder viel Abstand – dafür wachsen die Bilddiagonalen stark.
  • Kurzdistanz: Schräge Projektion auf die Wand braucht weniger Abstand für große Bilder – die maximale Bildgröße bleibt gedeckelt.
  • Ultrakurzdistanz (UKD/UST): Steht wie ein Fernseher auf der Kommode und wirft das Bild aus kürzester Distanz nach oben, ist aber anfällig für Darstellungsfehler.
Der Laser-Beamer fürs Heimkino (Leica, links) und der LED-Projektor mit Akku (Thomson, rechts) unterscheiden sich klar, gemeinsam gilt: Klassische hochgiftige und empfindliche Beamer-Glühbirnen nutzt keiner mehr.

(Foto: COMPUTER BILD)

Wie viel Helligkeit braucht ein Beamer?

Wie oben im Testverfahren beschrieben, geben wir die Bildhelligkeit in (ANSI) Lumen an. Dieser Messwert entsteht im Labor bei absoluter Dunkelheit. Für die Praxis ist er daher nur begrenzt greifbar, wenn die Umgebungshelligkeit abweicht. Heißt: Die 400 Lumen des mobilen JMGO PicoPlay+ können völlig reichen, während die zehnfache Leistung des Xgimi Horizon 20 Max zu wenig sein kann.

Ein Motiv, zwei Kontraste: Oben trennen sich helle und dunkle Flächen klar, unten flacht Licht auf der Leinwand den Kontrast ab. Wir messen zwar in Dunkelheit, sichtbar bleibt der Kontrast dennoch umgebungsabhängig.

(Foto: COMPUTER BILD)

So viel Lumen braucht es

Richten Sie die nötige Helligkeit am Einsatzort und den Lichtverhältnissen aus:

  • Absolute Dunkelheit: 100 bis 200 Lumen aus dem Beamer im Hosentaschenformat ZIP genügen in einem fensterlosen Raum ohne Lichtquellen.
  • Stark abgedunkelter Raum: 200 bis 400 Lumen reichen bei Nacht oder in einem dunklen Zimmer mit sehr wenig Restlicht von draußen.
  • Passives Licht: 400 bis 600 Lumen sind ausreichend, wenn nur wenig indirekte Beleuchtung vorhanden ist.
  • Stark gedämpftes Raumlicht: Ab 600 Lumen bleibt das Bild sichtbar, auch bei eingeschaltetem warmem, gedimmtem Licht. Das schafft sogar ein Akku-Beamer wie der Xgimi MoGo 4 Laser.
  • Gedimmte Raumbeleuchtung: Ab 800 Lumen wird eine mäßig helle Deckenlampe nicht sofort zum Ausschlusskriterium.
  • Warmes Raumlicht: Ab 1000 Lumen ist die Projektion bei eingeschalteter Deckenbeleuchtung erkennbar, sofern diese nicht sehr hell strahlt.
  • Vollbeleuchtung und Kaltlicht: Ab 2000 Lumen ist ein voll erleuchteter Raum mit kühlem Licht möglich, solange die Leinwand nicht direkt angestrahlt wird.
  • Tageslicht im Raum: Ab 3000 Lumen bleibt das Bild auch bei Tageslicht in Innenräumen gut erkennbar; der Leica Cine Play 1 schafft das – nicht jedoch bei direkter Sonne auf der Leinwand.
  • Direktes Sonnenlicht: Kein Beamer im Testfeld ist dafür hell genug – hier hilft nur teure Profi-Projektionstechnik.
  • Freilichteinsatz: Bei hellem Tag schafft kein Gerät im Freien ein sehr gutes Bild – die stärksten Modelle sind auf schattigen Flächen draußen am Tag nutzbar.
Vorführung bei Epson in London: Gedämpftes Licht nimmt dem Lifestudio Flex mit über 1000 Lumen wenig – die Farben bleiben frisch.

(Foto: COMPUTER BILD)

Welche Auflösung braucht ein Beamer?

