Entwarnung nach Chemieunfall in Aschaffenburg
In einem Industriebetrieb in Mainaschaff ist es zu einem Unfall mit Salpetersäure gekommen. Eine gelbe Gaswolke entstand, Behörden gaben aber schnell Entwarnung.
In einem Betrieb in Mainaschaff ist am Dienstag ein Chemieunfall vorgefallen. Ein Metallteil war in ein Säurebad mit etwa 6.000 Litern Salpetersäure gefallen und hatte eine heftige chemische Reaktion ausgelöst. Die dabei entstehende gelbe Gaswolke zog auch über das angrenzende Aschaffenburg.
Die Behörden hatten zunächst vor möglichen giftigen Gasen gewarnt und die Bevölkerung aufgefordert, in Gebäuden zu bleiben und Fenster sowie Türen geschlossen zu halten. Etwa 250 Feuerwehrleute rückten mit Spezialausrüstung an und arbeiteten daran, das Metallteil zu bergen und die Säure in ein anderes Becken zu pumpen, um die Reaktion zu stoppen.
Messungen in einem Umkreis von fünf Kilometern zeigten keine Schadstoffbelastung in der Luft. Am späten Abend konnten die Einsatzkräfte die Unfallstelle kühlen. Gegen 23 Uhr gaben die Behörden Entwarnung. Vier Mitarbeiter des Betriebs erlitten leichte Verletzungen.