Rheinmetall-Aktie deutlich unter Druck
Die Aktie des Rüstungskonzerns ist am Donnerstag zeitweise um fast zehn Prozent eingebrochen. Zwei Faktoren sorgten für die Talfahrt: Hoffnungen auf Atomgespräche zwischen Iran und USA sowie kritische Analystennoten.
Die Rheinmetall-Aktie hat am Donnerstag erhebliche Verluste erlitten. Zeitweise fiel der Kurs um bis zu 9,5 Prozent auf 1520,20 Euro, bevor sich die Verluste später auf etwa 6,5 Prozent reduzierten. Es ist der größte zwischenzeitliche Tagesverlust seit April, als Handelskonflikte die Märkte erschüttert hatten.
Zwei Faktoren belasteten den Kurs besonders. Einerseits gab es Hoffnungen auf Fortschritte in den geplanten Atomgesprächen zwischen dem Iran und den USA, die am Freitag im Oman stattfinden sollen. Dies führte branchweit zu Gewinnmitnahmen – auch Konkurrenten wie Renk oder Hensoldt verloren deutlich. Andererseits veröffentlichten Analysten kritische Berichte: Berenberg und Jefferies bestätigten zwar ihre Kaufempfehlungen, senkten aber die Kursziele. Grund war ein enttäuschender Umsatzausblick, den das Unternehmen in einer Telefonkonferenz präsentiert hatte.
Trotz der Verluste nutzten Insider den Kursrückgang offenbar zum Kauf, was auf Vertrauen in die langfristige Entwicklung hindeutet.