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Kassenärzte-Chef kritisiert Pläne zur Teilkrankschreibung

28. April 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Andreas Gassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung lehnt die geplante Teilkrankschreibung der Gesundheitsministerin ab. Er sieht darin mehr Bürokratie statt weniger.

Der Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat sich gegen die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geplante stufenweise Krankschreibung ausgesprochen. Nach seiner Ansicht würde eine solche Regelung die Arbeit in den Arztpraxen unnötig verkomplizieren, obwohl von Entbürokratisierung gesprochen wird.

Eine Expertenkommission hatte die Teilkrankschreibung vorgeschlagen, um Kosten im Gesundheitssystem zu senken und Arbeitnehmern eine flexiblere Rückkehr an den Arbeitsplatz zu ermöglichen. Ärzte sollen dann bescheinigen können, dass Patienten zu 25, 50 oder 75 Prozent arbeitsfähig sind. Gassen argumentiert jedoch, dass Mediziner dafür detaillierte Kenntnisse des jeweiligen Arbeitsplatzes benötigen würden, was zu erheblichem Aufwand führe.

Stattdessen plädiert der KBV-Chef für eine Ausweitung der Karenztage. Wenn die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst ab dem vierten Krankheitstag verpflichtend wäre, könnten jährlich etwa 300 Millionen Euro gespart werden, argumentiert er. Gleichzeitig kritisiert Gassen, dass die ärztliche Vergütung zeitgleich sinken soll – eine Kombination, die er als inakzeptabel bezeichnet.

H
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