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Van Aken schlägt Merkel als Vermittlerin im Ukraine-Konflikt vor

08. Juni 2026· Miriam Scholz

Der Linkenpolitiker Jan van Aken hält Angela Merkel für geeignet, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Der Kreml hatte zuvor Gerhard Schröder ins Spiel gebracht – ein Vorschlag, den van Aken kritisiert.

Jan van Aken von den Linken hat sich dafür ausgesprochen, die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel als Vermittlerin im Russland-Ukraine-Krieg einzusetzen. Er begründet dies damit, dass Merkel in beiden Ländern ernst genommen würde und gleichzeitig europäische Perspektiven vertreten könne. Van Aken ist davon überzeugt, dass es noch in diesem Jahr zu ernsthaften Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien kommen wird.

Allerdings kritisiert der Linkenpolitiker den Vorschlag Putins deutlich, der sich für Gerhard Schröder als Vermittler ausgesprochen hat. Van Aken lehnt diesen Ansatz ab – Schröder, der nach seiner Kanzlerschaft als Lobbyist für russische Energieunternehmen tätig wurde, sei keine seriöse Option. Gleichwohl sieht van Aken in Russlands Bereitschaft, überhaupt das Wort Verhandlungen zu erwähnen, einen Anknüpfungspunkt.

Unterdessen trafen sich am Sonntagabend in London Kanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Macron und Großbritanniens Premierminister Starmer, um über die Ukraine-Unterstützung und mögliche Verhandlungen zu beraten. Auch Präsident Selenskyj kam hinzu. Die Bundesregierung signalisierte, dass vor allem Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei künftigen Vermittlungsbemühungen eine Schlüsselrolle spielen sollten.

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