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Argentinien: Mileis Inflationskurs gerät ins Stocken

26. April 2026· Michael Reinhardt

Argentiniens Präsident Javier Milei hatte die galoppierende Inflation anfangs erfolgreich gebremst. Doch seit Monaten stagniert der Fortschritt – und die Teuerung zieht wieder an.

Argentiniens Präsident Javier Milei musste sich vor der Amerikanischen Handelskammer in Buenos Aires rechtfertigen. Das Thema, das ihm am meisten zu schaffen macht: die hartnäckig hohe Inflation im Land. In einer leidenschaftlichen 40-Minuten-Rede verteidigte der libertäre Staatschef seine bisherige Wirtschaftspolitik.

Tatsächlich hatte Milei anfangs Erfolg mit seinem radikalen Sparkurs. Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 gelang es ihm, die Inflation von über 200 Prozent zu Beginn dieses Jahres auf etwa 33 Prozent im Jahresvergleich zu senken. Durch drastische Staatsausgabenkürzungen verwandelte er das chronische Haushaltsdefizit in einen Überschuss – die Zentralbank musste nicht mehr durch Gelddrucken den Staat finanzieren.

Doch dieser Schwung verpufft. Seit zehn Monaten stagniert die Teuerungsrate, im März ist sie sogar wieder angestiegen. Die Regierung muss ihre Erwartung korrigieren: Statt erhoffter zehn Prozent Inflation bis Jahresende droht nun ein Wert um die 20 Prozent. Für Milei ist das ein empfindlicher Rückschlag bei seinem Kernversprechen der wirtschaftlichen Stabilisierung.

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