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Elf Rehkitze bei Mäharbeiten getötet – Ermittlungen eingeleitet

02. Juni 2026· Nadine Sommer

In Auerswalde bei Chemnitz sind bei Mäharbeiten elf Rehkitze ums Leben gekommen. Anwohner hatten das verantwortliche Unternehmen vorher gewarnt und erstatten nun Anzeige.

Bei Erntearbeiten in Auerswalde sind am 25. Mai elf Rehkitze getötet worden. Wie die Polizei jetzt mitteilte, ermittelt sie wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz. Gegen Unbekannt wurde eine Anzeige aufgenommen.

Nach Angaben von Nachbarn hätten sie das betroffene Agrarunternehmen mehrmals vor den Mäharbeiten auf die anwesenden Muttertiere und deren Nachwuchs hingewiesen. Die Warnung sei ignoriert worden, wodurch die Kitze hätten gerettet werden können. Ein Anwohner erstattete daraufhin Strafanzeige.

Die sogenannte Setzzeit der Rehe fällt mit der Mähsaison zusammen – ein tödliches Zusammentreffen für viele Jungtiere. Die Mutteriere verstecken ihren Nachwuchs bewusst im hohen Gras, wo die Kitze regungslos verharren. Sie sind daher bei Erntearbeiten schwer zu erkennen. Mit Drohnen und Wärmebildkameras können Freiwillige die Tiere vorher aufspüren und in Sicherheit bringen – aber nur, wenn Landwirte und Helfer koordiniert zusammenarbeiten.

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