Toyota lässt seinen Chef als KI auferstehen
Der japanische Autobauer Toyota hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die seinen Verwaltungsratschef Akio Toyoda verkörpert. In der unternehmenseigenen Smart City am Fuji-Berg soll die digitale Version künftig Mitarbeiter coachen.
Toyota hat seinem langjährigen Verwaltungsratschef Akio Toyoda ein ungewöhnliches digitales Denkmal gesetzt: Eine KI-Version des Managers beantwortete Mitte April Besucherfragen beim Start-up-Event Kakezan 2026 in der Woven City, Toyotas experimenteller Teststadt am Fuß des Bergs Fuji. Das System wurde mit Hunderten von Reden und Artikeln des echten Toyoda trainiert.
Hinter dem Projekt steckt allerdings mehr als nur eine technische Spielerei. Die künstliche Kopie des Chefs soll die Toyota-Philosophie im Konzern verankern und die Weiterbildung von Führungskräften vereinfachen. Wie Entwickler Daisuke Hashimoto erklärt, kam die Idee vom echten Toyoda selbst – nicht aus Eitelkeit, sondern aus pragmatischen Gründen.
Die Initiative ist Teil von Toyotas strategischem Umbau. Das Unternehmen möchte sich über die Sparte Woven by Toyota (WbyT) zum globalen KI-Anbieter entwickeln. Die Woven City dient dabei als Reallabor, in dem neue Technologien erprobt und anschließend vermarktet werden sollen.