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Ehemaliger Nato-Chef plädiert für neues Demokratie-Bündnis D7

12. Mai 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Anders Fogh Rasmussen sieht die USA unter Trump nicht mehr als verlässlicher Führungsmacht. Der ehemalige Nato-Generalsekretär schlägt daher ein neues Staatenbündnis vor – mit gemeinsamen wirtschaftlichen Schutzmaßnahmen.

Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen fordert die Gründung eines neuen Bündnisses demokratischer Staaten. Grund ist für den 73-Jährigen das veränderte Verhalten der USA unter Präsident Donald Trump. Rasmussen betont, dass er die Vereinigten Staaten lange Zeit als natürliche Führungskraft der freien Welt betrachtet hat – doch diese Rolle scheinen sie nun abzugeben.

Das geplante Bündnis soll dem Namen "D7" tragen, wobei das "D" für Demokratie steht. Neben der EU, Großbritannien, Japan und Kanada sollten auch Australien, Neuseeland und Südkorea Mitglieder werden. Rasmussen sieht darin eine Anspielung auf die G7-Gruppe der führenden Industriestaaten. Durch geschlossenes Handeln und gebündelte Kräfte könnte das Bündnis wirtschaftlichen und politischen Druck ausüben – etwa auf China oder notfalls auch auf die USA.

Ein zentrales Element der D7 wäre ein wirtschaftlicher Schutzartikel nach dem Vorbild des Nato-Artikels 5: Ein Angriff auf eine Volkswirtschaft würde als Angriff auf alle betrachtet. Rasmussen plädiert außerdem für gemeinsame Standards bei neuen Technologien und weniger Abhängigkeit von Rohstoffen. Ein wichtiger Punkt für den ehemaligen dänischen Ministerpräsidenten: Gegenseitige Drohungen zwischen den Mitgliedern dürften es nicht geben – ein klarer Seitenhieb auf das Vorgehen der US-Regierung gegen Dänemark im Grönlandkonflikt.

H
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