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A20-Streit beigelegt: Bau bei Bad Segeberg kann weitergehen

13. November 2025· Nadine Sommer

Nach über einem Jahrzehnt Stillstand einigen sich Land und Umweltverbände auf einen Kompromiss. Eine neue Fledermaus-Stiftung soll die bedrohten Tiere schützen.

Der jahrelange Konflikt um den Weiterbau der Autobahn 20 in Schleswig-Holstein ist beendet. Land und der Umweltverband BUND haben sich auf einen Kompromiss geeinigt, der den Weg für den zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen Weede und Wittenborn freimacht. Im Gegenzug wird der BUND seine laufende Klage beim Bundesverwaltungsgericht zurückziehen.

Kern der Einigung ist die Gründung einer landesweiten Fledermaus-Stiftung, die mit 14 Millionen Euro ausgestattet wird. Das Geld stellt Schleswig-Holstein zur Verfügung. Damit sollen Schutzmaßnahmen für die Tiere umgesetzt werden, die in den Kalkberghöhlen bei Bad Segeberg das größte Überwinterungsquartier Deutschlands haben. Der BUND argumentiert, dass ein jahrlanger Rechtsstreit den Fledermäusen noch mehr geschadet hätte.

Ministerpräsident Daniel Günther sprach von einem historischen Tag und betonte, dass die Region dadurch von Verkehrsbelastung entlastet wird. Auch der Bundesverkehrsminister begrüßt das Projekt als eines der wichtigsten Autobahnvorhaben in Deutschland. Nach Einschätzung der Infrastrukturgesellschaft Deges könnten die Arbeiten im ersten Halbjahr 2026 beginnen.

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