Verfahren gegen russischen Oligarchen Usmanow eingestellt
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Putin-nahen Oligarchen Alischer Usmanow gegen eine Geldauflage eingestellt. Der Russe soll während der EU-Sanktionen Vermögenswerte bewegt haben.
Das Verfahren gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einer Geldauflage beendet worden. Die Ermittler hatten dem Putin-Unterstützer vorgeworfen, gegen Außenwirtschaftsgesetze und EU-Sanktionsvorschriften verstoßen zu haben.
Konkret soll Usmanow zwischen April und September 2022 über ausländische Unternehmen rund 1,5 Millionen Euro für die Verwaltung zweier Immobilien am Tegernsee gezahlt haben – obwohl seine Vermögenswerte durch EU-Sanktionen eingefroren waren. Zudem soll er Wertgegenstände wie Schmuck und Kunstwerke nicht gemeldet haben. Die Verteidigung bestritt jedoch Usmanows Verbindung zu den betroffenen Unternehmen und stellte die Anwendbarkeit der Sanktionen in Frage.
Usmanow stimmte der Verfahrenseinstellung zu und zahlte die geforderte Geldauflage: 8,5 Millionen Euro gehen an die Staatskasse, 1,5 Millionen Euro an Opferhilfestiftungen. Die Staatsanwaltschaft betont, dass dies keine Schuldeingeständnis darstellt und die Unschuldsvermutung bestehen bleibt. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens ist ausgeschlossen.