Französischer Militärflieger über Grönland abgedreht – Trumps Drohungen im Hintergrund?
Ein französischer Airbus erschien über Grönland, landete aber nicht. Experten vermuten: Sorge vor US-Strafzöllen hielt Frankreich von einer Landung ab.
Ein französischer Militärtransporter der Luftwaffe ist am Donnerstag über Grönland gekreist und dann wieder nach Europa zurückgekehrt – ohne zu landen. Der Airbus A330 MRTT war von der südfranzösischen Basis Istres gestartet, über Dänemark nach Grönland geflogen und umkreiste mehrfach die Insel Kulusuk, bevor die Crew umdrehte.
Hintergrund der rätselhaften Aktion könnten Trumps Drohungen sein. Der US-Präsident hatte kurz nach dem Abdrehen des Fliegers gegen Länder gewettert, die sich seiner geplanten Übernahme Grönlands entgegenstellen. Trump kündigte an, Zölle gegen solche Staaten verhängen zu wollen. Frankreichs Präsident Macron hatte erst einen Tag zuvor angekündigt, zusätzliche Truppen nach Grönland zu entsenden.
Auffällig: Auch Deutschland änderte seine Pläne kurzfristig. Statt mit einer Militärmaschine zu landen, fliegen deutsche Soldaten nun mit einem zivilen polnischen Charter nach Grönland. Dänemarks Verbündete setzen ebenfalls auf zivile Flugzeuge. Die Vermutung liegt nahe, dass westliche Länder dadurch vermeiden wollen, Trump unnötig zu provozieren.