Semsrott wirft Magdeburg Nachgeben vor AfD vor
Der Autor und Aktivist Arne Semsrott kritisiert die Absage seiner Lesung in der Stadtbibliothek Magdeburg scharf. Er vermutet, die Stadt wolle sich Ärger mit der AfD ersparen – kann das aber noch nicht beweisen.
Im Deutschlandfunk Kultur hat Arne Semsrott der Magdeburger Stadtverwaltung vorgeworfen, aus Furcht vor der AfD gehandelt zu haben. Die Absage seiner geplanten Lesung in der Stadtbibliothek wertet er als bewusste Ausladung, nicht als neutrale Entscheidung.
Semsrott begründet seinen Verdacht damit, dass die AfD-Fraktion im Magdeburger Stadtrat bereits bei einer früheren Veranstaltung mit einer kritischen Anfrage interveniert hatte. Der Aktivist geht davon aus, dass die Stadt diese Konfrontation nun vermeiden möchte und deshalb lieber auf seine Lesung verzichtet. Konkrete Beweise für diese Vermutung hat Semsrott eigenen Angaben zufolge derzeit nicht.
Um Klarheit zu schaffen, plant der Autor einen Auskunftsantrag bei der Stadt. Er möchte einsehen, welche internen Kommunikationen zur Absage geführt haben und wer letztendlich die Entscheidung traf. Die Bürgermeisterin von Magdeburg kündigte an, sich zu dem Fall äußern zu wollen.