Autozulieferer Kiekert meldet Insolvenz an
Der Schließsystem-Spezialist Kiekert hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen mit 4500 Mitarbeitern beliefert über 100 Automobilhersteller weltweit.
Der Autozulieferer Kiekert hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Unternehmen mit Zentrale in Heiligenhaus ist bekannt für seine intelligenten Schließsysteme für Fahrzeuge und beschäftigt weltweit etwa 4500 Menschen an elf Standorten.
Kiekert beliefert mehr als einhundert Automobilhersteller und hält einen globalen Marktanteil von rund 21 Prozent bei Zugangssystemen. Die Technologie des Unternehmens findet sich in jedem dritten Auto weltweit wieder. Das Insolvenzverfahren wurde vom Amtsgericht Wuppertal registriert, zum Insolvenzverwalter wurde Joachim Exner aus Nürnberg bestellt.
Die Insolvenz von Kiekert passt in einen größeren Trend: Die Zahl der Großinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Besonders die Autozulieferbranche ist betroffen und stellt die meisten Fälle. Insgesamt meldeten deutsche Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres etwa 12.000 Insolvenzen an – ein Anstieg um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.