Chinas Wirtschaft im Spagat zwischen Industriestärke und Immobilienschwäche
Chinas Konjunktur sendet gemischte Signale: Während Produktion und Raffinerieauslastung anziehen, belastet die anhaltende Immobilienkrise das Wirtschaftswachstum weiter. Besonders Kleinerstädte leiden unter fallenden Preisen.
Die chinesische Wirtschaft zeigt sich zum Jahresauftakt gespalten. Aktuelle Daten des nationalen Statistikamtes belegen: Während die Immobilienbranche weiterhin kämpft, verzeichnen andere Wirtschaftszweige Zuwächse. Insbesondere bei der Aluminiumproduktion und der Rohölverarbeitung zeigt sich im ersten Quartal ein positiver Trend.
Besonders die Immobilienkrise hinterlässt tiefe Spuren. Die Preise für Neubauten sanken im Februar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,2 Prozent im Jahresvergleich – der stärkste Rückgang seit acht Monaten. In 53 von 70 analysierten Städten gingen die Preise zurück. Gleichzeitig sank das Immobilienbauinvestment um 11,1 Prozent.
Ein wirtschaftsgeographisches Gefälle zeichnet sich ab: Während Metropolen wie Peking und Shanghai leichte Preissteigerungen verbuchen, leiden kleinere Städte erheblich. Experten rechnen damit, dass sich gerade die größeren Finanzplätze schneller von der Krise erholen könnten, während Kleinerstädte womöglich dauerhaft an Attraktivität verlieren werden.