Über 200 abgetauchte Asylbewerber in Rheinland-Pfalz polizeibekannt
In Rheinland-Pfalz sind 923 Asylbewerber aus Erstaufnahmeeinrichtungen verschwunden. Bei etwa 23 Prozent von ihnen liegen Strafverfahren vor – im Durchschnitt mehrere pro Person.
Behörden in Rheinland-Pfalz kämpfen mit einem wachsenden Problem: Von knapp 1000 Asylbewerbern, die aus Flüchtlingsheimen verschwunden sind, haben rund 208 Personen Einträge im Polizeiregister. Gegen diese Gruppe laufen insgesamt etwa 638 Ermittlungsverfahren.
Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass viele dieser Personen gezielt untertauchen, um Strafverfolgung zu entgehen. Die Fälle reichen von Ordnungswidrigkeiten bis zu ernsthaften Straftaten. Bundesweit werden etwa 7600 registrierte Flüchtlinge vermisst, nachdem sie in Erstaufnahmeeinrichtungen erfasst wurden.
Die Vorfälle werden in der aktuellen politischen Debatte intensiv diskutiert. Kritiker argumentieren, dass die Behörden ihre Kontrolle über die Registrierung und Überwachung von Asylbewerbern verbessern müssen. Die genauen Hintergründe der Fluchtgründe werden von Behörden derzeit untersucht.