4K, UHD, Full HD – die Bezeichnungen wirken oft rätselhaft. Die höchste Auflösung liefert zudem nicht automatisch das beste Bild. Darauf kommt es bei der Beamer Auflösung an:

4K und Ultra HD/UHD (2160p)

4K und UHD bedeuten dasselbe und bilden die höchste relevante Auflösungsstufe für Fernseher und Beamer. Während UHD bei günstigen Fernsehern Standard ist, kosten UHD-Beamer deutlich mehr als Full-HD-Modelle: Mit 2.000 Euro gilt der JMGO N1S Ultimate sogar als eher günstig. Je größer die Diagonale, desto deutlicher spielt ein 4K-Beamer seine vierfach höhere Pixelzahl auf gleicher Fläche aus.

Das Problem: Wer echte – also nicht nur hochgerechnete – UHD-Bilder sehen will, zahlt zusätzlich, denn Blu-ray-Discs und hochwertige Netflix-Serien in UHD gibt es nur mit dem Premium-Abo für über 20 Euro pro Monat. Oder man investiert 30 Euro in einen einzelnen Film auf 4K Blu-ray.

Links Full-HDBeamer (aktuell um 300 Euro), rechts UHD-Projektoren (um 2.000 Euro): Die Bauart ähnelt sich, die hochauflösenden Modelle sind jedoch gern fünf bis zehnmal so hell – und ebenso viel teurer.

(Foto: COMPUTER BILD)

Full HD (1080p)

Full HD (auch FHD oder HD) ist bei günstigen Beamern am häufigsten vertreten. Kleine Modelle mit Akku wie der Nebula Capsule 3 bieten trotz Laser-Technik keine höhere Auflösung. Gleichzeitig liegt der Großteil der Inhalte maximal in Full HD vor: Im regulären TV Programm fehlt UHD komplett, im Pay TV gibt es UHD nur mit Zusatz-Hardware von Sky oder MagentaTV. Wer preisbewusst kauft, verzichtet also auf nichts? Nicht ganz. Bei Full HD fehlt vor allem bei sehr großen Bildern etwas: Die KI-gestützte Hochrechnung (Upscaling) arbeitet schwächer als bei 4K Beamern, die wahrnehmbare Schärfe leidet ab etwa 120 Zoll zunehmend. Kommt oft die große Outdoor-Leinwand zum Einsatz, ist Full HD eher knapp bei den Pixeln.

Wie groß wird ein Beamer Bild?

Für viele zu groß: 300 Zoll Bilddiagonale schaffen manche Beamer – bei normaler Deckenhöhe ist mit 200 Zoll Schluss.

(Foto: COMPUTER BILD)

Die maximalen Bilddiagonalen lesen sich oft riesig: Mit 300 Zoll (etwa 7,5 Meter) erreicht der Dangbei MP1 Max echtes Kinoformat. Das passt in kein normales Wohnzimmer – realistisch ist das nur draußen oder in einer Halle. Wie groß das Bild wird, hängt vom Abstand zur Leinwand ab. Bei Festbrennweiten-Projektoren im Normaldistanzbereich bestimmt die Raumtiefe die Bildgröße, weil große Diagonalen großen Abstand fordern. Sonst verhindert das Projektionsverhältnis des Objektivs den Kinotraum – besonders bei Standarddistanz-Geräten ohne Zoom-Objektiv.

Auf dem Objektivring des JMGO N1S Ultimate stehen Angaben, die nicht das Projektionsverhältnis beschreiben. Der ähnlich geschriebene Wert 1:2,2 bezeichnet wie bei Kamera Objektiven die Blendenweite.

(Foto: COMPUTER BILD)

Projektionsverhältnis und Bildgröße erklärt

  • Das Projektionsverhältnis beschreibt das Verhältnis von Abstand zu Bildbreite: 1,2:1 bedeutet, dass 1,2 Meter Abstand für 1 Meter Bildbreite reichen. Ist der Abstand wie beim LG CineBeam S kleiner als die Bildbreite (zum Beispiel 0,4:1), handelt es sich um einen Kurzdistanzbeamer.
  • Beamer mit Zoom-Objektiv wie der Hisense C2 Ultra haben ein variables Projektionsverhältnis, erkennbar an Angaben wie 0,9 1,5:1. Er erzeugt aus 90 Zentimetern und aus 1,5 Metern jeweils 1 Meter Bildbreite.
  • Wichtig: Das Projektionsverhältnis steht meist nicht auf dem Objektivring, sondern im Datenblatt oder in der Anleitung.

