Gewalt und Extremismus in den 1990er Jahren: Die Baseballschlägerjahre im Osten
Nach dem Mauerfall prägte Rechtsextremismus die ostdeutschen Straßen. Neonazis und Skinheads verübten Übergriffe auf Migranten, LGBTQ-Personen und Linke. Ein neuer Dokumentarfilm beleuchtet diese düstere Epoche.
In den 1990er Jahren erlebte Ostdeutschland eine Welle von Gewalt durch rechtsextreme Gruppen. Neonazis und Skinheads prägten damals das Straßenbild und führten systematisch Übergriffe durch – gegen Migrantinnen und Migranten, gegen Angehörige der LGBTQ-Gemeinde und gegen linke Aktivistinnen und Aktivisten.
Besonders in Berlin eskalierte die Situation immer wieder in organisierten Straßenschlachten. Diese Phase wird häufig als die Baseballschlägerjahre bezeichnet, benannt nach der bevorzugten Waffe von Angreifern jener Zeit.
Der SPIEGEL-TV-Film von Caroline Niebisch und Philipp Schneuer wirft nun einen neuen Blick auf diese turbulente Epoche der deutschen Einigung und zeigt, wie tiefgreifend die politischen und sozialen Spannungen nach dem Mauerfall waren.