Fifa-Präsident Gianni Infantino wird für Russland-Äußerungen heftig kritisiert

Fifa-Präsident Gianni Infantino wird für Russland-Äußerungen heftig kritisiert

Der Hintergrund: Am Montag hatte sich Infantino offen für eine Aufhebung des Fußball-Banns gegen Russland gezeigt. »Das müssen wir«, sagte der Schweizer beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine russische Rückkehr geprüft werden müsse: »Auf jeden Fall – zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen.« Er ergänzte, »dass es helfen würde, wenn Mädchen und Jungen aus Russland in anderen Teilen Europas Fußball spielen könnten«.

»Eine Schande, die an die Olympischen Spiele 1936 erinnert«

Außenminister Sybiha nahm konkret Bezug auf diese Einlassung. »679 ukrainische Mädchen und Jungen werden nie Fußball spielen können – Russland hat sie getötet«, schrieb der Außenminister in den sozialen Netzwerken: »Und es tötet weiter, während moralisch Degenerierte vorschlagen, die Sanktionen aufzuheben, obwohl Russland seinen Krieg nicht beendet hat. Künftige Generationen werden dies als eine Schande betrachten, die an die Olympischen Spiele 1936 erinnert.« Die Spiele 1936 fanden im nationalsozialistischen Deutschland statt.

Lob für Infantino kam aus Russland. »Wir haben diese Erklärungen gesehen und begrüßen sie«, sagte ein Kremlsprecher: »Das ist etwas, worüber man schon vor langer Zeit hätte nachdenken sollen.« Der russische Fußballverband gab zu Protokoll, dass er die »Position von Herrn Infantino voll und ganz« unterstütze.

Weiterlesen

Weitere Nachrichten