Welche Funktionen braucht ein Beamer?

Funktionscheck: Der Xgimi Horizon 20 Max verschiebt die Projektion per Lens Shift frei in alle Richtungen, ohne das Bild digital zu verbiegen.

(Foto: COMPUTER BILD)

Beamer werben mit vielen Funktionen, doch welche zählen wirklich? Diese mechanischen und digitalen Helfer bestimmen Flexibilität und Bedienkomfort maßgeblich:

  • Autofokus: Wichtigste Komfortfunktion für dauerhaft scharfe Bilder; ersetzt das Drehen an Objektivringen. Alle Beamer im Testfeld bieten Autofokus.
  • Optischer Zoom: Hilft, die Bildgröße bei gleichbleibendem Abstand flexibel anzupassen.
  • Linsenverschiebung: Hochwertige Zusatztechnik; Linsenverschiebunrg (Lens Shift) ermöglicht grade Bilder ohne penible Ausrichtung und ohne Qualitätsverlust.
  • Auto-Trapezkorrektur: Digitale Alternative zur Linsenverschiebung; entzerrt das Bild automatisch, aber nicht immer verlustfrei. Funktioniert auch manuell.
  • Zwischenbildberechnung: Auch Bewegungsglättung genannt; erzeugt KI-Zwischenbilder für flüssigere Bewegungen – praktisch bei Sportübertragungen.
  • Lichtsensor: Passt die Helligkeit automatisch an; spart Strom und schont die Lichtquelle deutlich.
  • Auto-Farbanpassung: Sinnvoll ohne neutrale Leinwand; gleicht das Bild an die Wandfarbe an, damit Farben unverfälscht bleiben.
  • Datenerkennung: Wichtig für Videos von Festplatten und Speichersticks; passende (USB)-Anschlüsse sind nötig, unterstützen aber nicht jedes Format.
Nicht jeder USB-Anschluss liest Speichermedien – und nicht jedes Dateiformat wird wiedergegeben. Wir prüfen die Datenträgerkompatibilität an jeder Buchse.

(Foto: COMPUTER BILD)

Welche Anschlüsse braucht ein Beamer?

Beamer sind heute so smart wie Fernseher: Mit vorinstallierten Oberflächen und Streaming-Angeboten sinkt der Bedarf an Zuspielern wie Blu-ray-Playern. Rein theoretisch reicht der Anschluss fürs Netzteil. Für verlustfreie Medienwiedergabe von optischen Datenträgern (CD, DVD, Blu-ray) und Flash-Speichern (USB-Sticks) bleiben weitere Buchsen aber wichtig.

Gut bestückt: Toslink, USB und HDMI doppelt sowie AUX – der Xgimi Horizon 20 Max bietet reichlich Anschlüsse. Mobile Beamer haben dafür weniger Platz.

(Foto: COMPUTER BILD)

Die wichtigsten Beamer-Anschlüsse

Diese Anschlüsse haben Beamer – besonders mobile Modelle – teils nicht mehr:

  • HDMI: Wichtigste Buchse für externe Abspielgeräte und Receiver.
  • HDMI ARC/eARC: Nimmt Signale entgegen und gibt sie aus; wichtig für AV-Receiver/Verstärker und Soundbars.
  • HDMI 2.1: Relevanter Standard für Spielkonsolen und hohen Datendurchsatz.
  • USB-A: Zentrale Buchse für Daten von Speichermedien, teils auch für Computer ohne HDMI.
  • USB-C: Dient nicht immer nur der Datenübertragung, sondern versorgt mobile Beamer mit Strom oder lädt per PD (Power Delivery) den Akku über die Powerbank.
  • Toslink: Optischer Digitalausgang für verlustfreie Tonausgabe; Ersatz für HDMI ARC, überträgt kein Bild.
  • AUX: Nimmt klassische Kopfhörerstecker (3,5-mm-Klinke) auf, auch für Stereoausgabe an Receiver und Anlage.
  • LAN: Ermöglicht eine Internetverbindung per Ethernet-Kabel als Alternative zu WLAN.

