Stockdorf. Der angeschlagene Autozulieferer Webasto sieht Fortschritte bei der Sanierung und wagt die nächste Investition. Der Konzern wolle ein drittes Werk in Indien eröffnen, sagte Webasto-CEO Jörg Buchheim dem Handelsblatt. „Wir sehen Indien jetzt als echten Wachstumsmarkt.“
Webasto hat sich im vergangenen Jahr finanziell etwas Luft verschafft, muss nun aber nach Fehlern in der Vergangenheit eine langfristig tragfähige Strategie entwickeln. Dabei spielt der indische Markt eine wichtige Rolle. Aktuell wachse man dort mit 25 bis 30 Prozent im Jahr, sagte Buchheim. „Dieses Tempo wollen wir beibehalten.“ Die Umsätze in Indien sollen bis 2030 von zuletzt 125 auf 350 Millionen Euro steigen. „Langfristig peilen wir eine Milliarde Umsatz in Indien an.“
Webasto, das vor allem auf Schiebe- und Glasdächer spezialisiert ist, steckt in der Krise. Der Bau eines neuen Werks in den USA entwickelte sich vor einigen Jahren zum Desaster, zudem expandierte der Konzern mit teils wenig Erfolg in neue Geschäftsfelder wie Ladesäulen. Der Schuldenberg ist hoch. Hinzu kommen die Probleme der Autohersteller, die fast alle Zulieferer hart treffen.



