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PP verliert absolute Mehrheit in Andalusien

18. Mai 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Die spanische Konservative Volkspartei muss sich in der bevölkerungsreichsten Region Spaniens neu orientieren. Bei der Regionalwahl büßte sie ihre Alleinherrschaft ein und ist künftig auf die rechtspopulistische Vox angewiesen.

Die Wahl im südspanischen Andalusien ist für die konservative PP ein Rückschlag: Mit 53 Sitzen im Regionalparlament verfehlt die Partei von Regierungschef Juanma Moreno die absolute Mehrheit von 55 Sitzen deutlich. Im Vergleich zur vorigen Wahl vor vier Jahren verlor die PP damit fünf Mandate, während die rechtspopulistische Vox zulegte und nun 15 Abgeordnete stellt.

Für eine Regierungsbildung wird die PP daher auf die Unterstützung von Vox angewiesen sein. Eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten der PSOE gilt als ausgeschlossen, zumal diese in ihrer früheren Hochburg dramatisch Stimmen verloren: Sie kommen nur noch auf 28 Sitze, gegenüber schon schwach ausfallenden 30 Sitzen 2022. Deutlich zulegen konnte das linke regionalistische Bündnis Adelante Andalucía, das seine Mandate von zwei auf acht erhöhte.

Der Wählerwille in Andalusien war geprägt von wirtschaftlichen Sorgen: Inflation, eine Arbeitslosenquote von knapp 15 Prozent sowie Defizite im Gesundheitswesen bewegten die Wähler. Auch Wohnungsnot und das Thema Einwanderung über das Mittelmeer spielten eine Rolle. Die Region ist mit über zehn Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste in Spanien, leidet aber unter überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit und niedrigerem Einkommen als der nationale Durchschnitt.

H
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