Bester Akku Beamer:Xgimi MoGo 4 Laser

Der Xgimi MoGo 4 Laser tritt das Erbe des Samsung Freestyle als bestes Kino-Komplettpaket für unterwegs an. Der mobile Beamer passt in jeden Rucksack, bringt Lautsprecher von Harman Kardon mit und ausreichend Akku-Power für eine Spielfilmlänge in XL. Dazu kommen clevere Extras: eine kleine Zusatzfernbedienung mit Gürtelclip und magnetische Vergrößerungslinsen machen den Xgimi noch flexibler, als es sein Drehgelenkstativ ohnehin erlaubt.

Mobile Beamer brauchen eine starke Bildkorrektur, um aus schrägen Winkeln ein gerades Bild zu erzeugen. Hier: Xgimi MoGo 4 mit automatischer Trapezkorrektur.

(Foto: COMPUTER BILD)

Für Tageslicht reicht die Laserleistung nicht – mehr Helligkeit als der Xgimi hat bisher aber kein anderer Akku Projektor. Noch kleiner mit Laser gewünscht? Der Nebula Capsule 3 ist kaum größer und schwerer als eine Bierdose.

XGIMI

MoGo 4 Laser

  • Großes Bild mit starken Farben
  • Eingebauter Akku
  • Ordentlicher Klang
  • Gute Verarbeitung
  • Keine UHD-Qualität
  • Im Akkubetrieb deutlich dunkler
  • Empfindliche Aufhängung

775,90 EUR

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Bester Gaming Beamer:Xgimi Horizon 20 Max

Mit dem Xgimi Horizon 20 Max bringt der Hersteller ein deutlich aufgerüstetes Beamer Flaggschiff fürs Heimkino: Vollwertiger Lens Shift ist ebenso an Bord wie optischer Zoom. Die breite Anschlussleiste mit HDMI 2.1 und 120 Hertz Bildwiederholrate bei UHD-Auflösung lädt Gaming Fans ein, Konsolenspiele ohne Bremse im Kinoformat zu erleben.

Rekordverdächtig – nicht immer mitgetestet – fällt das Netzteil von Horizon schon vor dem ersten Anschalten auf. Mit über einem Kilo ist es alles andere als unauffällig!

(Foto: COMPUTER BILD)

Für den Ton sorgt HiFi Spezialist Harman Kardon; vor allem Filme klingen auch ohne externe Verstärkung differenziert und räumlich. Der Horizon 20 Max ist zudem der hellste Beamer im Test, allerdings weniger komfortabel in der Bedienung als der Testsieger – und bei Materialqualität und Verarbeitung nicht erste Wahl.

XGIMI

Horizon 20 Max

  • Sehr gutes 4K-Bild
  • Extrem guter Klang
  • Beste Gaming-Kompatibilität
  • Top-Ausstattung
  • Sichtbare Randunschärfe
  • Wahrnehmbarer Regenbogeneffekt

2.999,00 EUR

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Beamer statt Fernseher:Laser-TV erklärt

Ein Beamer als TV-Ersatz? Das geht, doch bei Tageslicht wird es schwierig. Ultrakurzdistanz-Beamer wie der Leica Cine 1 helfen: Sie stehen wie ein Fernseher auf der Kommode vor der Wand und werfen ihr Bild schräg nach oben, werden daher als Laser-TV vermarket.

Hochkontrast-Leinwände für Laser-TV erkennt man am Grau: Je dunkler, desto knackiger wirkt das Bild bei Tageslicht.

