Annalena Baerbock übernimmt Präsidentschaft der UN-Vollversammlung
Die ehemalige Außenministerin hat ihr Amt angetreten und ihre erste Sitzung eröffnet. In ihrer Antrittsrede mahnt sie zur weltweiten Zusammenarbeit angesichts zahlreicher Krisen.
Annalena Baerbock ist seit Dienstagabend offiziell Präsidentin der UN-Vollversammlung. Mit dem symbolischen Hammerschlag eröffnete die Grünen-Politikerin ihre erste Sitzung in New York. Sie wird die Geschicke der Generalversammlung für das kommende Jahr leiten und gibt damit den Ton für die internationale Zusammenarbeit vor.
In ihrer Antrittsrede warnte Baerbock vor den vielen Krisensituationen weltweit – vom Konflikt in Gaza über den Sudan bis zur Ukraine. Sie appellierte an die Staatengemeinschaft, hinzusehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Die Vereinten Nationen seien notwendiger denn je, betonte sie und verglich ihre Bedeutung mit der von Hilfsorganisationen und internationalen Institutionen, die selbst die mächtigsten Länder nicht ersetzen könnten.
Baerbock ist die fünfte Frau in diesem Amt. Bei ihrer Vereidigung durfte sie eine besondere Ehre erfahren: Sie leistete den Eid auf die Original-UN-Charta statt nur auf eine Kopie. Die Präsidentschaft ist hauptsächlich eine repräsentative Position mit großer symbolischer Kraft.