Deutsche Bahn friert ICE-Preise für ein Jahr ein
Die Deutsche Bahn wird die Ticketpreise im Fernverkehr ab Mai zwölf Monate lang nicht erhöhen. Damit reagiert der Konzern auf die Kritik an Verspätungen und will das Reisen erschwinglicher gestalten.
Bahnkundinnen und -kunden können aufatmen: Zum 1. Mai werden die Preise für ICE-Tickets für die kommenden zwölf Monate nicht erhöht. Das kündigte Bahnchefin Evelyn Palla an. Damit setzt die Deutsche Bahn einen Kurs fort, den sie bereits im Dezember des vergangenen Jahres eingeschlagen hat, als auch damals eine planmäßige Preisanpassung ausblieb.
Die Maßnahme ist Teil eines angekündigten Neustartes bei der Deutschen Bahn, mit dem der Konzern auf anhaltende Kritik wegen häufiger Verspätungen reagiert. Preisstabilität und verlässliche Züge sollen demnach künftig höhere Priorität haben als regelmäßige Gebührenerhöhungen.
Allerdings betrifft die Preisfestschreibung nur den Fernverkehr mit ICE und Intercity. Im Regionalverkehr sieht es anders aus: Viele Verkehrsverbünde haben zum Jahreswechsel ihre Tarife erhöht – im Schnitt zwischen vier und sechs Prozent. Auch das bundesweite Deutschlandticket wurde teurer und kostet nun 63 Euro pro Monat.