(Foto: COMPUTER BILD)

Durch den kurzen Projektionsweg verlieren sie in hellen Räumen weniger Leuchtkraft, zeigen wegen ihrer verwinkelten Arbeitsweise aber häufiger Bildfehler. Das Bild wird trotz kurzer Distanz sehr groß, diese Beamer kosten jedoch meist deutlich mehr. Günstiger und kompakter sind Kurzdistanz-Beamer wie der LG CineBeam S. Als Fernseher-Ersatz rund um die Uhr braucht ein Beamer eine spezielle Hochkontrast-Leinwand – ohne die bleibt selbst mit teurem Laser TV das Schwarz flach.

Braucht jeder Beamer eine Leinwand?

Nicht jeder Beamer braucht zwingend eine Leinwand. Mobile Projektoren müssen unterwegs oft ohne ideale Fläche auskommen. Zu Hause lohnt sich eine Leinwand als TV-Ersatz jedoch enorm: Ob fest montiert als Rollo oder faltbar mit Ständer, das Bild wirkt mit Leinwand farbkräftiger, heller und kontrastreicher – auch wenn weißer Feinputz grundsätzlich funktioniert.

Der Nebula X1 findet die Projektionsfläche selbst und passt die Bildgröße automatisch an. Diese Komfortfunktion bieten immer mehr smarte Beamer.

(Foto: COMPUTER BILD)

Leinwandformat, Leinwanderkennung, Leinwandeinpassung

Am besten passt das Leinwandformat zum Bildformat des Beamers (oft 16:9), doch das ist weniger strikt: Früher war die Anpassung an die Leinwand knifflig, moderne Smart Beamer erkennen die Leinwand automatisch und passen das Bild häufig ganz ohne Zutun an.

Tipp: Achten Sie beim Leinwandkauf auf den Gain-Faktor – ein hoher Gain über 1,0 steigert die Lichtausbeute, für besseren Kontrast und tiefere Schwarztöne eignen sich lichtschluckende Leinwände (Gain unter 1,0).

Ein Beamer-Stativ bringt mehr als Standfestigkeit und Höhenausgleich: Mobile Geräte der JMGO PicoPlay+ (im Bild) haben teilweise einen Akku im Stativ.

(Foto: COMPUTER BILD)

Wer sich im Heimkino nicht allein auf digitale Bildoptimierung oder Linsen-Tricks verlassen will, montiert den Beamer auf ein Stativ. Das erlaubt feine Justierung – ist aber außer bei mobilen Modellen selten im Lieferumfang.

Unser Fazit:Der richtige Beamer ist auch eine Preisfrage

Der große Vergleich zeigt klar: Großes Heimkino wird grundsätzlich günstiger. Doch wer Top-Auflösung in UHD möchte, zahlt mehr: Der Testsieger kostet mehr als zehnmal so viel wie der Preis-Tipp Aurzen Boom Mini, bei dem Full HD die höchste Auflösung ist. Beim Bedienkomfort bieten smarte Betriebssysteme in allen Preisklassen ähnliche digitale Bequemlichkeit. Mechanische Extras wie Linsenverschiebung bringen vor allem höherwertige Projektoren mit. Sie verlieren aber teils Punkte bei der Bedienung, oft wegen Fernbedienungen ohne Tastenbeleuchtung.

Die neue Welle mobiler Akku-Projektoren schlägt sich überraschend gut – allen voran der Xgimi MoGo 4 Laser. Er bleibt jedoch deutlich dunkler als die stationären Leistungsträger mit großem Netzteil. Trotz breiterem und bunterem Angebot gilt: Hochwertige Linsenakrobaten mit viel Leuchtkraft an der Spitze der Bestenliste kosten mehr als ein großer Top-Fernseher – liefern dafür echtes Kinogefühl mit starken Farben und inzwischen deutlich besserem Ton als ältere Modelle.

Was kostet ein guter Beamer für zu Hause?


Welcher Beamer ist besser: LED oder Laser?


Kann ein Beamer einen Fernseher ersetzen?


Kann ich einen Beamer bei Tageslicht nutzen?


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